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unmodern talking @ rhizome.hfbk.net: ten thousand lonely drums

ten thousand lonely drums

Carina Book verzichtet in ihrem Vortrag mit dem Titel „Der Kulturbegriff der Neuen Rechten“ auf hochtrabende einführende Worte und verschnörkelte Vorbemerkungen (wie wir sie so gut aus akademischen Kontexten kennen) und kommt gleich in den ersten paar Minuten zum Punkt. Der Kulturbegriff der Neuen Rechten lässt sich, so die Vortragende, etwa so charakterisieren: Kulturen sind klar voneinander abgrenzbar, in sich geschlossen und einheitlich. Es ist dabei ohne Zweifel feststellbar, welche Traditionen, Bräuche, Stilrichtungen usw. jeweils dazugehören und welche eben nicht. Dieser sogenannte Ethnopluralismus will alle Kulturen als an und für sich wertvoll und gleichwertig verstanden wissen – und versucht damit den miefigen Nachgeschmack des biologistischen Rassismus der Alten Rechten abzuschütteln.

Die Lobrede auf die diversen, edlen, unabhängigen Kulturen und die Betonung der „Vielfalt als Reichtum“ (was erstmal für viele vielleicht ungefährlich klingen mag) kommt aber natürlich nicht ohne ihre perfide Schlussfolgerung aus: Die Integrität, die Abgeschlossenheit und Unabhängigkeit der Kulturen muss geschützt werden – Kulturen werden von Durchmischung zerstört. Selbstredend geht schon die Vorstellung jener „Kulturen“ einer ganzen Reihe von Trugschlüssen (und quite frankly Hirngespinsten) auf den Leim:
1. Kulturen sind nicht klar voneinander abgrenzbar, in sich geschlossen und einheitlich.
2. Es ist nicht eindeutig feststellbar, welche Traditionen Bräuche, Stilrichtungen usw. jeweils „dazugehören“ und welche eben nicht. Und daraus folgt auch
3. Kultur wird nicht von Durchmischung zerstört – im Gegenteil, es sind gerade die Begegnungszonen, Zwischenräume und Interferenzen, die die Grundlage für jede Art kultureller Praxis bilden. Kulturen sind immer schon von Wechselverhältnissen geprägt, sie sind fluide, sie wuchern, sie grenzen sich ab und vereinnahmen, sind ambivalent und paradox. Das zeigen uns nicht zuletzt Phänomene wie der „Nordische Expressionismus“, der, von Vertreter*innen des Nationalsozialismus als die deutsche Kunst schlechthin markiert, schließlich in die Sphäre der sogenannten „Entarteten Kunst“ abrutschte. Von der Neuen Rechten würde genau diese Feststellung der Ambivalenzen und Paradoxien als Teil eines „totalitären Multi-Kulti-Regimes“ verworfen werden; der Neuen Rechten nach Nachgeburt und Produkt der 68er Bewegung und deren Geschwister und Kinder wie Queer-Feminismus, Political Correctness und gemäßigt linke Demokratien.

