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(K)eine Gruppe möchte ich sein

Robert Bramkamp

Wenn es im Land einer schon einmal erfolgten Gleichschaltung um kollektive Wünsche und Möglichkeiten gehen soll, spüre ich in der gegenwärtigen Lage innere Widerstände. Widersprüchliche Gefühle inklusive Eitelkeit, Peinlichkeit, Trauer oder Scham sind auf der Suche nach Adressat*innen und lassen mich nicht aus. Umso mehr fühle ich mich verpflichtet, auf ein geheimes Buch hinzuweisen: Germany. A Science Fiction.[1] Das Buch befindet sich in dem Bestand der Bibliothek der HFBK Hamburg. Der Name des Autors ist Laurence A. Rickels. Der vorletzte Satz legt meinen Autorennamen auf ein globales Ziel fest: „To address problems and processes that are, as we say, bigger then the two of us, Bramkamp brings us closer to his goal, collective narration, which must be extended to mourning. We will catch up with deferred individual mourning only if the possibility of collective mourning can be reclaimed from the denial.“ Die hier gemeinte „collective narration“ erzählt vom Kollektivsymbol und dem technisch-magischen Objekt RAKETE in allen ihren Facetten – als Geist, als Wunder, als „goldenes Kalb“ für eine Gruppe von 20.000 Deutschen, die sie anlässlich des ersten erfolgreichen Starts der V2 am 3. Oktober 1942 in Peenemünde umtanzten. Auch als „Königin der Ambivalenz“, die in letzter Instanz bis heute herrscht. Meine „collective narration“ ist nicht einfach nur ein vielstimmiger Prozess. Sie wurde von einer Einzelperson durch direkte und indirekte Dialoge inhaltlich strukturiert und als Film „gemacht“. „Man braucht nur zwei Dinge um einen Film zu machen: ein geradezu kindliches Omnipotenzgefühl und eine fixe Idee“, sagt Alexander Kluge, mit dem ich 2002 in einer Der gefrorene Blitz betitelten Sendung seiner dcpt.tv-Gesprächsreihe[2] die abtastende Multiperspektive von Prüfstand 7 / Test Stand 7 diskutiert habe. „In Test Stand 7 a relay of direct hits on the repressed past alternates with blind alleys of allegorization. We move closer to mourning’s admission of a collective or global work. Otherwise mourning would be the prerogative of individuals or couples and group commemoration would be solely a form of denial.“

Wann ist „group commemoration“ kein „denial“? Die mit Film mögliche Alternative ist eine spezielle Multiperspektive von Bilddialekten, in denen sich Fakten, Fiktionen, Diskurse und ideologische Narrative filmisch bündeln und deren künstlerische Modifikation ist nur als ERZÄHLUNG möglich. Jedenfalls dann, wenn das Ziel ist, das „denial“ (die gemeinsame Verleugnung) von Fakten, Verlusten, Verbrechen, Geschichte zu durchbrechen. Nur eine Erzählung kann als innere Bewegung zu einer Trauerarbeit führen, meine ich, zu der laut Rickels die „Gruppe“ grundsätzlich nicht in der Lage ist. Wobei in seiner amerikanischen Rückübersetzung von „Freud’s second system" mit „group“ immer auch das deutsche Wort „Masse“ mitschwingt. Eine Erinnerung an die Erzähltheorie des russischen Literaturwissenschaftlers und Semiotikers Jurij M. Lotman und seine Unterscheidung zwischen klassifikatorischen Strukturen und solchen, die diese überwinden, ist hilfreich. Dazu braucht es mindestens eine Figur, die beweglich ist. Sie sichtet die Grenze der räumlich modellierten klassifikatorischen Struktur und durchbricht sie. Dieses „Ereignis“ ist der Beginn jeder Erzählung, dass es doch anders ist oder sein kann. Nach Lotman entsteht ein Sujet erst, wenn mindestens zwei semantische Räume ihr Existenzrecht haben. Innerhalb einer klassifikatorischen Struktur ist demgegenüber für die dort lebenden unbeweglichen Figuren alles sortiert, penibel benannt, unbeweglich und zweifelsfrei klar – im bekannten historischen Fall gleichgeschaltet.[3] Gerade die kollektiven ästhetischen Prozesse, auch weil sie unverzichtbar sind, sind nicht per se positiv, sondern müssen mit einem ebenfalls kollektiven Unterscheidungsvermögen kritisch aktualisiert werden, das solche Prozesse in Teams, Crews, Kollektiven, Safe Spaces, Communities, Bevölkerungen, Meuten und „algorithmisch eingehegten“ Herden (die sich selbstklassifizieren für die Überwachungskapitalisten oder die Community) von mindestens drei Seiten beleuchten kann.

