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Immer weniger allein

Nicht zwingend ist das Atelier der Ort, an dem die Idee entsteht. Vielleicht würden wir uns das wünschen, dass die Idee berechenbar wäre und dann käme, wenn wir an unseren Eiermanntischen, in der Nähe einer Heizung und eines Waschbeckens unter Nordlicht sitzen. Tatsächlich kennen wir alle jene Szenen, in denen wir in der U-Bahn einen Passagier anstarren, an den wir uns danach nie mehr erinnern werden, auf dem Fahrrad eine Ampel überfahren, in einer Ausstellung stehen, ohne etwas zu sehen oder in der Intimität einer verrauchten Kneipe jemandem das Wagnis der Zukunft (eine Idee) ins Ohr schreien.

Wahrscheinlich ist das Atelier, sofern es noch nicht zum Repräsentationsraum zwischen der Privatheit der Wohnung und dem Offiziellen einer Ausstellung geworden ist, ein Ort des Übergangs, beziehungsweise eine Ankunftshalle. In diesem Übergang bewegt sich das zarte Hirngespinst in etwas Handfestes. Ähnlich fragil wie die Ideen sind auch die Menschen, die in den Ateliers arbeiten. Schließlich befinden auch wir uns mit unseren Impulsen und Gedanken, die sich zu Handlungen formulieren, in Situationen stetiger Veränderung. Die Ateliergemeinschaft bezeugt unsere Unsicherheit, jenes Wagnis, das noch nichts weiter ist als – vielleicht – ein guter Einfall.

Im Gemeinschaftsatelier jedoch entsteht in der Wahrnehmung der Anderen kaum Geborgenheit, sondern eher eine schnittige Öffentlichkeit. Schließlich ist der Blick der Anderen immer auch eine Bestandsaufnahme, einfach nur dadurch, dass jemand auch wahrnimmt, dass etwas (nicht) passiert. Ein Triumph oder wie etwas gelingt, wird genauso geteilt wie das Scheitern, die Unmöglichkeit einer Umsetzung. Die Verzweiflung lässt sich kaum kaschieren. Und wenn nicht in direkter Teilhabe, so offenbart sich das Geschehen im Atelier immer über die Spuren, die der Raum natürlicherweise trägt, denn er ist ja ein Atelier und keine WG Küche, die vielleicht einige Morgen später einmal aufgeräumt wird. Es ist ein eigentümliches Treiben, in dem wir das eigene Arbeiten in Präsenz der Kolleg*innen ausloten.

Noch auf der Suche oder während des Findens geben wir uns in der Gesellschaft preis. Wir werden eben bemerkt als die, die wir sind beziehungsweise sein wollen. Das kann unangenehm sein, aber auch sehr schön. Vielleicht entsteht im gegenseitigen Beobachten über die Jahre eine Vertrautheit, in der die Lösung für ein Problem häufig schon in einer einzigen Bemerkung zu finden ist.

Und natürlich ist diese Öffentlichkeit des Ateliers in einer Kunsthochschule erzwungen. Die Autorität der Ausbildungsstätte beugt sich über unsere Schultern, um sich dem Prozess zu vergewissern. Zunächst einmal sollen wir alle als Individuen in der leeren Möglichkeit der Räume etwas ganz Neues entwerfen. Schließlich ist die Freiheit des Hochschulateliers nicht bedingungslos und birgt ihrerseits auch unberechenbare Parameter. Wir sind Nomaden zwischen Tischplattenkampf und Malerrolle, der halbjährlichen Metamorphose des Arbeits- in einen Ausstellungsraum unterworfen. Die Dinge dürfen verweilen, aber nur für eine bestimmte Zeit. Es lohnt sich kaum, ein Regal anzuschrauben und am besten hat man alles mit Rollen versehen. Wird etwas Verliehenes jemals zurückkehren? Wird dieser Keks morgen noch hier sein, wenn er zum Frühstück eingeplant ist?

