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Senatsempfang

Zur Feier des 250. Jubiläums lud die Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank zu einem Empfang in den Festsaal des Hamburger Rathauses ein. In ihrer Begrüßung würdigte sie das Bestreben der Kunsthochschule, auf vielfältige Weise in die Stadt hineinzuwirken, Debatten anzustoßen und Impulse zu setzen. Sie endete mit einem Goethe-Zitat: „Wissenschaft und Kunst gehören der Welt. Vor ihnen verschwinden die Schranken der Nationalität.“ Das internationale Publikum im Festsaal legte davon eindrucksvoll Zeugnis ab. Martin Köttering betonte in seinem Grußwort, dass die Geschichte der HFBK als Emanzipationsgeschichte erzählt werden müsse, in der sich die Kunst von der ursprünglichen Nützlichkeitsmaxime und den gewerblichen Ansprüchen, die noch bei der Gründung als Zeichenschule 1767 im Vordergrund standen, kontinuierlich freikämpfte. Und er schloss mit einer vielleicht irritierenden Frage, die aber das Selbstverständnis der HFBK deutlich macht: „Darf sich nicht möglicherweise vielmehr der Gastgeber außerordentlich geehrt fühlen, dass der Gast dieser Einladung ins Rathaus gefolgt ist?“ Mehr als deutlich wurde das an den folgenden Festvorträgen von Franz Erhard Walther und Jonathan Meese, die auf die ihnen eigene Art den künstlerischen Geist der HFBK verkörpern. Während Walther darüber reflektierte, worin die Institution Kunsthochschule damals wie heute ihre Aufgabe sehen sollte, gab Meese bereits die Antwort darauf: „Die HFBK ist der Spielraum der freisten Kräfte. Die HFBK steht nur für die totalste Kunst.“ Die künstlerische Intervention von Annika Kahrs begleitete das gesamte Programm: In unregelmäßigen Abständen brachten Fahrradkuriere überdimensionierte Blumensträuße, die sie jeweils einer scheinbar willkürlich ausgewählten (und irritierten) Person im Publikum überreichten. Auf diese Weise erhielten – entgegen dem üblichen Protokoll – die Gäste die Blumensträuße, unter ihnen Studierende, Mitarbeiter*innen, Lehrende, Kulturschaffende der Stadt, die in der Regel unsichtbar bleiben.

Donnerstag, 13. Juli 2017
Rathaus – Großer Festsaal
Senatorin Katharina Fegebank – Grußwort
Präses der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Prof. Martin Köttering – Grußwort
Präsident der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK)

Franz Erhard Walther – Festrede
Künstler und Professor an der HFBK 1970-2005

Jonathan Meese – Performance
Künstler und Alumnus der HFBK 1993-1998

Annika Kahrs – Künstlerische Intervention
Künstlerin und Alumna der HFBK 2005-2012

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?