Leider kann die Gruppenenergie ihr eigenes Omnipotenzgefühl einfach affirmieren, vereinheitlichen und alles verleugnen, was der erlebten Einheit der Gruppe und ihrer Fantasy-Welt widerspricht, damit – beispielsweise – eine angebliche, eigene moralische Überlegenheit begeistert erlebt werden kann. Wenn Kollektive aber nicht mental als Gruppe oder Masse zusammenwirken, können sie sich mehrstimmig ermächtigen, eine Erzählung jenseits von privatem Narzissmus lebendig zu machen. Diese „collective narration“ kann derart heterogene und unvorhersehbare Elemente hervorbringen, dass zurecht die Frage entsteht, wie daraus überhaupt eine Erzählung entstehen soll? Eine, die sogar „Verknüpfungslust“ erzeugt, was mich freuen würde. Oder welche Instanz mit welchem Autorennamen beides – Erzählung und Verknüpfungslust – überhaupt bei einer „collective narration“ hervorbringen soll? Eine Frage, die direkt zu den selten überschrittenen Grenzen führen kann, an denen das „Textdenken endet und das Filmdenken beginnt“ (Georg Seeßlen). Aus allen binären und ternären Operationen oder künstlerischen Entscheidungen, die ein Filmdenken ermöglicht haben, setzt sich – erst im Nachhinein erkennbar – das „Autorbewußtsein“ (Lotman) einer künstlerischen Werkstruktur zusammen. Es ist eine komplexe Instanz oder fiktive Subjektivierung, die mit jedem Werk neu entsteht und nicht zu verwechseln ist mit einer Einzelperson. Produktive Kollektive können besonders interessante Formen von „Autor*innenbewußtsein“ im Film anbieten. Für die wirkliche Begegnung muss man seltene Filme auf der Leinwand sehen. Idealerweise dreimal. Aber selbst der Hamburger Staatsanwalt und Extremschauspieler Dietrich Kuhlbrodt, dekonstruierter Hauptdarsteller des 2017 entstandenen HFBK-Kollektivfilms Dazu den Satan zwingen,[4] blieb höflich erkrankt der eigenen Premiere in der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz fern. So hat die abwesende Einzelperson bis zuletzt einer Dekonstruktion der Hauptfigur einen filmischen Raum mitgegeben, in dem „Dietrich“ wahlweise als Mundstück der Gruppe, Avatar, Anführer, Hauptfigur, Geschichtenerzähler, Projektionsfläche und filmpolitischer Aktivist auftreten konnte. Diese Heterogenität verbindet sich mit ähnlichen verschiedenen Artikulationen eines filmenden und spielenden Kollektivs aus über 80 Leuten inklusive des Chors der HFBK Hamburg zu einem „Autor*innenbewußtsein“. Dieses blieb durch die Herstellungsleitung von Elena Friedrich und die finalisierende Montage von Paul Thalacker am Leben. Bei dem anschließenden Gespräch mit dem stark kritisierten NDR war zeitweise strittig, wer der Satan ist und wer den Satan zwingen soll. „Dietrich“ hingegen hatte den Film immer noch nicht gesehen und eventuell vorgeschobene Probleme mit der DVD. Er befürchtete als Ergebnis der kollektiven Anstrengung von HFBK-Studierenden und Filmpersönlichkeiten aus der ganzen Republik vermutlich eine Art Setzkasten, in dem alle jeweils einen eigenen Beitrag ablegen oder eine Haltung und ihre Person bewerben. Eine klassifikatorische Struktur ohne Überraschungspotential. Aber „Dietrich“ hatte seine Freunde, die berühmten „Gregors“ (Erika und Ulrich Gregor, A. d. R.), Gründer und langjährige Leiter des Internationalen Forums des Jungen Films der Berlinale, zur Berliner Premiere geschickt und so erhielt meine damalige Tutorin Sarah Drath im Februar 2021 schließlich eine Email von „Dietrich“:

