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Dr. phil. in art. Moritz Ahlert

Die Vermessenheit von Google Maps. Zwischen Ermöglichung und Steuerung — eine kritische Dekonstruktion virtueller Kartenanwendungen

Betreuung: Prof. Dr. Friedrich von Borries, Prof. Jesko Fezer, Stipendiat des Graduiertenkollegs Ästhetiken des Virtuellen

Disputation am 10. Juli 2019

Diese Dissertation ist ein Hybrid aus einem wissenschaftlich-theoretischen und einem künstlerisch-forschenden Teil. Der wissenschaftlich-theoretische Teil untersucht, wie digitale Karten, am Fallbeispiel Google Maps und darauf beruhenden kartenbasierten Anwendungen, unsere heutige Alltagspraxis durchziehen und reflektiert kritisch die damit verbundenen gesellschaftlichen und räumlichen Auswirkungen. Google hat mit seinem Kartendienst eine Plattform geschaffen, die es Unternehmen und Nutzer*innen ermöglicht, neuartig mit Karten zu interagieren. Die Kernthese der Arbeit war, dass es durch die rapide technologische Entwicklung, wie sie der Kartendienst verkörpert, zu Machtverschiebungen unter den Akteur*innen in der Kartenproduktion kommt. Die Arbeit untersuchte anhand von Fallbeispielen das Verhältnis von Ermöglichung zu Techniken der Macht, wie Überwachung und Kontrolle. Dies wurde beispielhaft an Kartenanwendungen wie Airbnb, Deliveroo, Uber dargestellt. Anhand dieser wurde die zunehmende technologische Komplexität des Kartendienstes und seiner Anwendungen beschrieben, aber auch die zugehörigen Teilhabe- und Interaktionsmodi diskutiert. Für meine Untersuchung, waren neben der kritischen Kartografie folgende Begriffe wichtige, methodische Bezugspunkte: der Machtbegriff von Foucault, der von Deleuze entwickelte Begriff der Kontrollgesellschaft, und der von Ott und Raunig jüngst wiederbelebte Begriff des Dividuellen als Theorie der Teilhabe. Mit diesen Begriffen verknüpfte ich Fragestellungen der Kritischen Kartografie, mit denen von digitaler Teilhabe und Kontrolle, um sie auf digitale Karten anzuwenden.

An den wissenschaftlichen Teil schließt der künstlerisch-forschende Teil an. Er versammelt eigene Mapping-, Ausstellungs- und Publikationsbeiträge. Ihnen ist gemeinsam, dass sie das subversive Vermögen von Karten in einer Ära von Sichtbarkeits- und virtuellen Kontrollregimen thematisieren und VERMESSEN – sei es auf visuelle, objekthafte Weise oder in Form von Workshops und interaktiven Mappings.

Kontakt:
www.moritzahlert.de, info@moritzahlert.de

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung fand die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigten ihre künstlerischen Abschlussarbeiten.

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?