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Die Realität mit Fragen löchern - ein Interview mit Anja Steidinger

Anja Steidinger hat im Oktober 2020 die neu geschaffene Professur für Grundschulpädagogik an der HFBK Hamburg angetreten. Lerchenfeld sprach mit ihr über die Lehre als künstlerische Praxis.

Lerchenfeld: Du hast deiner Klasse den differenzierten, aber auch griffigen Titel Klasse_Grund_Schule gegeben. Welche Ideen sind damit verknüpft?

Anja Steidinger: In der Bezeichnung Klasse_Grund_Schule stecken drei wichtige Aspekte für einen Handlungsraum in der Kunstpädagogik. Der Begriff Klasse verweist zum einen auf die Schul- oder die Atelierklasse in einer Schule/Hochschule, aber auch auf die sozialen Klassen in einer Gesellschaft. Daraus ergeben sich Fragen: Wie ist eine Klasse organisiert? Welches Wissen wurde uns bisher ermöglicht oder verunmöglicht? Was gilt als Wissen in einer Klasse und was nicht und was ist der Grund dafür? Damit wären wir bei dem Begriff Grund, ein mehrdeutiges Konstrukt, er kann ein Fundament sein, das uns alle auf eine Ebene bringt, er kann uns aber auch unter den Füßen weggezogen werden, uns aufteilen und zersprengen. Die Grundschule stellt den Anfang im institutionellen Bildungssystem dar, auf dem dann weiter aufgebaut wird. Hier können wir uns beispielsweise fragen, welche Verhaltensweisen bereits durch Regeln grundlegend festgelegt werden und welche Rolle das Bild, der Raum und das Mobiliar in der Konstruktion von Verhältnissen und auch Machtstrukturen spielen. Das Konzept Schule können wir über eine Hochschule hinaus befragen: Welche anderen Orte der Wissensproduktion kennen wir?

LF: Was könnten das für Orte sein?

AS: Ich denke, dass Wissen ausgehend von bestimmten Positionen produziert wird. Diese Positionen gilt es mitzudenken, dann entdeckt man in einigen Fällen, dass Universalität doch auch begrenzend und ausschließend sein kann. Für mich persönlich war zum Beispiel die selbstorganisierte Künstler*innengruppe mit Veranstaltungsraum und auch das Mutter-Werden eine Schule. Bei beiden Beispielen wird sehr konkretes, situationsspezifisches Wissen produziert, das aber kulturell und gesellschaftlich von Bedeutung ist.

LF: Ein Satz von dir, den ich mir gemerkt habe, lautet: „Jede Situation kann künstlerisch bearbeitet werden.“ Was bedeutet das konkret?

AS: Bezogen auf die Kunstpädagogik bedeutet es, die Lehre als künstlerische Praxis zu verstehen, sich darüber Gedanken zu machen, wie wir gemeinsam zusammen lernen wollen. Das Wie ist auch die Frage nach der Form. Welche Form hat unser Inhalt? Wie kommen wir in einem Raum zusammen? Wie soll das alles aussehen? In unserem ersten Klassentreffen haben wir auf runden Sitzkissen im Kreis gesessen. Das Setting war mein Vorschlag des Zusammenkommens. Die Idee geht darauf zurück, dass man sich in Spanien bei politischen Versammlungen und Besprechungen auf öffentlichen Plätzen fast immer auf den Boden setzte, sich also erdet und auf die gleiche Ebene begab. Mir gefiel das sehr und ich fand es eine gute Ausgangssituation, um in unserer Gruppe über die Form des Zusammenkommens zu sprechen. Darüber hinaus können die greenscreenfarbenen Sitzkissen, wenn man dann tatsächlich in der digitalen Postproduktion die grüne Farbe selektiert und mit Schwarz ersetzt, zu Löchern im Boden werden, was wiederum den Anlass gibt, von dem katalanischen Philosophen Santiago Lopez Petit zu erzählen, der darüber schreibt, die Realität zu löchern[1]. In unserem Fall die Realität mit Fragen zu löchern. So geben die Sitzkissen über ihren konkreten Nutzen hinaus Anlass, von ihnen ausgehend über anderes zu sprechen. Eine Schule bedeutet ja erst einmal auch ein Regelwerk, mit Stühlen, Tischen und Mauern, und allem was dazugehört. Wenn wir aber dieses Regelwerk als Konstrukt verstehen und befragen, können wir es auch verändern - vorausgesetzt natürlich, uns gefällt etwas nicht.

LF: Was animiert uns, was bewegt uns dazu, Kunst zu machen? Das scheint eine zentrale Frage in deiner Praxis zu sein, eines deiner Seminare führt diese Frage im Titel. Kannst du dazu mehr sagen?

AS: In dem praxisorientierten Seminar „Was animiert uns?“ arbeiten wir mit der doppelten Funktion der Animation. Uns beschäftigt die Frage, was uns in Bewegung setzt und wie wir die Untersuchung der Frage ins Bewegtbild setzen können. Stand der Dinge ist momentan, das wir die Räume der Hochschule in dem Wartenau-Gebäude genauer erforschen. Von 1909 bis 1939 war hier die private Elise-Averdieck-Mädchenschule untergebracht. Was fand hier in den Jahren statt? Welche Funktion hatte das Gebäude nach der Verstaatlichung von 1939? Die Erforschung der Räume und dafür dann eine künstlerische Form zu entwickeln, ist wesentliches Antriebsmotiv unserer Gruppe geworden.

