de en

FAQ Häufige Fragen

Auf dieser Seite finden Sie die häufigsten Fragen zum Kunststudium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg - und natürlich die Antworten.
Ihre Frage ist nicht dabei? Stellen Sie sie uns auf dieser Seite: https://faq-application.hfbk.net/

Welche Fächer kann ich an der HFBK Hamburg studieren?

Wenn Sie eine Kunsthochschule in Norddeutschland suchen, an der Sie interdisziplinär und wirklich freie Kunst studieren können, dann sind Sie hier richtig.

An der HFBK Hamburg wird die Bildende Kunst ausdrücklich nicht in Studienfächer und in die klassischen Disziplinen zergliedert - alle Studierenden studieren gleichberechtigt das einzige Fach »Bildende Künste«. Innerhalb dessen gibt es 8 Studienschwerpunkte, denen auch die Professuren zugeordnet sind.

Wenn Sie sich um einen Studienplatz (für den Bachelor of Fine Arts) bewerben, geben Sie zwar zunächst Ihren gewünschten Studienschwerpunkt an. Nach der einjährigen Orientierungsphase steht es Ihnen aber frei, die Studienschwerpunkte beliebig zu kombinieren, um Ihre ganz persönlichen künstlerischen Fragestellungen zu verfolgen.

Dies alles gilt auch, wenn Sie Kunst auf Lehramt an der HFBK Hamburg studieren.

Welche Abschlüsse kann ich an der HFBK Hamburg machen?

Im Rahmen des Bachelor-/Masterstudiums »Bildende Künste« können Sie an der HFBK Hamburg den Bachelor of Fine Arts und darauf aufbauend den Master of Fine Arts erwerben.

Das Lehramts-Teilstudium (Kunst-Lehramt in der Primarstufe und Sekundarstufe 1, an Gymnasien sowie an Sonderschulen) ist immer mit dem gleichzeitigen Studium an der Universität Hamburg verbunden und schließt mit dem Bachelor of Arts bzw. mit dem Master of Education ab.

Zudem vergibt die HFBK Hamburg auf dem Weg der Promotion den Titel eines Dr. phil. in art. (philosophiae in artibus).

Wodurch zeichnet sich das Kunststudium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg aus?

Die interdisziplinäre Studienstruktur der HFBK Hamburg ermöglicht ein besonders freiheitliches Studium. Dieses folgt keiner starren Abfolge aufeinander aufbauender Inhalte, sondern es soll die Studierenden dazu befähigen, neue Fragestellungen aufzuwerfen und innovative Lösungen zu erarbeiten. Selbstbestimmte künstlerische Auseinandersetzungen, projektbezogene und experimentelle Arbeitsweisen stehen dabei im Mittelpunkt.

Eine weitere Besonderheit sind die vorzüglichen Werkstätten, in denen so ziemlich jede künstlerische Arbeit technisch umgesetzt werden kann. Die Studierenden finden Anleitung und weitreichende Unterstützung bei den künstlerischen Werkstattleiter*innen.

Zudem fördert die HFBK Hamburg mit besonderem Engagement den internationalen Austausch von Studierenden. Eine große Zahl an Partnerhochschulen und die großzügige Förderung im Rahmen von Austauschprojekten ermöglichen ein hohes Maß an internationaler Vernetzung.

Wie ist das Studium organisiert?

Am Beginn des Bachelor-Studiums steht eine einjährige Orientierungsphase. Während dieser werden die Studierenden in Grundklassen intensiv betreut.

Danach verfolgen die Studierenden zunehmend ihre eigenen künstlerischen Fragestellungen und Projekte, allein oder gemeinsam mit anderen. In der Regel suchen sie den Kontakt zu einer Professorin oder einem Professor, von der oder dem sie sich passende Anregungen versprechen. Die finale Zuteilung zu den Klassen erfolgt nach der 1. Präsentation. Eine Teilnahme an der 1. Präsentation nach dem 2. Semester ist verpflichtend.

Im Mittelpunkt des Studiums steht die Entwicklung der eigenen künstlerischen Arbeit. Die außerdem erforderlichen Credits (ECTS) erhalten Sie für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen, Werkstattkursen, Projekten etc.

Grundsätzlich steht für jeden, der dies wünscht, ein Arbeitsplatz in der Hochschule zur Verfügung.

Kann ich mir die Professor*innen aussuchen, bei denen ich studiere?