Gerade die 68er Bewegung bildet interessanterweise einen wichtigen Referenzpunkt für die Neue Rechten. Einerseits wird sie als „erfolgreiche“ Unternehmung in ihren Strategien und Theorien affirmativ untersucht und aufgegriffen und gleichzeitig dient sie in ihrer „elitären“ Ausrichtung und ihren „multi-kulti-Gutmensch“ – Nachwirkungen als bedeutender Konterpunkt. Auf die „Revolution der Eliten“ (= 68er Bewegung) solle nun die konservative Revolution der Bürger folgen. Wie aber, überzeugt man eben jene Bürger, dieses Phantasma eines Volks? Und zwar nicht nur auf theoretischer Ebene, sondern so, dass sie auch im Alltag danach handeln – dass sie altbewährte Denkweisen ad acta legen, ihre Gewohnheiten aufgeben, die Dinge anders tun als bisher. Hier wird dann auch tatsächlich kein geringerer als Antonio Gramsci zu Rate gezogen (und sich eben bei der Linken je nach Gusto wild am Buffet der Strategien und Theorien bedient), der „die Intellektuellen“ als wesentlichen Hebel versteht, um in der Bevölkerung einen gewissen Konsens herzustellen. Der Begriff des / der Intellektuellen wird von Gramsci dabei sehr weit gefasst, gemeint sind im Grunde alle Kulturschaffenden, Lehrenden, Vermittelnden. Ein gefundenes Fressen für die um Rückhalt durch die Gesamtgesellschaft ringende Neue Rechte – die kulturelle Sphäre wird demnach von rechten Theoretiker_innen als vorpolitischer Raum zu einem wesentlichen Austragungsort der zu leistenden Überzeugungsarbeit definiert. Ziel ist dabei nicht vorrangig, eine Rechte Kultur zu schaffen und zu fördern, sondern vor allem die vorherrschende, ja, genau, „multi-kulti“, „linkselitäre“, Kultur zu stören, zu lähmen, zu sprengen. Book zitiert dafür zur Illustration aus dem Text „Provokation“ des Neurechten Verlegers und Autors Götz Kubitschek: „Unser Ziel ist nicht die Beteiligung am Diskurs, sondern sein Ende als Konsensform, nicht ein Mitreden, sondern eine andere Sprache, nicht der Stehplatz im Salon, sondern die Beendigung der Party.“

Carina Book stellt in ihrem Vortrag unterschiedliche Strategien dieser ästhetischen wie sprachlichen und performativen Störversuche der Neuen Rechten vor. Neben den naheliegenden Maßnahmen wie die Verbreitung der Inhalte in einer ansprechenden „Instagram-Ästhetik“, der Umdeutung von Symbolen und unterschiedlichen Aktionsformen, kommen auch perfidere rhetorische Vorgehensweisen zum Einsatz. Etwa die Umkehrung von Argumentationssträngen politischer Gegner_innen – „um die Gegner auf dem eigenen ideologischen Terrain zu bekämpfen“. Eine solche sogenannte Retorsion ist zum Beispiel das Einfordern einer „Green, Yellow and White Power“ als Erwiderung der „Black Power“ oder eines Maskulinismus bzw. Männerschutzräume als Antwort auf Feminismus und geschützte Frauenräume. Book stellt auch Strategien der Insinuation vor, also scheinbar unschuldige, beiläufige Andeutungen, die Inhalte so einleiten, dass ein nichteingeweihtes Publikum im Zweifel zunächst nicht merkt, mit welchen Ideologien es hier zu tun hat. So ernsthaft und aufmerksam Book die Strategien der Neuen Rechten analysiert, so konsequent enttarnt sie jene auch – und ruft uns Anwesende dazu auf, das selbe zu tun. Sich genau anzusehen, was, wie, wo, wann und warum gesagt und getan wird, um so nicht überrascht da zu stehen, wenn eben jene ungeladenen Gäste vor der Tür stehen, um die Party zu beenden.

Um die reale Bedrohung und deren Strategien zu kennen aber sich gleichzeitig a uch nicht machtlos panisch zu fühlen. Genau diese geteilte Angst und Sorge spricht auch aus den anschließenden Fragen des Publikums: Was kann man denn nun wirklich ganz konkret machen, wie sich selbst und andere und so etwas wie die „freie“ Kultur schützen? Carina Book hat dafür klare Ansagen: Verantwortung übernehmen, um die kulturelle Hegemonie kämpfen und die richtigen Antworten auf die vielen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit finden. Und vor allem: Unteilbar sein. Gerade für diesen letzten und vielleicht wichtigsten Punkt scheint die Initiative „Die Vielen“, in deren Rahmen Kampnagel Carina Book zu diesem Vortag einlud, einen wichtigen Schritt zu tun. Eine laute, klare und solidarische Erklärung des gemeinschaftlichen Widerstands, ein geteiltes und bewusstes „Sich Geraderichten“, wie es Carina Book nennt.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival und Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

