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Ehrenprofessuren und Ehrenmitglieder

Ehrenprofessor*innen (nach § 17 HmbHG)

Dr. Franz Wilhelm Kaiser (*1957) ist seit 2016 künstlerischer Direktor des Bucerius Kunst Forums in Hamburg. Zuvor war der promovierte Kunsthistoriker seit 1989 Ausstellungsdirektor am Gemeentemuseum Den Haag und darüber hinaus für die Organisation der Ausstellungen im Fotomuseum Den Haag und im GEM, dem Museum für zeitgenössische Kunst verantwortlich. Seine breit gespannten kuratorischen Leistungen umfassen Schauen zu Yannis Kounellis, Sol LeWitt und Serge Spitzer, aber auch zu Wassily Kandinsky, Lucian Freud und Mark Rothko sowie beispielhaft die Ausstellungen »Von Monet zu Matisse«, »Kunst und Religion in Russland« und »Cézanne – Picasso – Mondrian«. Neben der Mitgliedschaft in zahlreichen Gremien und Verbänden wurde er als Chevalier des Arts et des Lettres ausgezeichnet. Seit 2017 ist Kaiser Ehrenprofessor der HFBK Hamburg.

Dr. Dirk Luckow (*1958) ist seit 2009 Intendant der Deichtorhallen Hamburg. Er promovierte an der FU Berlin im Fach Kunstgeschichte über Joseph Beuys und die amerikanische Anti-Form-Kunst und war unter anderem an der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, am Solomon R. Guggenheim Museum in New York, am Württembergischen Kunstverein in Stuttgart, als Projektleiter für bildende Kunst beim Siemens Arts Program in München und von 2002 bis 2009 als Direktor der Kunsthalle zu Kiel tätig. Er ist seit Ehrenprofessor der HFBK Hamburg.

Dr. Harald Falckenberg (* 1943), renommierter Sammler zeitgenössischer Kunst und Buchautor, ist seit 2008 Ehrenprofessor an der HFBK Hamburg. Harald Falckenberg hat in Berlin, Freiburg und Hamburg Jura studiert, das Referendariat mit Assessorexamen in Hamburg abgelegt und an der Universität Hamburg über internationales Versicherungsrecht promoviert. Anschließend war er zunächst als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Hamburg und der Freien Universität Berlin, danach als Geschäftsführer und als Mitglied des Hamburger Verfassungsgerichts tätig. Falckenberg ist seit 1999 Vorsitzender des Hamburger Kunstvereins, zählt mit seiner in den Phoenixhallen beherbergten Sammlung laut der US-Zeitschrift »Artnews« zu den »World’s Top 200 Collectors« und ist langjähriges Mitglied des Freundeskreises der HFBK.

www.sammlung-falckenberg.de

Dr. Stefan Sasse ist seit dem WS 2007/08 Ehrenprofessor für Patentrecht/Urheberrecht und Technische Mechanik im Studienschwerpunkt Design an der HFBK Hamburg. Nach seinem Maschinenbau-Studium mit dem Schwerpunkt Konstruktionstechnik absolvierte er eine Ausbildung zum Patentassessor. In mehreren Publikationen befasste er sich mit Konstruktionstechnik, vornehmlich im medizinischen Bereich. Seit 2002 ist er Patentanwalt in der Kanzlei White & Case, Hamburg.