Prinzipiell ja, aber die Professor*innen haben ebenfalls das Recht, sich ihre Studierenden auszusuchen. In ihre Klasse nehmen sie verständlicherweise bevorzugt Studierende auf, deren Arbeit ihr besonderes Interesse weckt.

Zu den Lehrveranstaltungen und Gruppenkorrekturen ist in der Regel jedoch jeder zugelassen - wer den Kontakt sucht (und beharrlich bleibt), der erhält auch Feedback.

Ist die Unterrichtssprache immer Deutsch?

In der Regel werden die Lehrveranstaltungen an der HFBK Hamburg auf Deutsch gehalten. Wo es uns gelingt, internationale Größen an die HFBK Hamburg zu holen, kann auch mal auf Englisch unterrichtet werden.

Zur Zeit lehren in englischer Sprache: Prof. Martin Boyce (Bildhauerei), Prof. Angela Bulloch (Zeitbezogene Medien), Prof. Simon Denny (Zeitbezogene Medien), Prof. Adam Broomberg und Oliver Chanarin (Fotografie), Prof. Dr. Astrid Mania (Theorie und Geschichte/Orientierung). Bei einigen weiteren Professor*innen sind die Klassengespräche zweisprachig.

Kostet das Studium an der HFBK Hamburg etwas?

Seit 2012 werden in Hamburg keine Studiengebühren mehr erhoben.

Doch auch ohne diese sind einige Pflichtbeiträge fällig, die regelmäßg für jedes Semester zu entrichten sind: Ein Verwaltungskostenbeitrag, Beiträge zu AStA und Studierendenwerk sowie die Zuzahlung zum Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr. Die genauen Beträge variieren geringfügig.

Wo kann ich finanzielle Förderung beantragen?

Wenn Ihnen die für ihren Lebensunterhalt und die Ausbildung erforderlichen Mittel fehlen, haben Sie einen Rechtsanspruch auf BAföG. Darüber hinaus gibt es diverse Stipendien und Förderungen, für die Sie sich aber erst bewerben können, wenn Sie ihr Studium bereits aufgenommen haben.

Ist Lebenshaltung in Hamburg sehr teuer?

Insbesondere was die Wohnungssuche betrifft, ist die Stadt Hamburg ein teures Pflaster. Als mittellose/r Student*in muss man da kompromissbereit sein und notfalls eine bescheidenere Bleibe oder eine längere Anfahrt zur Hochschule in Kauf nehmen. Erkundigen Sie sich auch nach Plätzen in Wohnheimen beim Studierendenwerk. Im Internet finden Sie Wohnungsangebote oder WG-Zimmer in diversen Wohnbörsen.

Auch Kneipen- und Restaurantbesuche sind in Hamburg eher überdurchschnittlich teuer. Verhungern muss deshalb niemand: Die HFBK Hamburg verfügt über eine ausgezeichnete Mensa mit einem gesunden Mittagsangebot zu subventionierten Preisen für Studierende.

Einen Vorteil hat die Hamburger Wirtschaftskraft immerhin: Man findet relativ leicht Nebenjobs in allen möglichen Branchen.

Was muss ich tun, um mich an der HFBK zu bewerben?

Der Studienbeginn ist an der HFBK Hamburg ausschließlich zum Wintersemester möglich. Deshalb gibt es auch nur einen (sehr kurzen!) Bewerbungszeitraum pro Jahr, den Sie unbedingt einhalten müssen.

Ihre Bewerbung tragen Sie zunächst online im CampusNet ein. Anschließend uploaden Sie ihre Bewerbungsmappe mit rund 20 eigenen künstlerischen Arbeiten (alle digitalisiert).

Kann ich mir die HFBK vor der Bewerbung ansehen?

Ja, sehr gern! Dafür eignet sich der Studieninformationstag sowie die Führungen während der Jahresausstellung (i.d.R. im Februar) sowie zur Graduate Show (i.d.R. Anfang Juli).

Kann ich auch ohne Abitur an der HFBK Kunst studieren?

Ja, das ist möglich. Bewerber*innen ohne allgemeine Hochschulreife können zum Kunststudium an der HFBK Hamburg zugelassen werden, wenn die Auswahlkommission bei ihnen eine überragende künstlerische Befähigung erkennt. Also bitte ganz normal bewerben.

Was für Arbeiten eignen sich für meine digitale Bewerbungsmappe?