Wir alle haben schon einmal die Tür zum Raum unabgeschlossen vorgefunden oder wurden unseres Werkzeugs entledigt. Ein materieller Verlust lässt sich da noch entschädigen, aber so manch eine*r fühlte sich schon eines immateriellen Guts beraubt. Auf der Schwelle sind die Dinge oftmals leicht und kaum definiert, lassen sie sich schneller unter den Arm klemmen, als wenn sie in eine Form gebracht stehen.

Unsere Dinge sind immer einer möglichen Berührung überlassen, sofern sie nicht durch einen Zettel PLEASE DON’T TOUCH geschützt wurden. Zu oft schon hat jemand etwas gestreichelt, es einfach in die Hand genommen und unhörbar haben wir „Stopp, noch nicht!“ gerufen. Wir sind einander in unseren Empfindlichkeiten ausgeliefert. Die unterschiedlichen Bedürfnisse prallen als Eigenarten aufeinander oder schmirgeln sich wund über die Zeit. Ist die Musik zu laut? Und wie findet man gleichzeitig jene schlaue Geste, die eine Sache zu einer Arbeit macht? „Wie läuft‘s?“ wird zum präziseren „Wie geht‘s?“, weil es doch den Prozess gleich miteinschließt, ohne allzu direkt danach zu fragen auf welche Stimmung sich in diesem Moment einzustellen ist. Es ist wohl evident, dass wir nicht alle die gleiche Musik, die gleiche Gestimmtheit benötigen. Und so wird das Gemeinschaftsatelier zu einem ständigen Kompromiss. Im besten Fall haben wir gelernt, wie wir miteinander umgehen können.

Privatheit herstellen in einem Raum ohne Wände, Diskretion, Nachrichten schreiben, vielleicht sogar anrufen, Geliehenes immer zurückbringen oder ersetzen, vorher fragen, bevor man Kritik äußert. Umsichtig sein, sodass alle gut arbeiten können. Unter Umständen bügeln sich die Differenzen aus, wenn es unterschiedliche Rhythmen gibt und wir sozusagen aneinander vorbeiarbeiten. Wir verpassen uns. Aber was passiert, wenn jemand, weil sich der Ablauf geändert hat, plötzlich zu einer unerwarteten Zeit im Türrahmen steht. Man wird zum Eindringling, schmerzlich in den süßen Zustand der Ungestörtheit hinein-fahrend.

In Zeiten, in denen wir uns unsere Räume nicht leisten können, weder die Wohnungen noch die Ateliers, ist die Gemeinschaft abseits der Hochschule erstmal Mittel zum Zweck. Es gibt kein bezahlbares Atelier, dass unabhängig von irgendeinem kollektiven Arrangement in der innerstädtischen Topologie besteht.

Eine steile These, aber ich habe lange genug gesucht, um sie aufzustellen. Atelierhaus, Verein, geteilte Räume, Werkstätten, Nachbarschaften: Die Umstände erfordern einen Zusammenschluss.

Die Gemeinschaft des Ateliers ist zu einer notwenigen Bedingung für das Arbeiten überhaupt geworden.

Doch selbst wenn wir eigene Räume hätten, würden wir uns nach der Wärme eines geteilten Mittagessens sehnen? Danach, dass uns der Holzhändler kennt und danach eine*n brillante*n Kolleg*in anrufen zu können, wenn wir vor der Unlösbarkeit einer Umsetzung oder eben der Einsamkeit des Raums stehen würden? Wären wir nicht gezwungen, im eisigen Wind der Umstände stetig neue ökonomische Lösungen zu suchen, dann wäre Gemeinschaft vielleicht keine Notwendigkeit, sondern ein Wunsch. So oder so bleiben wir zusammen. Oder? Wie sähe ein ideales Atelier aus? Unabhängig aller sozialen und ökonomischen Bedingungen?

