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HFBK Hugs

Im Oktober 2015 eröffnete die HFBK Hamburg mit den »HFBK Hugs« einen Projektraum im Gebäude der Art School Alliance (ASA) in der Karolinenstraße 2a. Das Programm gestaltet ein studentisches Team.

»Wir wollen einen Raum für aktuelle, junge Kunst errichten, in dem interessante, anspruchsvolle Ausstellungen entstehen, ein Ort für Gespräche, Aktionen, Prozesse, für den Austausch von Ideen. »HFBK Hugs« als förderndes, gastgebendes und umarmendes Element soll eine neue Ausstellungs- und Begegnungsplattform der HFBK bedienen, die neben Projekträumen wie Folgendes und der Galerie der HFBK neue Möglichkeiten schafft. Wir laden zwei Künstlerpositionen, je die Arbeit eines/r HFBK-Studierenden und die eines Künstlers oder einer Künstlerin internationaler Hochschulen ein, sich im Rahmen einer Duo-Ausstellung zu begegnen, um in einem dialogischen Gegenüber miteinander zu agieren. Ob es nun durch einen vorangehenden Austausch zu einer Kooperations-Arbeit kommt, oder ob die Arbeiten der Ausstellenden unabhängig von einander entstehen oder bereits vorhanden, dann miteinander in Kontakt treten, sei jeder Künstlerzusammenstellung selber überlassen.

Ziel ist es also in erster Linie ein Netzwerk zu schaffen, von Kunsthochschule zu Kunsthochschule, gemeinsame Projekte entstehen, sich inspirieren zu lassen, Kontakte und Freundschaften zu knüpfen, Funken zu entfachen. »Je mehr Funken fliegen, desto besser. Funken entzünden wieder neue Funken.« sagt Hans Ulrich Obrist auf seine kuratorische Praxis bezogen und trifft damit den Kern auch unserer Motivation. Es sollen keine Themen gesetzt werden, sondern vielmehr, durch die, von uns eingeladenen Künstlern, eigene Dynamiken entstehen: ein Geflecht zweier Positionen die harmonieren wollen, oder aber auseinanderstrebend, ihren eigenen Raum beanspruchen.

Die Idee eines Duett-Formates entsprang der Vorstellung, die Intensität eines Dialoges zwischen zwei Künstlern, zwischen zwei Städten, vielleicht Kulturen, zwei künstlerischen Arbeiten herauszufordern und dafür ausreichend Raum und Freiheit zu bieten. Die Galerie »HFBK Hugs« befinden sich im selben Gebäude, wie das internationale Förder- und Austauschprogramm Art School Alliance – ASA und wir sind froh über diesen Kontakt und die räumliche Nachbarschaft, die sicherlich bereichernde Früchte tragen wird.

So lädt »HFBK Hugs«, in einem versuchsweise angedachten fünf-Wochen-Rhythmus, zu Ausstellungseröffnungen, Gesprächen, einem sich entwickelnden Programm, in die Karolienenstraße 2a. Hier soll ein neues aktives HFBK-Zentrum entstehen, ein Arbeits- und Ausstellungsort fern ab der Hochschule, im Stadtkern Hamburgs. Eine Art Schaufenster und vielleicht die Möglichkeit ein breites und neues Publikum zu erreichen.«

Paula Erstmann, Lisa Alice Klosterkötter und Jonathan Spörke
Ort: Karolinenstraße 2a, Hamburg

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Künstlerin: Iris Hamers "Two pink paintings facing each other"; Foto: Tim Albrecht

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung fand die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigten ihre künstlerischen Abschlussarbeiten.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?