Prof. F. C. Gundlach (1926-2021) war Gründungsdirektor des Hauses der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg und seit 2000 Ehrenprofessor an der HFBK Hamburg. Mit der Spezialisierung auf Modefotografie im dokumentarischen Stil avancierte er in den 1950er-Jahren rasch zum gefragten Mode- und Reportagefotografen u.a. für »Film und Frau«, »Stern«, »Quick« und »Brigitte«. Stets standen Modelle, oft Filmstars oder Künstler, im Mittelpunkt seiner Inszenierungen. 1975 gründete er die PPS.Galerie F.C. Gundlach, eine der ersten Fotogalerien Deutschlands. Später kuratierte F. C. Gundlach zahlreiche international beachtete fotografische Ausstellungen. Als Sammler besaß er eine der bedeutendsten privaten Fotosammlungen, die er dem Haus für Photographie als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte.

www.fcgundlach.de

Enzo Mari (1932-2020), italienischer Industriedesigner, Künstler und Theoretiker, wurde 2000 zum Ehrenprofessor an der HFBK ernannt. Für Firmen wie Danese, Artemide, Olivetti, Castelli oder Rosenthal schuf Enzo Mari insgesamt über 1600 Objekte. Zu seinen bekanntesten Entwürfen zählen die aus Eisenträger gefertigte Schale »Putrella«, die beidseitig verwendbare Kunststoffvase »Pago-Pago« und das Ablagesystem »Sumatra«. Mehrfach wurde er mit dem »Compasso d’Oro« ausgezeichnet. Als Designtheoretiker beschäftigte er sich in zahlreichen Publikationen und während seiner internationalen Lehrtätigkeit vornehmlich mit der Psychologie der Wahrnehmung von Raum und Farbe.

Nishikawa Katsuhito (*1949), dessen Schaffen sich durch Überschreiten der Grenzziehungen zwischen Design, Kunst und Architektur auszeichnet, ist seit 2000 Ehrenprofessor an der HFBK. Sein Werk umfasst Malerei, Zeichnung, Skulptur, Möbel und Architektur. Gemeinsam mit Tadao Ando, Erwin Heerich u. a. entwickelte er das Konzept »Museum Insel Hombroich« in Neuss. Durch mehrere Außenarbeiten, z.B. die begehbare plastische Anlage »Tilapia«, hat er das Erscheinungsbild des Ortes entscheidend mitgeprägt.

Hanne Darboven (1941–2009), selbst Absolventin der HFBK, war vom Jahr 2000 bis zu ihrem Tod Ehrenprofessorin. Die Konzeptkünstlerin erlangte in den 1960er-Jahren weltweites Renommee durch ihre Entwicklung und Modifizierung von Systemen komplexer Zahlenabläufe, die sie später auch in Musik übersetzte. Hanne Darboven repräsentierte Deutschland auf der Biennale in Venedig und nahm mehrmals an der documenta in Kassel teil.

www.hanne-darboven-stiftung.org

Ehrenmitglieder

Max Bill (1908-1994) ist ein Hauptvertreter der Konkreten Kunst. In den Bereichen Kunst, Design und Architektur war er sowohl theoretisch als auch praktisch tätig. Er studierte am Bauhaus in Dessau und wurde 1951 als Gründungsdirektor an die Hochschule für Gestaltung in Ulm berufen. Er ist mehrmaliger documenta-Teilnehmer und war von 1967-74 für Umweltgestaltung an der HFBK. Heute sind seine konstruktiven plastischen Arbeiten weltweit im öffentlichen Raum vertreten. Als Möbeldesigner erlangte er Bekanntheit durch den Entwurf des »Ulmer Hockers«, der als Tablett, Regal oder Hocker verwendet werden kann. Für sein Werk erhielt Max Bill zahlreiche Preise und Ehrungen.

www.bill-stiftung.ch

Gottfried Böhm (1920-2021) wurde als bislang einziger deutscher Architekt 1986 mit dem renommierten Pritzker Prize ausgezeichnet. Er erbaute zahlreiche Kirchen, insgesamt über 40, die meisten davon im Rheinland. Charakteristisch ist seine eigenwillige Beton-Glas-Architektur. Böhms bekanntestes Bauwerk ist die plastisch-expressionistische Wallfahrtskirche in Neviges. Zu seinen Profanbauten zählen das Rathaus in Bergisch Gladbach-Bensberg, das Stadthaus in Ulm und das neue Rathaus mit Kulturzentrum in Bocholt. Von Böhm stammt auch die Idee, das Reichtagsgebäude in Berlin mit einer Glaskuppel zu überdachen.

