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Mentoring-Programm

Kommende Termine

Bewerbungsschluss für HFBK-Absolvent*innen des Jahres 2021 oder früher:
13. April 2022

Kontakt

Kaum dass man seinen Abschluss bewältigt hat und der Kunsthochschule den Rücken kehrt, ist man konfrontiert mit einer Vielzahl von Fragen und Hürden: Wie finde ich ein Atelier? Wie komme ich in die KSK? Wie komme ich in Kontakt mit Ausstellungsmacher*innen? Welche Preise sind für meine Kunst angemessen? Auch bei technischen und inhaltlichen Fragen sind viele erst einmal auf sich selbst zurückgeworfen.

An der Stelle bietet das Mentoring-Programm der HFBK Hamburg Unterstützung:
Das Mentoring-Programm richtet sich an exmatrikulierte HFBK Absolvent*innen, die im zurückliegenden Jahr oder früher ihren Abschluss gemacht haben und nun am Beginn ihrer Arbeit als freischaffende Künstler*innen stehen.

Im Rahmen eines sechsmonatigen Tandems treffen sie auf ausgewählte Mentor*innen – ebenfalls HFBK-Alumni/-Alumnae –, die bereits erfolgreich im Kunstfeld tätig sind und die ihre Erfahrungen und ihr Wissen gezielt zur Förderung der Mentees einsetzen. Gemeinsam arbeiten sie daran, die künstlerischen Positionen der Mentees wie auch ihre berufsfeldbezogenen Kenntnisse und Kompetenzen zu erweitern, Strategien der Karriereplanung zu reflektierten und bestehende Netzwerke um neue Kontakte zu erweitern. Auf der anderen Seite vertiefen die Mentor*innen ihre Beratungskompetenzen und erweitern ihre Kontakte zur aktuellen Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsszene.

Im Jahr 2022 bieten wir 4 Mentoring-Plätze an. Wenn Sie Interesse am Mentoring-Programm haben, bewerben Sie sich bis zum 13. April 2022. Den Bewerbungsbogen fordern Sie bitte bei Swaantje Benson an.

Mentor*innen 2022:

Gerrit Frohne-Brinkmann (Bildhauerei, MA, 2015)
Gerrit Frohne-Brinkmann (*1990) studierte an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg. In seinen Werken, die eine Vielzahl von Medien wie Installation, Skulptur, Fotografie und Performance umfassen, sucht er die Schnittmenge zwischen frühzeitlichen Kulturformen und aktuellen populären Aufführungsformaten im Vergnügungsbereich. Sein besonderes Interesse gilt dabei den Randbereichen der Natur- und Kulturwissenschaften. Aus einer fiktionalisierten historischen Distanz beschreibt er die Gegenwart und unser Verhältnis zu ihr und lässt scheinbar selbstverständlichste Gewissheiten brüchig werden.
Sprache: Deutsch, Englisch
www.frohne-brinkmann.com

Ting-Jung Chen (Bildhauerei, BA 2015 HFBK/MA 2018 Akademie der bildenden Künste Wien)
Ting-Jung Chen (geb. 1985 in Taipeh, Taiwan) lebt und arbeitet in Wien und Taipeh.
Ihre künstlerische Praxis, die sich auf Geschichtsschreibung und kulturelle und politische Zemiotik bezieht, konzentriert sich auf kollektive Erinnerungen, Aneignung und Prozesse der Ermächtigung. Durch die Reproduktion von Artefakten der Kulturindustrie, der Repräsentation von Ideologie und deren Beziehung zu den Menschen erforscht die Künstlerin Transformationen von Identität und zeichnet die sich überschneidende kulturelle Vermischung in einen räumlichen Atlas.
Sprache: Deutsch, Englisch, Mandarin
https://www.info-tingjungchen.com/

FORT - Alberta Niemann (Bildhauerei, Diplom, 2013)

