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der tresen's Public Feed: Brennspiritus Denatoniumbenzo...

Denatoniumbenzoat, so heißt das Vergällungsmittel, mit dem zum Beispiel bei Brennspiritus verhindert werden soll, dass a. Menschen ebendiesen trinken und b. Menschen daraus unversteuerten Schnaps machen können. Mit Denatoniumbenzoat werden auch die Einzelteile der Nintento Switch behandelt, damit man schnell weiterspielen kann, nachdem der kleine Bruder die neuen Controller gefressen hat. Der uralten Technik des Einverleibens von Geliebtem oder Verhasstem stellt sich die neue Konsolengeneration entschieden entgegen, denn die Spiele müssen weiter gehen, Mikrotransaktionen müssen getätigt werden und allgemein ist das Aufessen von Tätigkeitswerkzeugen nicht besonders wirtschaftlich. Als Kind hatte ich das wöchentliche Ritual, vor dem Fernseher mein Taschengeld sauber zu lutschen. Gina und Cruz fuhren im Cabrio durch Santa Barbara, der Rest der Sendung California Clan erschloss sich mir noch nicht. Ich betrachtete das Säubern und zum Strahlen bringen meines Kapitals als wertsteigernde Maßnahme. Ab und an verschluckte ich ein paar der Münzen und wurde so zu meiner eigenen Spardose, ein Held der schwarzen Null, die Statuten des Sparkassen-eigenen Knaxklubs vorbildlich verinnerlicht. Einverleiben und inflationsbereinigt Ausverleiben, dieses Prinzip hat sich bis heute übersetzt in bürgerlichen Kreisen. Nur das Zeug, was es einzuverleiben gilt, hat sich stark geändert. Die Spardose wird nun befüllt mit Beweisen und Versuchsdokumentationen eines erfüllten Lebens, mit dem unsichtbaren Kapital vermeintlicher Unabhängigkeit. Die Akademien und Hochschulen der kulturellen Arbeit sind auch eigentlich nur ein Knaxclub für die jungen Sparer_innen dieses neuen Kapitals. Wie das 50 Pfennig Stück in meinem Bauch, ist auch diese Währung knapp. Für viele wurde die Unterträglichkeit des alten Lebens nur mit der Unerträglichkeit des neuen Lebens getauscht.

https://rhizome.hfbk.net/p/231966


Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Annual Exhibition 2020 at the HFBK

The HFBK’s traditional annual exhibition („Jahresausstellung“) opens in February every year. For three days the students – from first-years to post-graduates – present a broad spectrum of their current work and projects from all the different departments. All classrooms, studios and halls in the building are used. Interested visitors are cordially invited to gain an impression of the art currently being created at the HFBK.

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?