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Symposium "Herrlichkeit"

Von Gott bis Pop

Herrlichkeit ist ein Begriff, der kaum noch Verwendung  findet, der aber als „celebrity“ – Glanz, Ehre, Ruhm – nach wie vor virulent ist. Nach dem italienischen Philosophen Giorgio Agamben stellen in einer Gesellschaft des Spektakels die Medien „Herrlichkeit“ als „glorreiche“ öffentliche Meinung her. Damit erbt diese eine göttliche Eigenschaft: „Herrlichkeit“ ist in der Theologie der Hebräischen Bibel die Wucht und das Unfassliche der Erscheinung Gottes, im Neuen Testament ist sie in Jesus am Kreuz verkörpert. Durch die ästhetische Kategorie der „Herrlichkeit“ wird in den monotheistischen Religionen das gänzlich Andere Gottes erfahrbar – und in ihrer Mitte bleibt eine Leerstelle des Undarstellbaren. Den verschlungenen Wegen der göttlichen Herrlichkeit über die Theologie in die Politik und die Künste bis zur Popkultur wollen wir in dieser Ringvorlesung nachgehen.

Vortragsreihe der Hochschule für bildende Künste in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie Hamburg

Montag, 27.10.2014 – 19.00 Uhr
„Wie der Anblick des Regenbogens“
Die Herrlichkeit Gottes in der Bibel
Prof. Dr. Ruth Scoralick, Katholisch-Theologische Fakultät, Abteilung für Altes Testament, Universität Tübingen

Montag, 10.11.2014 – 19.00 Uhr
„Wir sahen seine Herrlichkeit.“
Wer sieht wann was bei wem und wodurch?
Prof. Dr. Silke Petersen, Fachbereich Evangelische Theologie, Institut für Neues Testament, Universität Hamburg

Montag, 24.11.2014 – 19.00 Uhr
Figuren der Herrlichkeit
Zur Ästhetik der Sichtbarkeit Gottes
Prof. Dr. Reinhard Hoeps, Katholisch-Theologische Fakultät, Arbeitsstelle für christliche Bildtheorie, Universität Münster

Montag, 12.1.2015 – 19.00 Uhr
„Das klinget so herrlich…“
Ästhetische Souveränität und göttliche Schönheit in Mozarts Konzertarie ›Vorrei spiegarvi, oh Dio!‹ KV 418
Benjamin Sprick
Musikwissenschaftler, promoviert über Deleuze und die Musik an der HFBK Hamburg

Montag, 19.1.2015 – 19.00 Uhr
„Dein ist die Majestät, die Schönheit und die Vollkommenheit“
Annäherungen islamischer Theologie an die „Herrlichkeit Gottes“
Prof. Dr. Anja Middelbeck-Varwick, Seminar für Katholische Theologie, Systematische Theologie mit Schwerpunkt Theologie des interreligiösen Dialogs / christlich-muslimische Beziehungen, Freie Universität Berlin

Montag, 26.1.2015 – 19.00 Uhr
„Herrliche Beschleunigungen jenseits der Maschine“
Hans-Christian Dany
Künstler. Autor von „Morgen werde ich Idiot“

Montag, 9.2.2015 – 19.00 Uhr
„Filmkult, Kultfilme und magische Momente“
Prof. Dr. Klaus Kreimeier
Medienwissenschaftler und Publizist

Montag, 23.2.2015 – 19.00 Uhr
„Herrliche Teilungen. Zur Souveränität des ‚Mit’“
Die Ökonomie und ihr Anderes – Fragen an eine kommende Demokratie
Prof. Dr. Hans-Joachim Lenger, Philosoph, Studienschwerpunkt Theorie und Geschichte, Hochschule für bildende Künste Hamburg

Planung + Konzeption: Hans-Joachim Lenger
Ort: HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg, Hörsaal (Raum 229)
Eintritt frei

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Künstlerin: Iris Hamers "Two pink paintings facing each other"; Foto: Tim Albrecht

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung fand die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigten ihre künstlerischen Abschlussarbeiten.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?