„Tja, Sarah, zuerst die weniger gute Nachricht: die DVD hab ich irgendwie nicht (bekommen). Jedenfalls habe ich sie nicht gesehen. Aber jetzt die wirklich gute Nachricht: Nach einigem Geklicke habe ich endlich den Film gesehen und bin total beeindruckt. Der sog. Kompilationsfilm ist ja perfekt durchstrukturiert! Jetzt verstehe ich auch, dass meine Urfreunde, die Gregors (inkl. der strengen Erika) vom Film so angetan sind. Ich gratuliere Robert und denen, die am Film gearbeitet haben, für die überzeugende Arbeit ! Herzlich, Dietrich“

Herzlichen Dank zurück, Dietrich! Auch für deine kostenlose Mitwirkung ohne Vorbedingungen.

Tatsächlich hat der HFBK-Kollektivfilm eine Erzählung angeschoben, die nicht vorhersehbar war. Eine NDR-Redakteurin nahm dankenswerterweise ein Jahr später die Einladung an, überschritt erstmals seit gefühlten Dekaden die Grenze zum Filmbereich der HFBK auf dem Mediencampus Finkenau, und besuchte dort endlich einmal nicht nur die Hamburg Media School, um das Nordlichter-Nachwuchsfilmprogramm den Studierenden vorzustellen. Mit einem Budget von einer Million Euro produziert der NDR gemeinsam mit der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und der Nordmedia Filmförderung Niedersachsen abendfüllende Debut-Spielfilme oder inzwischen auch Debut-Serien. Jahrelang war allerdings ein vorgegebenes „Thema“ und jene retrorealistische Erzähldramaturgie strikt verpflichtend, die seltsamerweise das gesamte deutsche Filmwesen in eine Tatort-Realität einhegt. Mit dem Auszug aus dem „retrorealistischen Canyon“ der sich als „dramaturgische Ameisenspur tief in das Feld der Möglichkeiten eingegraben hat“, beginnt der Kollektivfilm. Dann kam im Dezember 2022 von MOIN diese Email: „Gemeinsam mit dem NDR und nordmedia suchen wir vielfältig erzählte Geschichten mit originellen Handschriften, die den Raum Kino in all seinen Facetten ausloten.“

Man darf von einem kleinen Wunder sprechen, denn der „Raum des Unvorhersagbaren“ (Lotman),[5] den nur Kunst öffnen kann, hat sich tatsächlich ereignet.

Die HFBK-Master-Absolvent*innen Sarah Drath und Marie Vogt mit ihrem Spielfilmprojekt Das Gras ist rot und Marian Freistühler und Oliver Bassemir mit ihrer Serie BRÜT (AT) konnten erfolgreich in das Nordlichter-Programm einsteigen. Die Dreharbeiten der Serie in Wilhelmsburg und Niedersachsen beginnen im Herbst 2023 (Produktion Tamtam Film).

So weit, so gut. Wenn auch lokal und nur im Nachwuchssektor. „Global“, um einen Blick auf den Anfang und die Chancen einer Raumerweiterung für „collective mourning“ zu werfen, steht die böse Rakete „Iskander“ der absolut guten deutschen Rakete „Isis“ gegenüber. Getrennt von „einer Schallmauer des Bösen“.[6] Beide Raketen bespielen eine einzige Bühne der Faszination,[7] den medial (und vor allem durch Bewegtbilder) verstärkten Ort, an dem das Kollektivsymbol Rakete jene Ambivalenz performt, die andere in ihrem Denken und Handeln unterdrücken. Solange entscheidende Gruppen um ein „denial“ herum organisiert sind, weil ihr Gruppenleben Nichts wirklich kollektiv und künstlerisch mehrdimensional erzählen kann, gilt: „Die Rakete bringt alles auf den Punkt, was wir nicht mehr (unter einem Hut) zusammenbringen“.[8] Und das ist zuletzt nicht nur der Punkt hinter dem letzten Satz, sondern ein Einschlagspunkt.