Gret Palucca (1902-1993) besuchte als junge Balettelevin eine Tanzvorstellung von Mary Wigman in Dresden. Diese löste bei dem jungen Mädchen eine Neuorientierung jenseits des klassischen Tanzes aus. Als Wigmans Schülerin und Mitglied in deren Tanzgruppe entwickelte Gret Palucca einen unbeschwerten, fröhlichen Tanzstil. 1924 startete sie eine Solokarriere und avancierte zu einer führenden Vertreterin des Ausdruckstanzes. 1925 eröffnete sie die Palucca-Schule in Dresden, später folgten Dependancen in Berlin und Stuttgart.Durch Kontakte zu KünstlerInnen des Dada und des jungen Bauhauses wurde Gret Palucca auch zum Thema der Neuen Kunst.

Frei Otto (1925-2015) war einer der führenden Vertreter einer biomorphen Architektur. Aus seiner intensiven Beschäftigung mit der Natur und Naturformen entwickelte er Strukturen für seine Bauten, die auf pneumatischen und biologischen Prinzipien basieren. Am bekanntesten sind seine zeltartigen Dachkonstruktionen wie etwa des Olympiastadions in München. Weitere Hauptwerke sind der Deutsche Pavillon für die Weltausstellung 1967 in Montreal, die Ökohäuser der IBA 1985 in Berlin oder die temporären Schirmkonstruktionen für die Tournee von Pink Floyd 1977. Weltweit genießt Frei Otto großes Renommee durch seine Erfahrung mit Leichtbau, Seilsetzen und Gitterschalen.

www.freiotto.com

Margarethe Schütte-Lihotzky (1897-2000) absolvierte als erste Frau in Österreich ein Architekturstudium. In ihren Entwürfen verfolgte sie schon früh die noch jungen Tendenzen der Funktionalität im Design. Bekannt wurde sie durch die Gestaltung der »Frankfurter Küche«, die als Prototyp der modernen Einbauküche gilt.Von 1930-37 war sie als Mitglied der Gruppe May in Moskau für die Planung neuer Städte im Rahmen von Stalins erstem Fünfjahresplan verantwortlich. 1941 wurde sie von der Gestapo während einer Reise nach Wien bei dem Versuch festgenommen, geheime Verbindung zur österreichischen kommunistischen Widerstandsbewegung aufzunehmen und zu 25 Jahren Zuchthaus verurteilt. 1945 wurde sie von US-Truppen befreit. Danach arbeitete sie in Bulgarien, der Volksrepublik China, Kuba und der DDR. Ihre Leistungen wurden erst spät anerkennat und mit Preisen gewürdigt.

Friedrich Spengelin (1925-2016) betrieb gemeinsam mit seiner Frau ein Architekturbüro in Hamburg mit Niederlassung in Hannover. Gemeinsam realisierten sie zahlreiche Arbeiten wie die Kunsthalle Emden oder das Rathaus und Kurhaus auf Helgoland. Er war Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, der Freien Akademie der Künste Hamburg, der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, des Internationalen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, des Internationalen Verbandes für Stadt- und Regionalplanung und des Hamburgischen Landes- sowie des Bundesvorstands des BDA.

