Ergebnisse gefunden
Suche läuft...
Keine Ergebnisse für ""

Mit dem dreijährigen Postgraduierten-Programm Being(s): Artistic Research in Transformative Contexts of Health möchte die HFBK Hamburg erstmalig ein international anschlussfähiges postgraduales Qualifizierungsangebot im Feld der künstlerischen Forschung für Künstler*innen zu Beginn ihrer Karriere anbieten.

Das Programm wird vom Promotionsausschuss für PhD in Art Practice konzipiert und engmaschig begleitet, dem internationale Lehrende der Hochchschule angehören: Prof. Kader Attia, Prof. Angela Bulloch, Prof. Simon Denny, Prof. Omer Fast, Prof. Rajkamal Kahlon und Prof. Adina Pintilie.

In enger Kooperation mit dem Forschungsbereich „Leben im Anthropozän: Körper, Gesundheit, Gesellschaft“ im Rahmen des BA-Studiengangs Liberal Arts & Sciences an der Universität Hamburg (UHH) werden gemeinsam mit Prof. Dr. Sophie Witt (Professorin für Literaturwissenschaft, insbesondere Wissenskulturen und Interdisziplinarität) Forschungs-, Studien- und Lehrprogramme entwickelt und erprobt, die aktuelle Fragen von Gesundheit mit anderen Gegenwartsdiskursen verknüpfen und sie explizit an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst situieren. Für diesen Theorie-Praxis-Transfer werden in konkreten thematischen Konstellationen Formate geschaffen, die als Labor und Practice Hub dienen.

Gefördert von der Landesforschungsförderung Hamburg

Förderzeitraum 1.3.202530.6.2028

Inhaltlicher Rahmen +

Die Welt ist angesichts gegenwärtiger Herausforderungen abhängiger denn je von neuen Impulsen und einem radikalen Umdenken in allen Lebensbereichen. In einer Zeit, in der tiefgreifende Transformationsprozesse die Bedingungen des Lebens grundlegend verändern, stellen sich auf der lokalen, der globalen und auf der planetaren Ebene Folgen ein, die noch unabsehbare Konsequenzen für die Gesundheit aller Lebewesen auf diesem Planeten haben werden. Die sich immer wieder neu stellende Frage nach den Bedingungen von Gesundheit kann auf allen Ebenen als eines der wichtigsten Probleme betrachtet werden, das durch bewaffnete Konflikte, Klimakrisen, Pandemien und wachsende Herausforderungen in der öffentlichen Gesundheitsversorgung immer weiter verschärft wird. Dabei ist es unerlässlich, nicht nur die Entwicklung der medizinischen Wissenschaften voranzutreiben, sondern Gesundheit in einem erweiterten Feld zu betrachten. Dieses erfordert interdisziplinäre Strategien und radikal neue Denkansätze, denn Gesundheit bedeutet weit mehr als die Freiheit von Krankheit.

Künstlerische Dimensionen können zu einem umfassenderen Verständnis von Gesundheit in Gegenwart und Zukunft beitragen und zu experimentellen, ästhetischen und strukturellen Beschreibungskategorien für spezifische Weltverhältnisse und sich rasch verändernde Lebensbedingungen werden. Durch die Reflexion der ästhetisch-konzeptionellen Grundlagen und Rahmenbedingungen, die die Wahrnehmung und Erfahrung von Gesundheit und Wohlbefinden beeinflussen und prägen, zielt das Forschungsprogramm zum einen auf die Analyse der Mechanismen, Instrumente und Ordnungen, die bestehende systemische und normative Strukturen definieren. Zum anderen sollen Vorschläge aus der Kunst formuliert werden, um neue Bezugssysteme sichtbar zu machen, die Gesundheit als ein dynamisches Verhältnis von unterschiedlichen Lebensformen, (im)materiellen Bedingungen und systemischen Kontexten verstehen.

Curriculum +

Für Promovierende wird ein speziell entwickeltes Curriculum angeboten, das sich Methoden und Praxis der künstlerischen Forschung widmet. Hierfür werden Seminarangebote geschaffen, die eine begriffliche, methodische und strukturelle Grundlage für die gemeinsame Arbeit bilden und sich zudem mit forschungspraktischen Fragestellungen im Kontext der einzelnen Projekte beschäftigen.

Einmal pro Semester findet ein künstlerisches Forschungskolloquium statt, das die jeweiligen Entwicklungen in den Projekten ins Zentrum stellt. Hier werden Bezüge innerhalb der Gruppe herausgearbeitet und gegenseitige Vernetzung gestärkt. Externe Gäste geben Impulse und erweitern die Bezüge des Netzwerks. Das Format variiert zwischen Workshop und Präsentation von Prototypen, gemeinsamen Exkursionen sowie öffentlichen Elementen und Diskursveranstaltungen.