Als abschließender Teil des künstlerischen Forschungsprojekts laden das Festival und Symposium vom 24.-27. November 2022 zu Vorführungen, Performances, Vorträgen und Diskussionen ein, die das Potenzial der bewegten Bilder und des (menschlichen und nicht-menschlichen) Körpers erforschen, unseren gewohnten Kurs umzukehren und die herrschende Ordnung der Dinge zu verändern.

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Herzlich willkommen - und los geht's!

Wir freuen uns, zum Wintersemester 2022/23 viele neue Gesichter an der HFBK Hamburg begrüßen zu können. Einige Informationen und Hintergründe zu unseren neuen Professor*innen und Gastprofessor*innen stellen wir hier zusammen.

Einzelausstellung von Konstantin Grcic

Vom 29. September bis 23. Oktober 2022 zeigt Konstantin Grcic (Professor für Industriedesign) im ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg eine raumgreifende Installation aus von ihm gestalteten Objekten und bereits existierenden, neu zusammengestellten Gegenständen. Parallel wird der von ihm konzipierte Raum für Workshops, Seminare und Büro-Arbeitsplätze im AtelierHaus in Betrieb genommen.

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Kunst und Krieg

„Jeder Künstler ist ein Mensch“. Diese so zutreffende wie existenzialistische Feststellung von Martin Kippenberger (in ironischer Umformulierung des bekannten Beuys Zitats) bringt es in vielerlei Hinsicht auf den Punkt. Zum einen erinnert sie uns daran, nicht wegzusehen, (künstlerisch) aktiv zu handeln und unsere Stimmen zu erheben. Gleichzeitig ist sie eine Ermahnung, denen zu helfen, die in Not sind. Und das sind im Moment sehr viele Menschen, unter ihnen zahlreiche Künstler*innen. Deshalb ist es für Kunstinstitutionen wichtig, nicht nur über Kunst, sondern auch über Politik zu diskutieren.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

Vom 8. bis 10. Juli 2022 präsentieren mehr als 160 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2021/22 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg. Parallel ist in der Galerie der HFBK im Atelierhaus die Ausstellung der sudanesischen Gastlektorin Amna Elhassan zu sehen.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Der Juni lockt mit Kunst und Theorie

So viel Programm war schon lange nicht mehr: Ein dreitägiger Kongress zur Visualität des Internets bringt internationale Webdesigner*innen zusammen; das Forscher*innenkollektiv freethought diskutiert über die Rolle von Infrastrukturen und das Symposium zum Abschied der Professorin Michaela Ott greift zentrale Fragen ihrer Forschungstätigkeit auf.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Der 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. initiierte Finkenwerder Kunstpreis hat eine Neuausrichtung erfahren: Als neuer Partner erweitert die HFBK Hamburg den Preis um den Aspekt der künstlerischen Nachwuchsförderung und richtet ab 2022 die Ausstellung der Prämierten in der HFBK Galerie aus. Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld, im Hintergrund der Bau von Fritz Schumacher; Foto: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

Nach mehr als 40 Jahren intensiven Bemühens wird für die HFBK Hamburg ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Mit dem neu eröffneten Ateliergebäude erhalten die Studienschwerpunkte Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien endlich die dringend benötigten Atelierräume für Master-Studierende. Es braucht einfach Raum für eigene Ideen, zum Denken, für Kunstproduktion, Ausstellungen und als Depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg

Nach der digitalen Ausgabe im letzten Jahr, findet die Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg wieder mit Publikum statt. Vom 11.-13. Februar präsentieren die Studierenden aus allen Studienschwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im neu eröffneten Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Foto: Klaus Frahm

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?