Oswald Mathias Ungers (1926-2007) zählt zu den maßgebenden deutschen Architekten der Nachkriegszeit. Seine Architektur basiert auf geometrischen Grundformen wie Kreis, Quadrat und Kubus. Mit diesen Urformen etablierte er einen unverwechselbaren elementaren Baustil jenseits aller Modeströmungen. Als einer der führenden Theoretiker seiner Zeit entwickelte er den »deutschen Rationalismus«. Bekannte Beispiele seiner Baukunst sind die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle und das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Er hatte Professuren an der Cornell University in Ithaka, NY, der Harvard University bei Boston, der University of California in L.A., an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und der Kunstakademie Düsseldorf inne. 1997 erhilet er das große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 2001 die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main und 2006 den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfahlen.

www.omungers.de

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival und Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

Als abschließender Teil des künstlerischen Forschungsprojekts laden das Festival und Symposium vom 24.-27. November 2022 zu Vorführungen, Performances, Vorträgen und Diskussionen ein, die das Potenzial der bewegten Bilder und des (menschlichen und nicht-menschlichen) Körpers erforschen, unseren gewohnten Kurs umzukehren und die herrschende Ordnung der Dinge zu verändern.

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Herzlich willkommen - und los geht's!

Wir freuen uns, zum Wintersemester 2022/23 viele neue Gesichter an der HFBK Hamburg begrüßen zu können. Einige Informationen und Hintergründe zu unseren neuen Professor*innen und Gastprofessor*innen stellen wir hier zusammen.

Einzelausstellung von Konstantin Grcic

Vom 29. September bis 23. Oktober 2022 zeigt Konstantin Grcic (Professor für Industriedesign) im ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg eine raumgreifende Installation aus von ihm gestalteten Objekten und bereits existierenden, neu zusammengestellten Gegenständen. Parallel wird der von ihm konzipierte Raum für Workshops, Seminare und Büro-Arbeitsplätze im AtelierHaus in Betrieb genommen.

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Kunst und Krieg

„Jeder Künstler ist ein Mensch“. Diese so zutreffende wie existenzialistische Feststellung von Martin Kippenberger (in ironischer Umformulierung des bekannten Beuys Zitats) bringt es in vielerlei Hinsicht auf den Punkt. Zum einen erinnert sie uns daran, nicht wegzusehen, (künstlerisch) aktiv zu handeln und unsere Stimmen zu erheben. Gleichzeitig ist sie eine Ermahnung, denen zu helfen, die in Not sind. Und das sind im Moment sehr viele Menschen, unter ihnen zahlreiche Künstler*innen. Deshalb ist es für Kunstinstitutionen wichtig, nicht nur über Kunst, sondern auch über Politik zu diskutieren.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

Vom 8. bis 10. Juli 2022 präsentieren mehr als 160 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2021/22 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg. Parallel ist in der Galerie der HFBK im Atelierhaus die Ausstellung der sudanesischen Gastlektorin Amna Elhassan zu sehen.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Der Juni lockt mit Kunst und Theorie

So viel Programm war schon lange nicht mehr: Ein dreitägiger Kongress zur Visualität des Internets bringt internationale Webdesigner*innen zusammen; das Forscher*innenkollektiv freethought diskutiert über die Rolle von Infrastrukturen und das Symposium zum Abschied der Professorin Michaela Ott greift zentrale Fragen ihrer Forschungstätigkeit auf.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Der 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. initiierte Finkenwerder Kunstpreis hat eine Neuausrichtung erfahren: Als neuer Partner erweitert die HFBK Hamburg den Preis um den Aspekt der künstlerischen Nachwuchsförderung und richtet ab 2022 die Ausstellung der Prämierten in der HFBK Galerie aus. Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld, im Hintergrund der Bau von Fritz Schumacher; Foto: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

Nach mehr als 40 Jahren intensiven Bemühens wird für die HFBK Hamburg ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Mit dem neu eröffneten Ateliergebäude erhalten die Studienschwerpunkte Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien endlich die dringend benötigten Atelierräume für Master-Studierende. Es braucht einfach Raum für eigene Ideen, zum Denken, für Kunstproduktion, Ausstellungen und als Depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg

Nach der digitalen Ausgabe im letzten Jahr, findet die Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg wieder mit Publikum statt. Vom 11.-13. Februar präsentieren die Studierenden aus allen Studienschwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im neu eröffneten Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Foto: Klaus Frahm

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?