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Le Monde Problématique: Debattenrundschau vom 26. Mai

Die zahlreichen Versammlungsbeschränkungen der vergangenen Monate zwangen Galerien, Museen und Ausstellungsräume, sich darüber Gedanken zu machen, wie ihre Shows online zugänglich gemacht werden könnten. In seinem Beitrag für rhizome.org beleuchtet Michael Connor das Format der Online-Ausstellung aus historischer Perspektive und analysiert dessen Möglichkeiten und Potentiale. Die meisten der gegenwärtigen Online-Ausstellungen seien Versuche, einen IRL-Besuch ins Internet herüberzuretten, was häufig zu einer phantomschmerzartigen Erfahrung führe – die Abwesenheit der besonderen Qualitäten eines echten Ausstellungsbesuchs trete nur um so deutlicher hervor, so Connor. Es komme darauf an, die spezifischen Qualitäten einer Online-Show zu verstehen und entsprechend mit ihnen zu arbeiten. Der Autor nennt drei wichtige Charakteristika, welche sie von einer Offline-Ausstellung unterscheiden würden. Erstens: „Digital artworks that appear to be coherent objects are rather the performance of objecthood. Digital culture is “more about practices than objects.”” Zweitens: “Online exhibitions do not take place in a unified, coherent space. For example, every user has a differently sized screen, so the literal screen space in which the exhibition is accessed is highly variable.” Und Drittens: “Specific sets of relations that serve a larger curatorial aim may be often refracted, online, through works that change over time, the input of audiences, the reshuffling of algorithms. Exhibitions as a whole are social processes, and online exhibitions are social processes that play out via computer networks.” Unbedingt lesenswert!

Dazu passend: Nate Freemans Bericht über die zahlreichen großen Online-Aktionen wichtiger Kunstmarktplayer auf news.artnet.com. Auch er (und zahlreiche von ihm befragte ProtagonistInnen) berichten vor allem über all das, was sie aktuell vermissen würden.

Texte Zur Kunst veröffentlicht seit März regelmäßig sogenannte “Notes from Quarantine”. Mitte Mai war nun die Mitbegründerin und Herausgeberin von TZK, Isabelle Graw, an der Reihe. Ihre Einleitung zum Text verrät folgendes: “Der krisenbedingte ‚Lockdown‘ verstärkt nicht nur soziale Ungleichheiten wie etwa die strukturelle Benachteiligung von Frauen. Auch droht der Kunstmarkt sich unter dem Eindruck von ‘private viewings’ und ‘private sales’ in eine umso exklusivere und intransparentere Zone zu verwandeln. Damit steht nichts Geringeres als der Wert der Kunst selbst infrage […] Dort, wo sozialer Austausch angesichts von Galerienschließungen und Abstandsregelungen massiv erschwert ist, entfällt auch die institutionelle Rahmung von Kunst im modernen Sinne.”

Wie drastisch die Corona-Pandemie der zum großen Teil privatwirtschaftlich finanzeirten Kunst- und Kulturszene in den USA zusetzt, beschreibt Verena Harzer in ihrem Bericht für die TAZ am Beispiel von New York. Zur allgemeinen Lage der Künste bemerkt sie: “[Die Organisation] ‚Americans for the Arts‘ schätzt, dass allein die US-Kulturinstitutionen mindestens vier Milliarden Dollar bräuchten, um die Krise so gerade überleben zu können. Eine Summe, die aus staatlichen Töpfen kommen müsste. Am Ende aber hat der US-Kongress gerade mal 75 Millionen Dollar für den ‚National Endowment for the Arts‘, die US-amerikanische Bundesbehörde für Kunst und Kultur, bereitgestellt, um mit dem Geld Institutionen und Künstlern, die unter der Coronakrise leiden, zu helfen.”

Nathan Jurgenson veröffentlichte im vergangenen Jahr seine fototheoretisches Buch “The Social Photo - On Photography and Social Media”, in welchem er die fotografischen Bilder unserer Gegenwart vor allem als Bestandteile sozialer Praktiken definiert. Im Interview mit Taylor Dafoe, welches auf news.artnet.com veröffentlicht wurde, spricht er über die fotografische Vermittlung der Corona-Pandemie in den sozialen Netzwerken und versucht zu analysieren, welches “Image” von der Krise so in unserem kollektiven Gedächtnis verbleiben könnte.