Rund 20 selbst angefertigte Arbeiten gehören in die digitale Mappe. Dabei kommt es nicht auf technische oder zeichnerische Perfektion an. Wichtig ist vor allem, dass eine persönliche künstlerische Fragestellung erkennbar wird – also ein Thema, das Sie beschäftigt, und in welcher Weise Sie sich damit auseinandersetzen. Sie können Ihre digitale, künstlerische Bewerbungsmappe mit Arbeiten, wie etwa PDF-Dateien, Videos - auch Videos von Ihren Gemälden oder Skulpturen -, Filme, Dokumentationen von Performances) aus den letzten zwei Jahren bestücken.

Gibt es eine Mappenberatung an der HFBK Hamburg?

Nein, an der HFBK Hamburg gibt es ausdrücklich keine Mappenbesprechung. Denn es geht uns nicht darum, möglichst angepasste Bewerbungen zu erhalten, sondern möglichst authentische. Jedoch bieten die einzelnen Studienschwerpunkte Beratungstermine für Bewerber und Interessierte an, bei denen teilweise auch einzelne künstlerische Arbeiten besprochen werden.

Und wenn ich den Bewerbungstermin verpasst habe?

Dann müssen Sie leider ein Jahr warten. Bewerbungen nachreichen geht nicht, da gilt gleiches Recht für alle. Und eine Bewerbung im Voraus ist ebenfalls unmöglich, da uns weder Mitarbeiter für die Entgegennahme noch Lagerräume für die Bewerbungsmappen zur Verfügung stehen.

Die Bewerbungszeiträume sind ganz exakt festgelegt (bitte anklicken): im Februar/ März für Bachelor/Master of Fine Arts sowie Lehramt, im September für die Promotion.

Wie wird die Auswahl unter den Bewerber*innen getroffen?

Eine Kommission – bestehend aus 3 Professor*innen, 2 Mitgliedern des akademischen Mittelbaus und 2 Studierenden (ohne Stimmrecht) – begutachtet die Bewerbungsmappen.

Sie bewertet die Mappen in Kategorien von A bis C. Bewerber*innen, die mit A bewertet werden, sind zum Studium zugelassen. Bewerber*innen, die mit B bewertet werden, können ggf. am Nachrückverfahren teilnehmen.

Es steht den Auswahlkommissionen der einzelnen Studienschwerpunkte frei, die Bewerber*innen zu einem Gespräch oder zu einer praktischen Aufgabe einzuladen. Diese finden in der Regel im April statt.

Wann erfahre ich, ob ich angenommen wurde?

Die Bachelor-Aufnahmekommissionen tagen im Laufe des März. Sollte die Aufnahmekommission entscheiden, Sie zu einem zusätzlichen Gespräch oder zu einer Hausarbeit einzuladen, finden diese im April statt. Noch im April erhalten Sie die schriftliche Antwort mit dem Ergebnis – alle Bescheide finden Sie in Ihrem CampusNet Account.

Die Master-Aufnahmekommissionen tagen im April. Die entsprechenden Antworten werden im Mai versandt.

Wie läuft das Nachrückverfahren? Und wann?

Sollten Bewerber*innen, die zum Studium zugelassen sind, von ihrem Studienplatz zurücktreten, bietet die HFBK ein Nachrückverfahren an. Hierbei werden zunächst die Bewerber*innen berücksichtigt, deren Mappen von der Auswahlkommission mit der Kategorie B bewertet wurden. Sind mehr Mappen mit der Kategorie B bewertet worden, als Nachrückplätze zur Verfügung stehen, entscheidet das Los.

Da die zugelassenen Bewerber*innen sich bis zum 15. August immatrikulieren müssen, stehen erst zu diesem Zeitpunkt die letzten Plätze für Nachrücker fest. Die nachgerückten Bewerber*innen werden dann umgehend informiert.

Ich habe eine Zusage erhalten. Wie geht es jetzt weiter?

Bis spätestens 15. August müssen Sie sich immatrikulieren, sonst verfällt Ihr Studienplatz (für Lehramts-Studierende: bis 31. August).

Sodann erhalten Sie ca. Ende August ein Schreiben, in dem Ihnen einige wichtige Termine zum Start Ihres Studiums mitgeteilt werden (die Sie unbedingt wahrnehmen sollten!).

Ab Ende September können Sie sich das aktuelle Vorlesungsverzeichnis herunterladen.

Ich habe eine Zusage erhalten, aber ich habe es mir anders überlegt. Was muss ich tun?

Bitte sagen Sie uns schnellstmöglich ab, damit etwaige Nachrücker*innen nicht so lange auf ihre Zulassung warten müssen.

Kann ich als Gast an Lehrveranstaltungen der HFBK Hamburg teilnehmen?

