de en

Auf rhizome.hfbk.net: 3 Notizen zu: Biesemann, DU OPFER

3 Notizen zu: Biesemann, DU OPFER, MOM Art Space

1 Randständige Existenzen ziehen sich da durch die Ausstellung "DU OPFER" im MOM Artspace. Ein projiziertes Video aus einer Anti-Drogen Kampagne bestimmt den großen Raum, anonymisierte Jugendliche sprechen in dem stumm geschalteten Video offenbar über ihre Sucht. Ein Stück weiter, an einer anderen Wand, hängt ein an einem Stock befestigter Becher - eine Geldangel, wie sie Bettler benutzen.

2 Man könnte es für ziemlich zynisch halten, was Biesemann - bestehend aus Daniel Hopp und Utz Biesemann, ehemals CFAD - damit installiert haben. Ganz schön einfach: man krallt sich einen Bettler-Becher und hat seinen schockierenden, unbequemen "Readymade Criticism", wie der email-Wandtext es nennt. Der Bettler aber, dem er gehörte? Wo ist der?

3 Die Rolle der Kunst und ihrer Akteure und Akteurinnen in einer zutiefst ungleichen Gesellschaft ist zwiespältig: Während sie oft gesellschaftpolitisches Engagement an den Tag legt, aufrütteln, aufklären will, bleibt sie am Ende dennoch ein Hobby für wenige Privilegierte. Zynismus ist tief in die DNA der Kunst eingeschrieben. Ein Detail der Ausstellung wirkt in dem Zusammenhang sehr präzise gesetzt: "Für eine zweite Becher-Angel" steht auf einem Pappschild unter der Bettel-Angel an der Wand. Ist das Kritik am kapitalistischen Handeln oder am seriellen Kunst-Arbeiten? Oder ist das nicht letzlich ein und das selbe? 3 Notizen zu: Biesemann, DU OPFER, MOM Art Space

https://rhizome.hfbk.net/p/130843


Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?