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Black Box II

Das koloniale Hamburg und post_koloniale Bilder
Symposium des Studienschwerpunkts Theorie und Geschichte der HFBK Hamburg
18. – 20. Juni 2014

Die Tagung nimmt das Weiterleben der kolonialen Vergangenheit Hamburgs ebenso wie bestimmte post_koloniale Bildpraktiken der Gegenwart in den Blick. Mit dem Fokus auf »Afrika« wollen wir erörtern, inwiefern gewisse Institutionen der Stadt und deren symbolische Repräsentationen nach wie vor auf die Kolonialgeschichte bezogen sind. Aspekte dieser Kolonialgeschichte und ihrer kritischen zeitgenössischen Bearbeitung werden in wissenschaftlichen und künstlerischen Strategien untersucht.

So geht Hamburgs Universität auf das erst 1908 gegründete »Kolonialinstitut« zurück; es begründete den hanseatischen »Kolonialismus als Wissenschaft und Technik« (Jens Ruppenthal). Hamburgs Museen müssen sich bis in die Gegenwart mit der Inszenierung der »Kolonialwaren« befassen (Lisa Kosok) bzw. diese unter sich aufteilen. Stillgestellte Völkerschauen wie jene der Firma Umlauff (Britta Lange) oder zirkulierende Bildpostkarten aus den Kolonien (Felix Axster) finden ein mediales Fortleben in bildlichen Stereotypen der Gegenwart.

Wie geht die Hochschule, wie geht die politisch-ästhetisch-aktivistische Kritik mit dieser weiterwirkenden Geschichte um (Susann Lewerenz)? Welche Deutungslinien und Ausstellungsstrategien bringen koloniale und postkoloniale Objekte auf unsere kulturellen Bühnen (Christian Kravagna, Susanne Leeb)? Wie antworten Künstler/innen (Ellen Gallagher, Peggy Buth) auf fortlebende rassistische Klischees? Welche postkolonialen Bilder präsentieren Filmemacher- und -theoretiker/innen der Gegenwart (Marie-Hélène Gutberlet, Enoka Ayemba, Arne Bunk, Gerd Roscher)? Wie werden derzeitige Grenzregime Europas in eigenen Medien in Szene gesetzt (Vassilis Tsianos, Brigitta Kuster)?


Mittwoch, 18. Juni 2014

Ort : Haus der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 4 – 6, Hamburg

19 Uhr
Begrüßung und Einführung, Michaela Ott (HFBK Hamburg) und Ulrike Bergermann (HBK Braunschweig)

NN :
Refugees welcome ? Zur aktuellen Lage der (Lampedusa-) Flüchtlinge in Hamburg

20 Uhr
Susann Lewerenz, Historikerin, Hamburg :
»Kolonialismus und antikolonialer Aktivismus in Hamburg«

Donnerstag, 19. Juni 2014

Ort : Hochschule für bildende Künste Hamburg, Lerchenfeld 2, Aula

11 Uhr
Britta Lange, Kunstwissenschaftlerin, Berlin :
»Scene aus Casatis Expedition (1891). Die stillen Lebensgruppen von Umlauffs Weltmuseum in Hamburg«

12 Uhr
»Aus Menschen Neger machen« (E. Launer / R. Hücking). Lesung zu Hamburgs Kolonialhandel von Studierenden der HFBK Hamburg

13 Uhr
Jens Ruppenthal, Historiker, Köln :
»Hamburgisches Kolonialinstitut im kolonialen Hamburg ?«

14 Uhr
Mittagspause

15 Uhr
Lisa Kosok, Direktorin des Hamburgmuseums :
»Zur Darstellung der Kolonialgeschichte im Museum für Hamburgische Geschichte«

16 Uhr
Brigitta Kuster, Vassilis Tsianos, Filmemacherin / Soziologe, Berlin / Hamburg :
»Das Auftauchen der verkörperten Identität der Migration in der neuen europäischen Grenzkontrolle«

17 Uhr
Ellen Gallagher, Künstlerin, New York / Rotterdam :
»Ports, Portals and Portrayals«

18 Uhr
Abendessen, HFBK Hamburg

20 Uhr
Ort: Warburg-Haus, Heilwigstraße 116, Hamburg
Christian Kravagna, Kunstwissenschaftler, Wien :
»Harlem-Hamburg : Antikolonialismus und transkulturelle Moderne zwischen den Weltkriegen«

Freitag, 20. Juni 2014

Ort: HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2, Raum 229 (Hörsaal)

11 Uhr
Felix Axster, Historiker, Berlin :
»Hamburg als Zentrum kolonialer Postkarten- und Bildproduktion«

12 Uhr
Susanne Leeb, Kunsthistorikerin, Basel :
»Die Aufgabe der Kunst : Ausstellungspolitiken in ethnologischen Museen«

13 Uhr
Peggy Buth, Künstlerin, Berlin :
»Koloniale Museumsarchive (Brüssel, Frankfurt)«

14 Uhr
Mittagspause

15 Uhr
Marie-Hélène Gutberlet, Filmwissenschaftlerin, Frankfurt / M. :
»Empfindung und Verdichtung : die Videos von Guy Wouete und ihre Haltungsstrategien in der Postkolonie«

16 Uhr
Enoka Ayemba, Filmkurator, Berlin :
»Zeitgenössischer Film aus Afrika«

17 Uhr
Arne Bunk, Filmemacher, Hamburg :
Preview : »Eure Orte. Skizzen zur deutschen Kolonialarchitektur in Namibia«, 15 min.

Gerd Roscher, Filmemacher, Hamburg :
»Kurze Schatten : Deutschland – Tansania«, D 2013, 58 min.

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Künstlerin: Iris Hamers "Two pink paintings facing each other"; Foto: Tim Albrecht

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung fand die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigten ihre künstlerischen Abschlussarbeiten.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

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Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?