In Ausnahmefällen ist das prinzipiell möglich. Entweder als Gaststudent*in aufgrund von Vereinbarungen mit anderen Hochschulen, oder individuell als Gasthörer*in für einzelne Lehrveranstaltungen. Auf alle Fälle ist eine offizielle Zulassung erforderlich!

Wichtig: Als Gasthörer*in kann nur zugelassen werden, wer sich nicht für ein reguläres Studium an der HFBK bewerben will!

Ich möchte von einer anderen Kunsthochschule an die HFBK wechseln. Was wird von meinem bisherigen Studium anerkannt?

Erst nach erfolgreicher Bewerbung erhalten Sie Auskunft vom Prüfungsamt der HFBK über die Anerkennung bereits erbrachter Leistungen. Hier steht Näheres zur Anerkennung von Studienleistungen.

Noch Fragen zur Bewerbung?

  • Abteilung für Studierenden- und Prüfungsangelegenheiten
  • Raum:Wartenau 15, Raum 01 / 04a
  • Telefon: +49 40 428 989-270 / -335 / -269
  • Fax: +49 40 42 89 89-377
  • Mail:hfbk-studverw@hfbk.hamburg.de

Noch Fragen zur Einschreibung?

  • Abteilung für Studierenden- und Prüfungsangelegenheiten
  • Raum:Wartenau 15, Raum 01 / 04a
  • Telefon: +49 40 428 989-270 / -335 / -269
  • Fax: +49 40 42 89 89-377
  • Mail:hfbk-studverw@hfbk.hamburg.de

Einzelausstellung von Konstantin Grcic

Vom 29. September bis 23. Oktober 2022 zeigt Konstantin Grcic (Professor für Industriedesign) im ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg eine raumgreifende Installation aus von ihm gestalteten Objekten und bereits existierenden, neu zusammengestellten Gegenständen. Parallel wird der von ihm konzipierte Raum für Workshops, Seminare und Büro-Arbeitsplätze im AtelierHaus in Betrieb genommen.

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Kunst und Krieg

„Jeder Künstler ist ein Mensch“. Diese so zutreffende wie existenzialistische Feststellung von Martin Kippenberger (in ironischer Umformulierung des bekannten Beuys Zitats) bringt es in vielerlei Hinsicht auf den Punkt. Zum einen erinnert sie uns daran, nicht wegzusehen, (künstlerisch) aktiv zu handeln und unsere Stimmen zu erheben. Gleichzeitig ist sie eine Ermahnung, denen zu helfen, die in Not sind. Und das sind im Moment sehr viele Menschen, unter ihnen zahlreiche Künstler*innen. Deshalb ist es für Kunstinstitutionen wichtig, nicht nur über Kunst, sondern auch über Politik zu diskutieren.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

Vom 8. bis 10. Juli 2022 präsentieren mehr als 160 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2021/22 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg. Parallel ist in der Galerie der HFBK im Atelierhaus die Ausstellung der sudanesischen Gastlektorin Amna Elhassan zu sehen.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Der Juni lockt mit Kunst und Theorie

So viel Programm war schon lange nicht mehr: Ein dreitägiger Kongress zur Visualität des Internets bringt internationale Webdesigner*innen zusammen; das Forscher*innenkollektiv freethought diskutiert über die Rolle von Infrastrukturen und das Symposium zum Abschied der Professorin Michaela Ott greift zentrale Fragen ihrer Forschungstätigkeit auf.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Der 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. initiierte Finkenwerder Kunstpreis hat eine Neuausrichtung erfahren: Als neuer Partner erweitert die HFBK Hamburg den Preis um den Aspekt der künstlerischen Nachwuchsförderung und richtet ab 2022 die Ausstellung der Prämierten in der HFBK Galerie aus. Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld, im Hintergrund der Bau von Fritz Schumacher; Foto: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

Nach mehr als 40 Jahren intensiven Bemühens wird für die HFBK Hamburg ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Mit dem neu eröffneten Ateliergebäude erhalten die Studienschwerpunkte Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien endlich die dringend benötigten Atelierräume für Master-Studierende. Es braucht einfach Raum für eigene Ideen, zum Denken, für Kunstproduktion, Ausstellungen und als Depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg

Nach der digitalen Ausgabe im letzten Jahr, findet die Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg wieder mit Publikum statt. Vom 11.-13. Februar präsentieren die Studierenden aus allen Studienschwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im neu eröffneten Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Foto: Klaus Frahm

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?