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Angela Bullochs Arbeit erstreckt sich über viele Medien und manifestiert ihr Interesse an Systemen, Mustern und Regeln sowie ihre Beschäftigung mit der Geschichte von Formen und menschlicher Interaktion. Die Pixel Boxes sind zu ihrem bekanntesten Werk geworden: Ursprünglich aus Buchenholz mit einer Glasfront gefertigt, destillieren und abstrahieren ihre sanft wechselnden und pulsierenden Farben komplexe visuelle Muster zu einfachen, sich verändernden Monochromen. Ihre 2008 im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, begonnene Serie von Night-Sky-Arbeiten zeigt bestehende Sternbilder aus einer anderen Perspektive als der der Erde, simuliert mit einem 3D-Sternkartografieprogramm. Ihre jüngste Serie von Skulpturen verbindet ihr Interesse an der Logik der Geometrie und der Serialität mit einer grafischen Qualität. Das Erscheinungsbild der Skulptur verändert sich je nach Blickwinkel: Von einer Seite aus dominiert das Unregelmäßige, während von einer anderen Seite aus der Eindruck einer gewissen totemistischen Regelmäßigkeit vorherrscht.
Die in Berlin lebende Künstlerin (*1966) studierte von 1985 bis 1988 am Goldsmiths College in London. Sie ist ein Gründungsmitglied von BPA (Berlin Program for Artists). Seit Ende der 1980er Jahre stellt Bulloch international aus und ist in wichtigen Sammlungen weltweit vertreten. 1997 war sie für den Turner Prize und 2005 für den Preis der Nationalgalerie nominiert.
Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Einzelausstellungen präsentiert, u. a. Musée d’Arts de Nantes (2022); Serralves Museum, Porto (2019); MAAT, Lissabon (2019–20); Sharjah Art Museum (2016); Witte de With, Rotterdam (2012); Städtische Galerie, Wolfsburg (2011); Berlinische Galerie (2011); Städtische Galerie im Lehnbachhaus, München (2008).
Seit 2018 ist Angela Bulloch Professorin für Zeitbezogene Medien an der HFBK Hamburg.