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Neu auf rhizome.hfbk.net: Die Kolumne "Der Tresen"

„Ich bin der Tiger von St. Pauli“ presste der Mann vor meinem Tresen mit hochrotem Kopf hervor und schlug mit der flachen Hand seiner Partnerin auf die Stelle zwischen Hintern und Steißbein. Alle lachten, sie lachte, wie soll jemand dieser Situation begegnen? Menschen machen Gewalterfahrungen, tagtäglich, minütlich, sekündlich.

Auf der verlorenen Dauerkarte für die Gegengerade am Millerntor steht: „Kein Fußball den Faschisten.“ Das ist wirklich eine gute Idee. Ich frage mich nur: wie viel ist damit getan, dass diese Menschen laut Dauerkartenbeschriftung Antifaschisten sind? Ich glaube: absolut gar nichts. Nicht, wenn ihre Version von Widerständigkeit die gleichen gewaltsamen und vor allem patriarchalen Konzepte von Hegemonie haben wie alle anderen Männerclubs auch: Laut sein, stark sein, die anderen wegballern. Das ist Progressivität für Denkzwerge. In die Falle der Vorschusscredibility läuft man (ich, Leute, etc.) auch in der Bewertung der Institutionen und Player im Kulturbetrieb.

Der Faschismus ist eine, vielleicht die ausgeprägteste, Spielart patriarchaler Strukturen, der auf Individualität, Dominanz, Kreativität und Konkurrenz gebaute Kunstbetrieb eine andere (von vielen vielen vielen). Oder kann sich hier jemand daran erinnern, am demokratischen Prozess seiner Strukturwerdung beteiligt gewesen zu sein?

Wikipedia formuliert meine Hoffnung in die Zukunft so: „Während die Tigerbestände in der Wildnis weiterhin abnehmen, existiert eine große Zahl von Tigern verschiedener Unterarten in Gefangenschaft. Man schätzt ihre Zahl auf etwa 11.000 Tiere. Dabei entfallen etwa 1000 Tiger auf verschiedene zoologische Gärten, vor allem in Europa, den USA und Japan. In Privathaltungen in den USA leben etwa 5000 Tiere und weitere 5000 in anderen Privatgehegen, vor allem in China.“

https://rhizome.hfbk.net/p/70854


Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?