- Alles hängt sehr mit der Umgebung zusammen. Ich würde die Ruhe, etwas Natur und das Licht vom Land wollen. Wenn Stadt, dann mit guter Verkehrsanbindung und gewisse Infrastruktur drumherum. Garten, oder Hinterhof um mit wenigen Schritten unter freiem Himmel zu stehen. Zugang zu Wasser. Gewerbehof Gemeinschaft, Blick aufs Meer/Wasser, Blick auf die Stadt…

- Hamburg oder Pott-Nähe: Düsseldorf/Köln. Aber auch Berlin. Irgendwo in einer Großstadt, vielleicht Berlin, vielleicht London, vielleicht Brüssel? Landflucht kommt infrage, wenn die Anbindung in die Stadt unter einer Stunde Fahrtweg liegt. I don’t really know what it would look like, but it would definitely be in the city.
- Gut gelegen gibt es ums Eck einen Supermarkt und auch eine gute Bäckerei. Am liebsten hätte ich was Warmes, aber die Mensa im Gebäude hat schon geschlossen. Schade. Also nur etwas Obst und einen Kaffee, das reicht um noch zwei /drei Stunden hier zu bleiben.

- Das Atelier soll sehr angenehm sein, aber es soll nicht unbedingt neben meinem Zuhause stehen. Ich kann gerne jeden Tag von zu Hause rausgehen, um zum Atelier zu gehen. Idealerweise wäre es 10 bis 15 Minuten entfernt von meiner Wohnung. Die Zeit von dort bis zum Atelier ist auch wichtig, um meinen Kopf anschalten zu können für die Arbeit, und um mir etwas Gedanken zu machen.

- Eigentlich hatte ich heute gar keine Lust rauszugehen. Es ist kalt und dunkel. Doch der Weg in mein Atelier ist zum Glück nicht weit und an solchen Schlechtwetter-tagen kann ich immer noch besser arbeiten, weil man nicht das Gefühl hat, man verpasst irgendetwas. Zuhause bekomme ich zudem Platzangst, wenn ich bis Mittag noch nicht rausgekommen bin.

- Einen Bezug nach außen. Fenster, eine Austrittssituation, vielleicht einen Balkon oder eine Terrasse. Einen Innenhof. Gute Lage, damit man für Gäste einfach zu erreichen ist. In der Nähe des Wohnorts. Im Optimalfall auch einen Außenbereich, in der Nähe von einem Ort, wo man schwimmen kann. Der Raum soll ein Umfeld haben. Und dennoch Rückzugsort und Stille ermöglichen. Das Atelier wäre entweder irgendwo am Stadtrand mit Waldzugang oder im Dachgeschoss mit Lastenaufzug. Gerne zwei Ebenen, so maisonetteähnlich.

- Das Traumatelier für Bildhauerei hätte einen großzügigen Außen- und Innenbereich mit fließendem Übergang. Ein Rolltor und ein Garten mit Bäumen für den Schatten würden es bringen. Der Raum soll eingebunden sein, nicht entkoppelt existieren. Alles ist im Erdgeschoss, gut beheizt und eine große Halle. Und da steht ein großes Gebäude. Der ideale Raum ist groß. Luftig und dennoch zugänglich. Ziemlich abstrakt, aber genauso müsste es sein. Ein Gefühl von Weite muss entstehen können, was es mir ermöglicht, zu der Arbeit Distanz einzunehmen und mit Abstand darauf zu schauen. Es aus den Augen zu verlieren, um sich wieder neu zu nähern. Er braucht verschiedene Zonen, eine formale räumliche Struktur, damit sich Arbeit und Ruhemomente abwechseln können.

- Ein großer Raum, der von allen genutzt werden kann, wenn man mal für etwas mehr Platz braucht, Veranstaltungen und so. Viel Raum, hohe Decken. Höhere Decken und neutraler Boden. Arbeitsfläche ab 40 Quadratmeter, sodass man gleichzeitig auch einen Lagerplatz darin einrichten kann und sich verschiedene kleine Werkstattstationen darin befinden können. Ein großer Lagerraum neben dem Atelier. Also, I don’t like walls to be put up. The space should remain open. The viewing lines between each other remain open, that makes it easier to talk to each other. I like an open space, an energy, a warmth.

- Es ist immer warm im Atelier. Das ist gut, ich mag es nicht, wenn beim Arbeiten dicke Pulli-Ärmel im Weg sind. Theoretisch könnte ich sogar meine Schuhe ausziehen, sauber genug ist es dafür auch, aber das lasse ich, sonst wird es noch zu gemütlich zum Arbeiten.