Alberta Niemann (*1982) ist Teil des Künstlerinnenduos FORT, das 2008 mit Jenny Kropp gegründet wurde. FORT entwickelt raumbezogene Arbeiten im Bereich Installation, Video und Performance. Dabei arbeiten sie mit alltäglichen Dingen, die nachgebaut, neu arrangiert oder verfremdet werden. Viele geschaffenen Szenerien erinnern an verlassene Filmsets, von denen nur noch Versatzstücke übriggeblieben sind. In ihren Installationen spielen sie mit der Wahrnehmung des scheinbar Bekannten, schaffen Momente der Irritation und lassen so Brüche in unserer Alltagswelt sichtbar werden. Sie spüren Sehnsüchten und Ängsten nach, die sich über verschiedene Objekte, ihre Zusammenstellung sowie Inszenierung vermitteln und erzeugen so eine zwischen unheimlich und humorvoll changierende Atmosphäre. Häufig verhandeln sie das Verhältnis von An- und Abwesenheit, wobei dem Verborgenen stets eine zentrale Rolle zukommt. (Textauszug: Dr. Nadia Ismail)

Sprache: Deutsch, Englisch
https://www.sieshoeke.com/de/artists/fort

Lawrence Power (Malerei/Zeichnen, Diplom, 2011)

Ausgehend von Ansichten urbaner Architektur oder geometrischen Alltagsobjekten, wie z. Bsp. Tischen, Stromkästen oder Lampen im eigenen Atelier, entwickelt Lawrence Power (*1982) seine Malerei. In einer stark reduzierten Bildsprache entsteht Bildraum nicht illusionistisch, sondern im Gegeneinander zurücktretender, teilweise transparenter Hintergründe und erhabener Impasto-Farbflächen, aus der Tube gedrückter Linien und aufgeklebter Leinwandreste. Collagenartig bindet er unterschiedliche Kompositionselemente als plastische Oberflächenerweiterung in seine Malerei ein, die dadurch eine materialhafte Direktheit erhält. Mittels subtiler Eingriffe und modulartiger Erweiterungen vervielfältigen und kommentieren Powers Gemälde in seinen Rauminstallationen die Oberflächen der vorfindbaren Elemente und erklären den Raum selbst zur Leinwand, wodurch ein ständiges Wechselspiel mit der Zweidimensionalität der Malerei und der Dreidimensionalität der auf sie Bezug nehmenden Räumlichkeiten entsteht.

Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch
www.lawrencepower.com

Katrin Connan (Bühnenraum Diplom 2008)

Katrin Connan (*1979) studierte Freie Kunst in Groningen (NL) und Freie Kunst / Bühnenraum an der HFBK Hamburg.
Seit 2008 arbeitet sie als Bühnenbildnerin an Opernhäusern und Schauspielhäusern wie Theater an der Wien, Opernhaus Zürich, Nationaale Oper en ballet Amsterdam, Opernhaus Graz, Bregenzer Festspiele, Staatsoper Hamburg, Semperoper Dresden und Bayerische Staatsoper, die Staatstheater Stuttgart, Theater Bremen, Thalia Theater Hamburg, und Schauspiel Leipzig u.a. mit den RegisseurInnen Johannes Erath, Hans Neuenfels und Anna-Sophie Mahler.

Ihre Bühnenräume sind aus einer formal klaren Auswahl von Elementen zusammengesetzt. Sie entfalten sich zu anderen Orten, indem sich nur wenige Dinge verschieben und die Verhältnisse ändern. Sie sind Erfindungen, in denen sich das Bekannte und das Unbekannte mischen, verschiedene Dimensionen sich gegenseitig ablösen. Gemalte Bilder und gebaute Teile verbinden sich mit Technik und Lichteinbauten, fügen sich harmonisch in den Theaterraum ein, und veranlassen dennoch, ihn durch seine Verwandlung im Stückverlauf über die scheinbaren Grenzen hinaus neu zu definieren.

http://katrinconnan.com/

Erfahrungsberichte von Mentees des Programms 2021:

  • Elisa Goldammer: „In einer Phase nach dem Studium, in der ich mich langsam von der Hochschule löse und die schneller vorbei geht als gedacht, ist das Mentoring-Programm wie ein Abschiedsgeschenk, das mir das Gefühl vermittelt, dass ich zwar jetzt selbst klarkommen muss, ich aber nicht allein vor dieser Herausforderung stehe. (…) Ich befinde mich nach wie vor in einer Findungsphase, aber jetzt mit dem guten Gefühl, dass es sich lohnt, sich mit anderen Kunstschaffenden zu verbinden und in einen guten Austausch zu treten.“

  • Kyle Egret: „Ich hatte die Hoffnung, dass das Mentoring mich auf meinem Weg nach vorne bringt und stärkt, und dabei wurden meine Erwartungen in allen Bereichen erfüllt und sogar übertroffen. Ich kann nur jedem und jeder empfehlen, die Chance zu nutzen, an so einem Mentoring teilzunehmen.“

  • Elina Saalfeld: „Generell habe ich das Gefühl, viel aus der Erfahrung mitgenommen zu haben; vor allem das Gefühl, mich getraut zu haben vieles zu denken, zu diskutieren und auszuprobieren.“

  • Thea Amalie Käszner: „Meine Mentorin hat mir Vertrauen in meine künstlerische Praxis und Ambitionen gegeben.“

  • Elena Greta Falcini: „Die zu Beginn des Mentorings erstellte Liste mit Fragen und Unklarheiten, die ich gerne mit meiner Mentorin besprechen wollte, konnten wir im Zeitraum des Mentorings komplett durcharbeiten. […] Abschließend kann ich sagen, dass ich wirklich dankbar bin am Mentoring-Programm teilgenommen zu haben und ich vom empowernden und produktiven Austausch mit meiner Mentorin sehr profitiert habe.“

  • Korab Visoka: „Der Austausch mit meinem Mentor hat mir neuen Anreiz und Input gegeben, wie ich Projekte effizienter angehen und verwirklichen kann. Gemeinsam haben wir meine Ideen, Alben und mein Portfolio analysiert und dadurch neue Akzente ermöglicht.“

Erfahrungsberichte von Mentees des Programms 2020:

  • Linda Lebeck: "Die vordergründigste Erfahrung im Mentoring-Programm war für mich die Konfrontation mit den eigenen Überzeugungen und Unsicherheiten."

  • Jil Lahr: "Die Hilfestellung des Mentors jederzeit in Anspruch nehmen zu können, sei es für Arbeitsgespräche, Portfoliosichtung oder Projektbesprechungen, war für mich eine große Hilfe nach dem Studium, auch um die anfänglichen Zweifel angesichts der künstlerischen Selbstständigkeit zu überwinden."

  • Amanda Trygg: "We talked about different artists that we liked, about our process in the studio while making art, periods of self doubt and how to work through them, we talked about the art industry. (…) Talking with Stefan also changed the way I work. I need bigger reasons or motivations to make a painting, I have higher demands of it. I sketch more and read more before I start working. (…) I also visited him in Bremen at an opening for a group show he was in at Bremen Kunsthalle. There was a dinner organized by the Kunsthalle for all the participants and other people from the art world. This was a really nice experience to be a part of. Then we drove to Hamburg and visited one of his friend’s exhibition. (…) I think this experience gave me more confidence as an artist and I see more clearly what I want with my art, my identity as an artist."

  • Sarah Hablützel: "Ich bin sehr dankbar, dass ich Teil des Programms sein durfte, für mich kam dieses zum perfekten Zeitpunkt - es hat mich nach dem Studium in der ersten Phase der Verunsicherung aufgegriffen und hindurch getragen und mir am Beispiel der vielen tollen Mentor*Innen gezeigt, dass es Wege gibt und dass man diese gehen kann, dass es auch Widerstände gibt und diese auch dazu gehören. Das Tandem mit Annika hat mich also auf mentaler und praktischer Ebene gestärkt."