Robert Bramkamp ist Professor für Experimentalfilm an der HFBK Hamburg. Zu seinen letzten Filmprojekten zählen: Die Ausstattung der Welt (mit Susanne Weirich, DE, 99 min. 2023), Dazu den Satan zwingen (Kollektivfilm mit Studierenden der HFBK Hamburg, DE, 100 min, 2017), Art Girls (DE, 120 min, 2013) oder Prüfstand 7 (DE, 114 min, 2001)


[1]
Laurence A. Rickels, Germany: A Science Fiction, Anti-Oedipus Press, 2015, S. 98. Interview von Robert Bramkamp mit Laurence A. Rickels im Rahmen des Projekts „Innovatives Filme Machen“

[2] https://vimeo.com/188661616

[3] Vgl. Juri M. Lotman, „Das Problem des Sujets“, in: ders., Die Struktur des künstlerischen Textes, Suhrkamp Verlag, 1973, S. 347-358

[4] https://stream.sooner.de/de/id/1972094000017552097

[5] Lotman, Juri: Kultur und Explosion. Suhrkamp 2010 S. 114

[6] Franz Josef Wagner, „Betrifft: Zeitenwende, in: Bild, 28.2.2023

[7] „Erst 1991 trat gegen die böse Irak-Rakete im Golfkrieg die erste rein gute Rakete an. Die Raketen-Abwehrrakete ‚Patriot‘. Die Abwehr mißlang, aber in Amerika versiegten alle Proteste gegen den Krieg unter einem Schleier der Faszination“ (Prüfstand 7, 48:45).

[8] Robert Bramkamp, „Für ein realkomplexes Raketenmuseum“, in: kritische berichte, Heft 3, Jahrgang 37, 2009, S. 44-52

Begutachtung der eingereichten Mappen durch die Aufnahmekommission

How to apply: Studium an der HFBK Hamburg

Vom 1. Februar bis 5. März 2024, 16 Uhr läuft die Bewerbungsfrist für ein Studium an der HFBK Hamburg. Alle wichtigen Infos dazu gibt es hier.

Sieben Personen stehen vor einer bunten Wand aus unterschiedlich farbigen Stoffstreifen.

Besucher*innen der Jahresausstellung 2024; Foto: Lukes Engelhardt

Jahresausstellung 2024 an der HFBK Hamburg

Vom 9. - 11. Februar 2024 (jeweils 14 - 20 Uhr) präsentieren die Studierenden der HFBK Hamburg ihre künstlerischen Produktionen des letzten Jahres. Im ICAT ist neben der von Nadine Droste kuratierten Gruppenausstellung »Think & Feel! Speak & Act!« mit Arbeiten von Master-Studierenden auch die Präsentation der Austauschstudierenden des Goldsmiths, University of London, zu sehen.

In der linken Bildhälfte wird ein Übermensch großes Objekt gezeigt. Ein aus Metall bestehender Kubus mit unterschiedlichen Objekten darin. Dahinter kann man vier Leinwände, die ein hochkantiges Format aufweisen, erahnen. An der rechten Wand steht eine Tischvitrine und an der Wand sind zwei großformatige Blätter angebracht.

Ausstellungsansicht des Hiscox Kunstpreises 2023; Foto: Tim Albrecht

(Ex)Changes of / in Art

Zum Jahresende ist an der HFBK Hamburg viel los: Ausstellungen im ICAT, die Open Studios der ASA-Studierenden in der Karolinenstraße, Performances in der Extended Library und Vorträge in der Aula Wartenau.

Extended Libraries

Wissen ist heute von überall und zeitunabhängig abrufbar. Welche Rolle(n) können dann noch Bibliotheken übernehmen? Wie können sie nicht nur als Wissensarchiv dienen, sondern die künstlerische Wissensproduktion unterstützen? Beispielhaft stellen wir Bibliotheksprojekte von Studierenden und Alumni sowie unseren neuen Wissensraum vor: die Extended Library.

Semestereröffnung 2023/24

Wir begrüßen die zahlreichen neuen Studierenden zum akademischen Jahr 2023/24 an der HFBK Hamburg. Ein herzliches Willkommen gilt auch den neuen Professor*innen, die wir Ihnen hier vorstellen möchten.

Auf einer Wand wurden Buchseiten mit Malereien und Zeichnungen in unterschiedlichen Formaten angebracht. Außerdem sind zwei Buchumschläge des Buches "Die Völker der Erde" zusehen.

Detailansicht Rajkamal Kahlon, People of the Earth (Die Völker der Erde), 2017 - 2021

And Still I Rise

Seit über 20 Jahren gilt das Interesse der US-amerikanischen Künstlerin Rajkamal Kahlon den Zusammenhängen von Ästhetik und Macht, die über historische und geografische Grenzen hinweg vornehmlich durch Gewalt organisiert sind. Mit dieser Einzelausstellung stellt die HFBK Hamburg das vielseitige Werk der Professorin für Malerei und Zeichnen erstmals dem Hamburger Kunstpublikum vor.