- Tageslicht scheint mir sowieso sehr wichtig, am besten von oben. Viel Licht. Große Fenster (viel Sonnenlicht). Gute Beleuchtung. Viel, viel Licht, aber auch die Möglichkeit 100 Prozent abzudunkeln. Bei konstantem, nördlichem Streulicht. Neutrales Licht, Tageslicht, Tageslichtlampen. Es gibt viel Licht von oben und eine natürliche Tageslichtsituation wären wunderbar. Hell, wandhohe Fenster über Eck. Das ideale Atelier hätte viel Tageslicht.

- ... einen Tisch, einen Stuhl. Heizung, Strom, Wasser. Es sollte beheizt werden können, über ausreichend Stromanschlüsse, sowie über Wasseranschluss/Waschbecken verfügen. Es gäbe ein Keramikwaschbecken mit Fettabscheider, eine kleine Küche und auch ein Bad mit Dusche. Abluft, Heizung, Waschbecken. Auf einer Hochebene kann man übernachten, wenn‘s mal länger wird. Hohe Decken, drei große weiße Wände, ein größerer Eingang, Betonboden mit neutraler Farbe, alle Arbeitszeuge und Maschinen, die ich brauche. Box für Musik. Eine kleine geteilte Bibliothek. Ein Bereich zum Empfangen von Gästen, Bürobereich, Fotostudio für Dokumentation, Lagerbereich, so viel wie möglich auf Rollen, zwecks Flexibilität und Anpassung. Schnelles Internet, viele Stromanschlüsse, Luftdrucksystem mit Kompressor, Rolltor. Die Einrichtung müsste komplett auf Rollen sein. 6x2 Meter große Tischfläche. Bei Bedarf sollte alles so schnell wie möglich zusammen klappbar oder modular in einer Ecke verstaubar sein, sodass der Raum in zehn Minuten leer wäre. Ähnliches gilt für die Nutzbarkeit der Möbel und Schränke, am besten wären sie weiß und so gebaut, dass die Dinge darin optisch verschwinden und perfekt geordnet sind. Viele Pflanzen! Dann noch ganz viel „Nerdkram“: Eigener Serverraum/Renderfarm, LED-Wand und Greenscreen Studio, flexible Lichttechnik, aber das ist vielleicht zu konkret.

- Und eine Holz- und Metallwerkstatt nebenan. In einem kleinen Nebenraum steht noch eine CNC-Fräse. Eine Küche, ein Bad und ein kleiner Garten.

- Es gibt diesen Zeitpunkt, nach einer warmen Mahlzeit, an dem ich am liebsten eine halbe Stunde schlafen würde. Irgendwann bringe ich mal eine Matratze oder ein Sofa hierher, dann kann ich mich einfach kurz erholen, anstatt energielos vor mich hinzustarren und auf den Koffeinkick zu warten.

- Es gibt gemeinschaftlichen Platz für Austausch von Gedanken und Tools, aber es ist auch eine produktive, faire, den verschiedenen Bedürfnissen entsprechende Arbeitsstimmung, die nicht im privaten Wohnzimmer-Modus versackt. Angenehme Stimmung, vielleicht ein gutes Sofa. Ruhe und Sauberkeit, teilweise dreckig. Ruhe zum Denken, aber genau so soll man auch zu jeder Tages- und Nachtzeit Lärm machen dürfen. Und man könnte so laut und so leise sein, wie man sich gerade fühlt. Ich bin froh, heute ins Atelier gekommen zu sein, und habe nicht das Gefühl, ich müsste jetzt schnell wieder in mein schönes Zuhause, denn hier ist es auch schön, hell und warm und ich treffe meistens jemanden und kann trotzdem arbeiten. I like to walk into a studio and feel an energy in there. And I think that energy, in part, comes from a history of the building. It doesn’t necessarily have to have wooden floors, but the window fittings… the small details that you can feel, that other people studied there and made works in that building. I’d like to have that sort of energy.