  • Clara Palmberger-Süße: "Ich beende das Programm mit der Annahme, einen längerfristigen Kontakt zu haben für professionelle Fragen und Probleme."

Mentoring-Tandems 2021:

Katja Aufleger – Elena Greta Falcini
Philip Gaißer – Korab Visoka
Anna Grath – Tim Ehrich
Annika Kahrs – Thea Käszner
Alberta Niemann – Jano Möckel
Lawrence Power – Kyle Egret
Sung Tieu – Elina Saalfeld
Frieda Torranzo Jaeger – Marvin Almaraz
Stefan Vogel – Elisa Goldammer

Mentoring-Tandems 2020:

Katja Aufleger – Clara Palmberger-Süße
Anna Grath – Jil Lahr
Philip Gaißer – Linda Lebeck
Annika Kahrs – Sarah Hablützel
Stefan Vogel – Amanda Trygg

Einzelausstellung von Konstantin Grcic

Vom 29. September bis 23. Oktober 2022 zeigt Konstantin Grcic (Professor für Industriedesign) im ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg eine raumgreifende Installation aus von ihm gestalteten Objekten und bereits existierenden, neu zusammengestellten Gegenständen. Parallel wird der von ihm konzipierte Raum für Workshops, Seminare und Büro-Arbeitsplätze im AtelierHaus in Betrieb genommen.

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Kunst und Krieg

„Jeder Künstler ist ein Mensch“. Diese so zutreffende wie existenzialistische Feststellung von Martin Kippenberger (in ironischer Umformulierung des bekannten Beuys Zitats) bringt es in vielerlei Hinsicht auf den Punkt. Zum einen erinnert sie uns daran, nicht wegzusehen, (künstlerisch) aktiv zu handeln und unsere Stimmen zu erheben. Gleichzeitig ist sie eine Ermahnung, denen zu helfen, die in Not sind. Und das sind im Moment sehr viele Menschen, unter ihnen zahlreiche Künstler*innen. Deshalb ist es für Kunstinstitutionen wichtig, nicht nur über Kunst, sondern auch über Politik zu diskutieren.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

Vom 8. bis 10. Juli 2022 präsentieren mehr als 160 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2021/22 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg. Parallel ist in der Galerie der HFBK im Atelierhaus die Ausstellung der sudanesischen Gastlektorin Amna Elhassan zu sehen.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Der Juni lockt mit Kunst und Theorie

So viel Programm war schon lange nicht mehr: Ein dreitägiger Kongress zur Visualität des Internets bringt internationale Webdesigner*innen zusammen; das Forscher*innenkollektiv freethought diskutiert über die Rolle von Infrastrukturen und das Symposium zum Abschied der Professorin Michaela Ott greift zentrale Fragen ihrer Forschungstätigkeit auf.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Der 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. initiierte Finkenwerder Kunstpreis hat eine Neuausrichtung erfahren: Als neuer Partner erweitert die HFBK Hamburg den Preis um den Aspekt der künstlerischen Nachwuchsförderung und richtet ab 2022 die Ausstellung der Prämierten in der HFBK Galerie aus. Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld, im Hintergrund der Bau von Fritz Schumacher; Foto: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

Nach mehr als 40 Jahren intensiven Bemühens wird für die HFBK Hamburg ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Mit dem neu eröffneten Ateliergebäude erhalten die Studienschwerpunkte Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien endlich die dringend benötigten Atelierräume für Master-Studierende. Es braucht einfach Raum für eigene Ideen, zum Denken, für Kunstproduktion, Ausstellungen und als Depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg

Nach der digitalen Ausgabe im letzten Jahr, findet die Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg wieder mit Publikum statt. Vom 11.-13. Februar präsentieren die Studierenden aus allen Studienschwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im neu eröffneten Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Foto: Klaus Frahm

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?