Vor einigen Woche hatte sich der ehemalige Intendant der Berliner Volksbühne, Frank Castorf, in einem Spiegel-Interview über die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona Pandemie beschwert, wie üblich mit ziemlich polemischen Worten (hier geht’s zur DPA-Kurzzusammenfassung auf Zeit Online ). Im deutschen Kulturbetrieb steht er damit bisher ziemlich alleine da – es herrscht der überwältigende Konsens, dass die Freiheitsbeschränkungen auszuhalten seien, um die Gesundheit und das Leben der Menschen zu schützen. Dies scheint wenig verwunderlich, haben doch Werte wie Verantwortungsbewusstsein und Konsensualität in der kulturellen Produktion der letzten Jahren immer stärker an Gewicht gewonnen. Transgression, also die ästhetische Strategie der Grenzüberschreitung, hat hingegen deutlich an Stellenwert verloren. Castorfs Äußerungen haben eben jenen Wandel für mich besonders plastisch werden lassen.

In einem Essay für Spiegel Online befasst sich der Ideengeschichtler und Rechtsphilosoph Johannes Thumfart mit den Prioritäten, welche der Staat während der Pandemie gesetzt habe. Er habe den Schutz des Lebens über das Wohlergehen der Wirtschaft und die Freiheitsrechte des/der Einzelnen gestellt, so der Autor. Er weist hier auf einen paradoxen Umstand hin: “Als Legitimation staatlicher Eingriffe war das Recht auf Leben eigentlich nicht vorgesehen. In der Regel wird es als ein individuelles Recht verstanden, das staatliche Eingriffe gerade beschränken soll.” In Anbetracht der umfangreichen Einschränkungen der Freiheitsrechte fragt Thumfart: “Warum rechtfertigt ausgerechnet die Wahrscheinlichkeit, durch Corona zu sterben, derart weitgehende staatliche Eingriffe - und andere Risiken rechtfertigen diese nicht? […] Ist der Tod durch Corona etwa schlimmer als der Tod durch Raser? Den Opfern der täglichen Gewalt im Straßenverkehr und ihren Angehörigen mag es nun wie Hohn vorkommen, dass ein Verkehrsminister gerade jetzt für eine Senkung der Sanktionen für Geschwindigkeitsübertretungen plädiert. Wo doch der Schutz des Lebens über Freiheitsrechte und wirtschaftliches Wohlergehen gestellt wurde.” Es folgen zahlreiche weitere Beispiele ähnlicher Art, mit denen der Autor die Inkonsistenz staatlichen Handelns in Bezug auf den Lebensschutz zu belegen versucht. Er schließt seinen Essay mit folgenden Worten: “Vielmehr als die getroffenen Maßnahmen infrage zu stellen, geht es diesen Überlegungen darum, die innere Schlüssigkeit staatlichen Handelns einzufordern - und damit die Grundlage des Rechtsstaats. Die Coronakrise zwingt uns dazu, das Verhältnis von Staat und Gesundheit neu zu justieren. Sie bietet Potenzial für beides: die Gefahr der Schaffung eines Präzedenzfalls weitreichender staatlicher Eingriffe aufgrund der willkürlichen Auswahl eines spezifischen Risikobereichs unter vielen. Oder eine Politik, die sich wirklich nachhaltig dem Schutz des Lebens zuwendet.”

Die Stadt Düsseldorf hat Ende 2018 den Nachlass der Foto-Galerie Kicken für rund 8 Millionen Euro erworben, welcher nun vom Museum Kunstpalast verwahrt wird. Teil des Deals war ebenfalls eine größere Schenkung. In letzter Zeit wurde vermehrt Kritik laut – der Kaufpreis sei deutlich zu hoch gewesen, der Marktpreis des gesamten Konvoluts läge deutlich unter der gezahlten Summe. Wer sich für den auch kulturpolitisch sehr interessanten Fall interessiert, der/die sei auf die Analyse von Olga Kronsteiner verwiesen, welche sie für den Standard aus Wien verfasst hat. Ebenfalls sehr aufschlussreich sind Christiane Frickes Recherchen zum Ankauf, welche im Handelsblatt veröffentlicht wurden.