Eine Person steht an einem Mischpult auf der Bühne der Aula. Hinter ihr laufen bunte nonfigurative Bilder auf einer großen Leinwand. Im Vordergrund der Szene liegen die Besuchenden auf dem Boden, gebettet auf Kissen. Ein helles Licht strahlt aus der linken oberen Ecke in die Kamera.

Festival "Klassentreffen" von Prof. Michaela Melián, Konzert von Nika Son; Foto: Lukes Engelhardt

No Tracking. No Paywall.

Just Premium Content! Der (fehlende) Sommer bietet die ideale Gelegenheit, um Versäumtes nachzuholen. In der Mediathek der HFBK Hamburg lassen uns Lehrende, Studierende und Alumni an Wissen und Diskussionen teilhaben – an emotionalen Momenten und kontroversen Diskursen. Durch Podcasts und Videos bringen sie sich in aktuelle Debatten ein und behandeln wichtige Themen, die gerade im Fokus stehen.

Let's talk about language

An der HFBK Hamburg studieren aktuell ca. 350 internationale Studierende, die 55 unterschiedliche Sprachen sprechen – zumindest sind das die offiziellen Amtssprachen ihrer Herkunftsländer. Ein Viertel der Lehrenden hat einen internationalen Hintergrund. Tendenz steigend. Aber wie gehen wir im Alltag mit der Vielsprachigkeit der Hochschulmitglieder produktiv um? Welche Wege der Verständigung lassen sich finden? Die aktuelle Lerchenfeld-Ausgabe beschäftigt sich mit kreativen Lösungen im Umgang mit Mehrsprachigkeit und lässt zahlreiche ehemalige internationale Studierende zu Wort kommen.

In der Eingangshalle der HFBK steht eine Holzbude mit dem hinterleuchteten Schriftzug "Würstelinsel". Davor stehen ein paar Leute.

Hanna Naske, Würstelinsel, 2023, Installation in der Eingangshalle der HFBK Hamburg; Foto: Miriam Schmidt / HFBK

Graduate Show 2023: Unfinished Business

Vom 13. bis 16. Juli 2023 präsentieren 165 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2022/23 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg.

Zwischen blauen Frühlingsblumen hindurch ist der Haupteingang der HFBK Hamburg mit seinem Portal zu erkennen.

Der Eingang der HFBK Hamburg im Frühling; Foto: Ronja Lotz

Alles für alle

Im Mai und Juni bietet die HFBK Hamburg ein abwechslungsreiches Programm mit Ausstellungen, Vorträgen, Künstler*innengesprächen und Performances. Viele gute Gründe, die Frühjahrsmüdigkeit abzuschütteln und sich in das Programm zu stürzen...

Ein verkleideter Mann mit Sonnenbrille hält ein Schild in Sternform in die Kamera. Darauf steht "Suckle". Das Bild ist in Schwarz-Weiß aufgenommen.

Foto: Honey-Suckle Company

Let`s work together

Kollektive haben Konjunktur im Kunstbetrieb. Und das schon seit mehreren Jahrzehnten. Zum Start des Sommersemesters 2023 widmet sich die aktuelle Ausgabe des Lerchenfeld-Magazins dem Thema der kollektiven Praxis, stellt ausgewählte Kollektive vor und geht aber auch den Gefahren und Problemen kollektiven Arbeitens nach.

Jahresausstellung 2023, Arbeit von Toni Mosebach / Nora Strömer; Foto: Lukes Engelhardt

Jahresausstellung 2023 an der HFBK Hamburg

Vom 10.-12. Februar präsentieren Studierende aus allen Schwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im AtelierHaus. Im dort ansässigen ICAT kuratiert Tobias Peper, Künstlerischer Leiter des Kunstvereins Harburger Bahnhof, eine Ausstellung mit HFBK-Masterstudierenden. Zudem stellen dort 10 Austauschstudierende des Goldsmiths, University of London ihre Arbeiten aus.

Symposium: Kontroverse documenta fifteen

Mit dem Symposium zur documenta fifteen am 1. und 2. Februar 2023 möchte die HFBK Hamburg Hintergründe und Zusammenhänge analysieren, unterschiedliche Standpunkte ins Gespräch bringen und eine Debatte ermöglichen, die explizit den Antisemitismus im Kunstfeld thematisiert. Die Veranstaltung bietet Raum für divergente Positionen und will Perspektiven für die Gegenwart und Zukunft des Ausstellungmachens eröffnen.

