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Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben

Wie sähe ein Leben aus, das – im ökologischen, aber auch im virologischen Sinne – möglichst folgenlos bleibt? Könnte Folgenlosigkeit ein neues regulatives Ideal werden, wie Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit, unerreichbar, aber dennoch erstrebenswert? Welche Auswirkungen hätte ein solches Streben auf die materielle und immaterielle Gestaltung unseres Alltags, auf die Wirtschafts- und Sozialordnung, auf unseren Glauben und die Art, wie wir miteinander umgehen? Und welche Vorbilder lassen sich für ein solches Leben in Gegenwart und Geschichte finden?

Diese Fragen stellt die Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben, ein künstlerisch-diskursives Projekt von Friedrich von Borries. Im Rahmen der Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) werden Artefakte aus dem Depot, Interventionen in die bestehende Sammlung und ein eigens für die Ausstellung eingerichteter „Selbstlernraum“ so verknüpft, das eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Die Schule der Folgenlosigkeit begibt sich dabei in einen offenen Assoziationsraum, der sich aus Praxen, Denkmodellen und Sinnkonstruktionen aus verschiedenen Zeiten, Räumen und Kulturen konstituiert. Das Bild der Folgenlosigkeit bedient sich – mal bewußt, mal unbewußt, mal beabsichtigt, mal aus Versehen – unterschiedlicher Inspirationsquellen, die von religiösen (z.B. der christlichen Asketen oder dem buddhistischem Nirwana) bis hin zu philosophischen (z.B. den antiken Stoikern, aber auch Zeitgenossen wie Henning Ottmann ) Kontexten reichen und natürlich auch die Kunst berühren (z.B. bei Bazon Brock).


Im Rahmen der Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben wurden auch drei Stipendien für Nichtstun ausgeschrieben, die jeweils mit 1.600 Euro dotiert sind. Die Preisträger*innen werden zu Beginn der Ausstellung verkündet. Die Stipendien werden dokumentiert und im Rahmen der Ausstellung präsentiert.

Jury für das Stipendium für Nichtstun:

  • Armen Avanessian (HFBK Hamburg)
  • Tulga Beyerle (Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg MK&G)
  • Friedrich von Borries (HFBK Hamburg)
  • Eva-Dorothee Leinemann (Leinemann-Kunststiftung Nicolassee)


Eine von den Berliner Künstler*innen refrakt (Alexander Govoni und Carla Streckwall) entwickelte App erprobt neue Wege von Lehre und Vermittlung. Sie führt spielerisch durch die Ausstellung und hält vertiefende Inhalte wie Expert*inneninterviews bereit. Außerdem fordert sie dazu auf, selbst künstlerisch in den sozialen und urbanen Raum zu intervenieren und die Ergebnisse mit dem Hashtag #folgenlos in den sozialen Medien zu teilen.

Das Projekt wird gefördert durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke Hamburg (BWFGB), die Hamburg Open Online University (HOOU), die Friede Springer Stiftung, die Kursbuch Kulturstiftung und die Hamburg Innovation GmbH. Die Stipendien für Nichtstun werden von der Leinemann Kunststiftung Nikolassee gefördert. Weitere Partnerinnen sind die Katholische Akademie Hamburg sowie die Evangelische Akademie der Nordkirche.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung fand die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigten ihre künstlerischen Abschlussarbeiten.

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?