de en

19.11.2021
3 Online-Workshops Professionalisierung für Künstler*innen in Kooperation mit der HfG Offenbach

  • Ort:

  • None

Dieser Workshop ist ein Angebot der HfG Offenbach, offen für Studierende und Absolvent*innen der HFBK.
Für Studierende der Fachrichtung Kunst bieten wir im Wintersemester eine dreiteilige Informationsveranstaltung an, um berufsfeldbezogene Kenntnisse zu vermitteln: die Antragsgestaltung für Projektförderungen, Versicherungen – insbesondere das Modell der Künstlersozialkasse – und die Mitgliedschaft bei der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst.

19.11.2021: »Meine Kunst und die Ausschreibung« (Peter Müller)
26.11.2021: Absicherung für Designer_innen und Künstler_innen (Jan Käpernick)
03.12.2021: »Nimm was dir zusteht: Die VG Bild-Kunst« (Martin Zellerhoff)
jeweils online, 14 bis 17 Uhr

»Meine Kunst und die Ausschreibung«
Gilt es, einen Antragstext zu schreiben, egal ob für ein Stipendium oder für die Förderung von Produktionsmitteln, steht nicht selten Überforderung an. Beispielsweise: wie ist etwas zu schildern, das eventuell nur wenig mit schriftlicher Sprache arbeitet – und ja auch noch entwickelt werden soll, hoffentlich dann über eine Förderung?
Das Seminar von Peter Müller wird sich um die souveräne, integre Darstellungsstrategie drehen. Ausschreibungsvorgaben, Formulierungsarten (etwa theoretische oder lyrische) und nicht Bestimmbares müssen sich nicht stören, wenn dies zueinander stimmig formuliert wird. Fokus des Seminars liegt daher auf der Befähigung zur nachvollziehbar eigenen wie passenden Darstellung.

Dozent: Peter Müller wurde an der HfG Offenbach mit dem Schwerpunkt Freie Gestaltung diplomiert und hat Auslandssemester in Bildhauerei an der Universität Kapstadt absolviert. Er erhielt u.a. Produktionsförderungen wie Reise-, Residenz- und Promotionsstipendien vom Mousonturm in Frankfurt, Massachusetts Institute of Technology, Deutschen Akademischen Austauschdienst, von der Jan van Eyck Academie, Maastricht, der Hessischen Kulturstiftung, der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart, und der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Bis Mitte 2018 war er künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeit am Graduiertenkolleg „Ästhetiken des Virtuellen“ an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Derzeit wird er an der Leuphana Universität Lüneburg promoviert. Er unterrichtet u.a. Antragskonzeption an Kunsthochschulen.
Termin: Freitag, 19. November 2021 von 14:00-17:00 Uhr

Absicherung für Designer*innen und Künstler*innen
Das Thema Absicherung für Künstler_innen wird immer komplexer. Kaum jemand blickt noch durch das Geflecht von Künstlersozialkasse (KSK) und Rentenkasse. Auch die Gesundheits- und Rentenreform wirft viele Fragen auf. Welchen Versicherungsschutz brauche ich wirklich? Worauf kann ich guten Gewissens verzichten? Wann und wie kann ich in die KSK, und was bringt sie mir? Wie erstelle ich mir einen nachhaltigen Finanzplan? Welche Produkte kann ich sinnvoll kombinieren?
Mit diesem Workshop wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten für die private Absicherung von Künstler_innen wirklich sinnvoll sind und wie sie am besten mit den staatlichen Institutionen kombiniert werden, dabei wird die aktuelle Rechtslage berücksichtigt und dass das Einkommen von Künstler_innen eher gering ist. Aktuelle Themen wie HARTZ IV oder Auswirkungen der Finanzkrise werden ausführlich besprochen.

Themenüberblick:

  • KSK: Zugangsvoraussetzungen, Leistungen, praktische Tipps und Hilfen für die Bewerbung
  • Wie funktioniert das Rentensystem? Und wie das System der Krankenversicherungen (gesetzlich und privat)?
  • Bayerische Versorgungskammer: Zugangsvoraussetzungen, Leistungen
  • Private Vorsorge: Welche Versicherungen sind wirklich sinnvoll, und warum? Wovon sollte ich die Finger lassen?
  • Die drei Schichten der Altersvorsorge
  • Finanzplanung für Selbstständige/Freiberufler*innen

Dozent: Jan Käpernick (Schauspieler, Versicherungsfachmann und freier Makler)
Termin: Freitag, 26. November 2021 von 14:00-17:00 Uhr

»Nimm was dir zusteht: Die VG Bild-Kunst«
Was ist eine Verwertungsgesellschaft und wofür ist sie gut? Es werden Fragen zu Mitgliedschaft, Meldung und Abrechnung beantwortet.
Das Seminar richtet sich in erster Linie an Künstler_innen, die noch nicht Mitglied der VG Bild-Kunst sind. Obwohl Künstler_innen sich oft nur gerade so durchhangeln, sind viele nicht Mitglied in der VG Bild-Kunst. Das ist schade, denn so entgeht Euch (jährlich) GELD, auf das ihr einen Anspruch habt. Das zu ändern, ist Ziel dieses Seminars. Lernt in mehreren kurzen Abschnitten, wie man das Meiste aus der kostenlosen Mitgliedschaft in der VG Bild-Kunst macht und möglichst viel erhält.
Dozent: Neben seinem künstlerischen Schaffen beschäftigt sich Martin Zellerhoff mit den unterschiedlichen Aspekten des Urheberrechts. Er studierte in Berlin, Essen, Helsinki und Leipzig und war, bevor er sich ganz der Kunst widmete, mehrere Jahre in Werbung und Marketing beschäftigt. Bis 2010 arbeitete er als Assistent für und mit Künstlern wie Thomas Struth und Christopher Williams. 2015 veröffentlichte er das Buch „Ran ans Motiv“, in dem er seine Arbeiten über die Veränderung der Fotografie vom analogen Bild zum digitalen Medium vorstellt. Martin Zellerhoff ist seit über 20 Jahren Mitglied in der VG Bild-Kunst.
Termin: Freitag, 03. Dezember 2021 von 14:00 bis 17:00 Uhr

Anmeldung:
Wir bitten um eine Anmeldung mit Nennung des Namens und der Hochschule an: transfer@hfg-offenbach.de
Eine Woche vor Veranstaltung bestätigen wir die Teilnahme und geben den Link bekannt.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V.

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Grafik: Sam Kim, Bild im Hintergrund: Sofia Mascate, Foto: Marie-Theres Böhmker

Graduate Show 2021: All Good Things Come to an End

Vom 24. bis 26. September präsentierten die mehr als 150 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2020/21 ihre Abschlussarbeiten im Rahmen der Graduate Show in der HFBK Hamburg. Wir bedanken uns bei allen Besucher*innen und Beteiligten.

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?