LF: Du hast von 1994 bis 2002 erst Kunstpädagogik und dann Freie Kunst an dieser Hochschule studiert. Was für Strukturen gab es und wie hast du sie empfunden?

AS: Die Mehrheit der Professor*innen damals an der HFBK hatten ungefähr das Alter meiner Eltern und einige gehörten auch zu der sogenannten 68er-Generation. Ihnen ging es um große kollektive und gesellschaftsverändernde Ideen, aber die Praxis sah dann meist doch sehr ernüchternd aus: hierarchisch und patriarchal strukturiert und sich immer wieder reproduzierend – obwohl doch auf allen Ebenen ein „Befreiungskampf“ stattgefunden hatte, nicht nur von der Nazi-Eltern-Generation sondern auch von disziplinierenden Machtgefügen. Als Folge der sogenannten 68er entstanden Bildungsreformen, man sprach von sexueller und kultureller Revolution, der Critical Pedagogy etc. Oft empfand ich aber, dass sich das nicht in der Klassenstruktur der Ateliers wiederspiegelte und so orientierte ich mich auch tendenziell an selbstorganisierten studentischen Projekten. Wir gründeten damals „Halb Offen“ als interdisziplinäre studentische Gruppe, die mit verschiedenen Initiativen und Interventionen in der Hochschule aktiv war. Zum Ende meines Studiums fand ein Generationswechsel statt, den ich sehr begrüßte, aber nur noch am Rande miterlebte.

LF: Nun bist du in der Position der Lehrenden zurückgekehrt. Was bedeutet das für die Generationenfrage?

AS: Ich sehe mich weniger in der Rolle einer Person, die immer das gleiche Wissen reproduziert, sondern auch in der Rolle einer Lernenden, in Dynamiken und Situationen mit anderen, in der wir jedes Mal anderes Wissen generieren und Strukturen, Verhältnisse befragen. Vielleicht entspricht das ein wenig dem, was die katalanische Philosophin Marina Garcés mit „Kritik verkörpern“ meint – gemeinsam Terrains zu betreten, in denen der Pfad, der Grund nicht für ewig gefestigt ist, sondern immer wieder auch einer Aktualisierung bedarf und unsere Körper erschüttert. In Bezug auf Generationsverhältnisse und -wechsel stellt sich immer auch die Frage nach der Repräsentation: Wen repräsentieren wir jetzt eigentlich? Wie schaffen wir Öffnungen für die, die nicht repräsentiert sind?

LF: Zusammen mit deiner Kollegin Nora Sternfeld (seit Oktober 2020 Professorin für Kunstpädagogik) hast du das Veranstaltungsformat Wartenau Versammlungen entwickelt. Die ersten Veranstaltungen haben coronabedingt bisher nur online stattgefunden. Was ist das Ziel der Reihe?

AS: In der öffentlichen Veranstaltungsreihe Wartenau Versammlungen bringen wir gemeinsam mit Studierenden unterschiedliche Stimmen von Akteur*innen zwischen Kunst und Bildung, Forschung, Aktivismus und Schule in Form von Gesprächen, Diskussionen und Treffen zusammen, um diesen schon mehrmals angedeuteten, neuen Handlungsraum der Teilhabe in der Kunstpädagogik in Hamburg zu bilden. Physischer Versammlungsort ist die Aula in der Wartenau 15. Im ersten Semester gehen wir von zwei Fragen aus: Wie können wir etwas lernen, das es noch nicht gibt und was animiert uns, darüber nachzudenken? Insgesamt wollen wir in den Wartenau Versammlungen Antworten und weiterführende Fragen, die als Wünsche, Tools und Ideen formuliert werden können, sammeln um in einer Welt, die zunehmend isoliert ist, dennoch zusammen handlungsfähig zu bleiben.


[1] Interview mit Santiago López Petit El pensamiento no sirve para luchar, sino que él mismo es lucha in https://nabarralde.eus/entrevista-a-santiago-lopez-petit/

Dieses Interview mit Prof. Dr. Anja Steidinger erschien in ungekürzter Fassung im Lerchenfeld-Magazin #56

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Der Juni lockt mit Kunst und Theorie

So viel Programm war schon lange nicht mehr: Ein dreitägiger Kongress zur Visualität des Internets bringt internationale Webdesigner*innen zusammen; das Forscher*innenkollektiv freethought diskutiert über die Rolle von Infrastrukturen und das Symposium zum Abschied der Professorin Michaela Ott greift zentrale Fragen ihrer Forschungstätigkeit auf.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Der 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. initiierte Finkenwerder Kunstpreis hat eine Neuausrichtung erfahren: Als neuer Partner erweitert die HFBK Hamburg den Preis um den Aspekt der künstlerischen Nachwuchsförderung und richtet ab 2022 die Ausstellung der Prämierten in der HFBK Galerie aus. Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld, im Hintergrund der Bau von Fritz Schumacher; Foto: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

Nach mehr als 40 Jahren intensiven Bemühens wird für die HFBK Hamburg ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Mit dem neu eröffneten Ateliergebäude erhalten die Studienschwerpunkte Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien endlich die dringend benötigten Atelierräume für Master-Studierende. Es braucht einfach Raum für eigene Ideen, zum Denken, für Kunstproduktion, Ausstellungen und als Depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg

Nach der digitalen Ausgabe im letzten Jahr, findet die Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg wieder mit Publikum statt. Vom 11.-13. Februar präsentieren die Studierenden aus allen Studienschwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im neu eröffneten Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Foto: Klaus Frahm

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?