Florian Schneider-Esleben, Gründungsmitglied der Band Kraftwerk, verstarb Ende April diesen Jahres. Es folgten zahlreiche Nachrufe, welche, unter anderem, die besonderen Verdienste der Band vor allem für die Entwicklung der elektronischen Musik im Allgemeinen und Techno im Besonderen hervorhoben (Hier ein schöner von Jan Kedves für die Süddeutsche Zeitung ). Dass dieses Narrativ zu einfach gestrickt sei, versucht Uli Krug in seinem Beitrag für jungle.world zu belegen.

Ich HASSE Motorradlärm. Ein Interview mit dem Sounddesigner Thomas Görne, welches Emil Nefzger für Spiegel Online geführt hat, hat deshalb mein besonderes Interesse geweckt. Er fasst mein Problem sehr schön mit folgenden Sätzen zusammen: “Während eine Person den Lärm als positiv empfindet, kann er für eine andere belastend sein. Hier kommt ein Faktor hinzu: Der Fahrer, dem der Lärm das positive Gefühl des Beherrschens seiner Maschine gibt, kontrolliert die Lärmquelle. Die Passanten und Anwohner sind ihm dagegen ausgeliefert.” Darüber hinaus gibt es viele weitere interessante Einblicke zum Thema Sounddesign und Klangpsychologie.

Altersdiskriminierung sei schon vor der Corona-Epedemie ein großes Problem gewesen, nun habe sie sich noch weiter verschärft, warnt Marcus Latton in seinem Beitrag für jungle.world. Interessanterweise gehe diese gerade von liberal-progressiven Kräften aus.

Sarah Waterfeld, Sprecherin des KünstlerInnen-Kollektivs „Staub zu Glitzer“, welches durch die Besetzung der Volksbühne zum Amtsantritt Chris Dercons im September 2017 größere Bekanntheit erlangte, beschreibt in ihrem Gastbeitrag für den Freitag ihre Sicht auf die aktuellen “Hygiene-Demonstrationen” vor der Volksbühne.

Saskia Trebing fordert in ihrem Essay für Monopol, die gerade coronabedingt brachliegende Kultur des Händeschüttelns nicht mehr wiederzubeleben.

brand eins hat ein schönes Interview mit dem Zukunftsforscher und Unternehmensberater Johannes Kleske veröffentlicht. Kurze Kostprobe: “[brand eins:] Ist es auf Dauer nicht eher desillusionierend, wenn man sieht, dass sich die Zukunft einfach nie an das Bild halten will, das man sich im Workshop ausmalt? [Kleske:] Jetzt sind wir bei der spannenden Frage, wie Zukunft entsteht. Schon in den Fünfzigerjahren hat der niederländische Soziologe Frederik Polak die These vertreten, dass kollektive Zukunftserwartungen dabei eine große Rolle spielen. Die Gegenwart werde nicht durch in der Vergangenheit angestoßene Entwicklungen in die Zukunft geschoben, sondern vielmehr von der Zukunft angezogen, genauer gesagt: von dem, wie wir uns die Zukunft vorstellen. Das Silicon Valley prägt durch seine Erzählung unsere Vorstellungen von der Welt von morgen, Elon Musk ebenfalls. Warum sollten deutsche Unternehmen nicht ihre eigenen Geschichten erzählen?”

Johannes Bendzulla

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V.

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Grafik: Sam Kim, Bild im Hintergrund: Sofia Mascate, Foto: Marie-Theres Böhmker

Graduate Show 2021: All Good Things Come to an End

Vom 24. bis 26. September präsentierten die mehr als 150 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2020/21 ihre Abschlussarbeiten im Rahmen der Graduate Show in der HFBK Hamburg. Wir bedanken uns bei allen Besucher*innen und Beteiligten.

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?