ASA Open Studios im Wintersemester 2021/22; Foto: Marie-Theres Böhmker

ASA Open Studios im Wintersemester 2021/22; Foto: Marie-Theres Böhmker

Das Beste kommt zum Schluss

Zum Jahresende finden nochmals zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen mit HFBK-Kontext statt. Einige davon tragen wir hier zusammen. Auch einen kurzen Ausblick auf zwei Vorträge im Rahmen des Professionalisierungsprogramms im Januar finden sich in darunter.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival und Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

Als abschließender Teil des künstlerischen Forschungsprojekts laden das Festival und Symposium vom 24.-27. November 2022 zu Vorführungen, Performances, Vorträgen und Diskussionen ein, die das Potenzial der bewegten Bilder und des (menschlichen und nicht-menschlichen) Körpers erforschen, unseren gewohnten Kurs umzukehren und die herrschende Ordnung der Dinge zu verändern.

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Herzlich willkommen - und los geht's!

Wir freuen uns, zum Wintersemester 2022/23 viele neue Gesichter an der HFBK Hamburg begrüßen zu können. Einige Informationen und Hintergründe zu unseren neuen Professor*innen und Gastprofessor*innen stellen wir hier zusammen.

Einzelausstellung von Konstantin Grcic

Vom 29. September bis 23. Oktober 2022 zeigt Konstantin Grcic (Professor für Industriedesign) im ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg eine raumgreifende Installation aus von ihm gestalteten Objekten und bereits existierenden, neu zusammengestellten Gegenständen. Parallel wird der von ihm konzipierte Raum für Workshops, Seminare und Büro-Arbeitsplätze im AtelierHaus in Betrieb genommen.

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Kunst und Krieg

„Jeder Künstler ist ein Mensch“. Diese so zutreffende wie existenzialistische Feststellung von Martin Kippenberger (in ironischer Umformulierung des bekannten Beuys Zitats) bringt es in vielerlei Hinsicht auf den Punkt. Zum einen erinnert sie uns daran, nicht wegzusehen, (künstlerisch) aktiv zu handeln und unsere Stimmen zu erheben. Gleichzeitig ist sie eine Ermahnung, denen zu helfen, die in Not sind. Und das sind im Moment sehr viele Menschen, unter ihnen zahlreiche Künstler*innen. Deshalb ist es für Kunstinstitutionen wichtig, nicht nur über Kunst, sondern auch über Politik zu diskutieren.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

Vom 8. bis 10. Juli 2022 präsentieren mehr als 160 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2021/22 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg. Parallel ist in der Galerie der HFBK im Atelierhaus die Ausstellung der sudanesischen Gastlektorin Amna Elhassan zu sehen.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Der Juni lockt mit Kunst und Theorie

So viel Programm war schon lange nicht mehr: Ein dreitägiger Kongress zur Visualität des Internets bringt internationale Webdesigner*innen zusammen; das Forscher*innenkollektiv freethought diskutiert über die Rolle von Infrastrukturen und das Symposium zum Abschied der Professorin Michaela Ott greift zentrale Fragen ihrer Forschungstätigkeit auf.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Der 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. initiierte Finkenwerder Kunstpreis hat eine Neuausrichtung erfahren: Als neuer Partner erweitert die HFBK Hamburg den Preis um den Aspekt der künstlerischen Nachwuchsförderung und richtet ab 2022 die Ausstellung der Prämierten in der HFBK Galerie aus. Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld, im Hintergrund der Bau von Fritz Schumacher; Foto: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

Nach mehr als 40 Jahren intensiven Bemühens wird für die HFBK Hamburg ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Mit dem neu eröffneten Ateliergebäude erhalten die Studienschwerpunkte Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien endlich die dringend benötigten Atelierräume für Master-Studierende. Es braucht einfach Raum für eigene Ideen, zum Denken, für Kunstproduktion, Ausstellungen und als Depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg

Nach der digitalen Ausgabe im letzten Jahr, findet die Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg wieder mit Publikum statt. Vom 11.-13. Februar präsentieren die Studierenden aus allen Studienschwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im neu eröffneten Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Foto: Klaus Frahm

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?