- Wenn viel Platz, dann auch ein gemeinschaftliches Atelier, aber tendenziell eher ein Einzelatelier mit direkter Nachbarschaft. Dann ließe es sich in geselliger Gemeinschaft mit zwei bis drei Kolleg*innen in luftigem Raumvolumen (inklusive Laufkatze) frei denken und produzieren. Es gibt genügend Platz für fünf bis zehn Personen. Das perfekte Atelier bietet Arbeitsplatz für mich und (feste) andere Personen, die unterschiedliche Interessen, Arbeitsweisen und Skills haben. In der Hochschule: mit guten Ansprechpartner*innen. Nach dem Studium wäre es mit einer Katze.

- Als ich ankomme, ist auch schon jemand da. Wir begrüßen uns, ich ziehe meine Jacke aus und meinen Pullover. Ich fange direkt an, wir reden ein bisschen, nach einer Weile wird es still, alle im Tun vertieft. Ja zur Gemeinschaft, aber in abgetrennten Räumen, wo man seinen Raum auch abschließen kann. Aber heute ist das Atelier voll, wir sind zu fünft, und ich schaue kaffeeschlürfend ein bisschen, was die anderen machen, schnappe etwas frische Luft und, heiter von der kleinen Pause, schalte ich die Musik an. Alle sind einverstanden und so geht‘s auch ganz leicht weiter. Andere Menschen, die im gleichen Gebäude (oder Raum) arbeiten und die sich auf eine Art als Gemeinschaft verstehen, mit der man sich austauschen kann, manchmal gemeinsam essen kann, abwechselnd für alle kochen. Ein Atelierraum ist nicht nur ein Arbeitsort für mich, sondern auch ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen und Diskurse stattfinden. Es ist auch ein Ort des gemeinsamen Essens, Rumhängens und Unsinntreibens. Ein Ort des Austauschs: ob Kaffee, Schokolade, Meinungen oder Werkzeug. Also ein Ort des Alltags. Neben grundsätzlichen Dingen wie Licht, geraden Böden, Platz für einen Tisch und etwas drum herum, Strom, Internet und vielleicht eine kleine Kaffeeküche, sind es vor allem die Menschen, die auch dort arbeiten. Es kann noch so ein Wahnsinnsraum sein, wenn ich mich dort nicht wohlfühle und kein Austausch stattfindet, ist er nicht gut.

Bezahlbar (sehr abstrakt). Günstig. Und natürlich keine Miete, sondern Eigentum.

Dieser Text erschien zuerst im Lerchenfeld-Magazin Nr. 60.
Marie Pietsch studiert seit 2016 im Studienschwerpunkt Bildhauerei an der HFBK Hamburg. Der Text ist entstanden mit Beiträgen von Kommiliton*innen: Sikker August, Noémi Barbaglia, Naomi Citlali, Marthe Fock, Sevda Güler, Moritz Haas, Conrad Hübbe, Tassja Kissing, Amin Motallebzadeh, Charlotte Perka, Hannah Prinz, Akinori Tao, Harry Thring, Jakob Spengemann und Max Stühlen.

Solo exhibition by Konstantin Grcic

From September 29 to October 23, 2022, Konstantin Grcic (Professor of Industrial Design) will be showing a room-sized installation at ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer at the HFBK Hamburg consisting of objects designed by him and existing, newly assembled objects. At the same time, the space he designed for workshops, seminars and office workstations in the AtelierHaus will be put into operation.

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Start of semester

After three semesters of hybrid teaching under pandemic conditions, we are finally about to start another semester of presence. We welcome all new students and teachers at the HFBK Hamburg and cordially invite you to the opening of the academic year 2020/21, which this year will be accompanied by a guest lecture by ruangrupa.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Public Information Day 2021

How do I become an art student? How does the application process work? Can I also study to become a teacher at the HFBK? These and other questions about studying art were answered by professors, students and staff at the HFBK during the Public Information Day on February 13, 2021. In addition, there will be an appointment specifically for English-speaking prospective students on February 23 at 2 pm.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?