7.9.2024 – 12.1.2025
In and Out of Place. Land after Information 1992 – 2024
Ort:
- Kunstverein Hamburg, Klosterwall 2320095 Hamburg
Web:
- mehr Infos
Ami Lien und Enzo Camacho haben seit 2009 eine kollaborative künstlerische Praxis, die verschiedene Medien wie Skulptur, Installation und Videoarbeiten umfasst. In ihren Arbeiten erkunden sie die Arbeits- und Lebensbedingungen unter und in kapitalistischen Strukturen sowie deren intersektionale Beziehung zu kolonialer Gewalt und Traumata.
Der 16mm Film 羽化 (wings becoming) (2022) zeigt zyklischen Metamorphosen von Tod und Wiedergeburt, Feier und Trauer, Vertreibung und Verwurzelung, Auflösung und Werden und verhandelt Fragen von Zeitlichkeit und Wiedergeburt. ⽻化 ist ein chinesischer Begriff, der sowohl Schmetterling werden als auch Sterben bedeutet: Der Film läuft in Endlosschleife und das Feuerritual der Schmetterlinge beginnt immer wieder von Neuem, wenn sich das mit Joss-Papier ausgekleidete Fass durch die Berührung einer Hand entzündet. Das Verbrennen von Joss-Papier – auch Höllen- oder Geistergeld genannt – dient insbesondere in China dazu, Verstorbenen im Jenseits Wohlstand zu verschaffen. Die Schmetterlinge aus Papier verbrennen in den Flammen zu Asche, sind in einem permanenten, transitorischen Zustand. Auch das Medium selbst durchläuft eine Metamorphose, durch Abrieb und Verschleiß wird der Film im Verlauf der Ausstellung immer wieder verfallen und neu aufgelegt. Die Aufnahmen wurden Anfang des Winters 2022 auf einer kleinen, nicht genehmigten Gartenparzelle in der Nähe der FDR-Drive aufgenommen, die von älteren Bewohner:innen in Chinatown, New York, gepflegt wurde. Die Bewohner:innen transformieren den Ort in eine Stätte kollektiver, ritueller und (agrar-)kultureller Produktion, die ihren eigenen Bedürfnissen und Interessen dient und sich gegen die bestehende Infrastruktur der Verwaltung stellt. Lien und Camacho ziehen Parallelen zwischen dieser Praxis und der des Bungkalan, einer spezifischen Form der Landbewirtschaftung auf den Philippinen, die die Künstler:innen seit mehreren Jahren untersuchen. Bungkalan bedeutet, dass landlose Bauern und Landarbeiter kleine Parzellen besetzen – oft innerhalb größerer Plantagen – um ihre eigenen Nahrungsmittel anzubauen. Als widerständische Antwort auf die ungleiche Landverteilung und die gescheiterte Landreform auf den Philippinen, verweist diese Praxis auf eine Zukunft jenseits der endlosen Ausbeutung und Zerstörung durch den Kapitalismus.
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