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Willkommen zu meiner Debattenrundschau vom 03.06.2019!

Seit einigen Jahren bestimmen identitätspolitische Fragen nicht nur den Kunst-Diskurs maßgeblich mit, sie sind auch in vielen anderen Gesellschaftsbereichen zu wichtigen Taktgebern geworden. „Trigger-Warnung - Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen“ heißt ein gerade erschienener Sammelband, den Jan-Paul Koopmann für Spiegel Online rezensiert hat. Das Buch versammele Texte von 20 AutorInnen, welche sich mit ganz unterschiedlichen Aspekte von Identitätspolitik beschäftigen würden. Die Diskussion um identitätspolitische Fragen werde häufig äußerst kontrovers geführt: „Dabei tritt auf allen Seiten zunehmend eine Aggressivität an den Tag, die vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen wäre - und die auch irritieren muss, wo doch die ganze Zeit von Schutzräumen gegen verbale Gewalt die Rede ist“, so der Autor. Die grundsätzlichen Erfolge von Identitätspolitik seinen erst einmal anzuerkennen; vor diesem Hintergrund vollziehe sich dann eine Kritik an den eben auch vorhandenen Überreibungen – so beschreibt Koopmann den grundlegenden Ansatz des Buches. Der Autor greift folgendes Beispiel heraus: „In ihrem Beitrag zum Antisemitismus-Skandal um die Echo-Nominierung von Deutschrapper Kollegah im vergangenen Jahr kritisieren Céline Wendelgaß und Tom David Uhlig pseudo-subversive Tabubrüche im Gangster-Rap. Nur richtet sich ihre Kritik dann auch gegen den Conscious-Rap, ‘wie ihn zum Beispiel prominent Sookee vertritt’. Die Autoren analysieren, wie die Selbstkritik zum Selbstzweck werde: Die Rapperin Sookee macht einen Song über die Diskriminierung von Schwulen und Lesben und kassiert dafür den Vorwurf, andere Diskriminierte auszuschließen, singt sie über toxische Männlichkeit, unterstellt man ihr wiederum Transfeindlichkeit und so weiter. Sookee reagiert betroffen, sagt Konzerte ab, veröffentlicht selbstkritische Songs. ‘Vor lauter Moral der Geschichte’, heißt es aber im Buch, ‘werde die Geschichte selbst vergessen’.“

Das gute Abschneiden der AfD bei der Europa-Wahl nimmt Swantje Karich zum Anlass, sich in der WeltGedanken über die politischen Voraussetzungen der Kunstfreiheit zu machen. Als konkretes Beispiel dient ihr Dresden, ist die AfD in Sachsen doch stärkste Kraft geworden. „Die AfD hat immer wieder bewiesen, dass sie sich für die Kunstfreiheit nur begrenzt interessiert und dass sie in diesem Sinn auch die Museumslandschaft im Freistaat und besonders auch in Dresden verändern will“, so Karich. Beispielsweise wolle AfD-Stadtrat Gordon Engler dem Europäische Zentrum der Künste Hellerau die jährliche städtische Förderung von 3,4 Millionen Euro streichen. Manche Museumsleute befürchteten bereits einen erhöhten politischen Druck nach den Landtagswahlen im Herbst. Zur politischen Unabhängigkeit von Museen und Institutionen schreibt sie: „Egal ob das Stadtmuseum oder die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden: Museumsdirektoren, Mitarbeiter, Kuratoren werden in den städtischen und staatlichen Museen Deutschlands von der Politik berufen. Sie sind weisungsgebunden und vom Grundsatz zu politischer Neutralität verpflichtet. Die Ministerkonferenz entscheidet, ob Verträge geschlossen oder auch nur verlängert werden.“

Auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei sollte eigentlich Ende der Woche die 26. Leipziger Jahresausstellung stattfinden. Die vom Leipziger Jahresausstellung e. V. organisierte Schau wurde nun kurzfristig abgesagt. Grund dafür ist die Debatte um die Teilnahme des Malers Axel Krause, welcher der AfD nahe steht und sich in regelmäßigen Facebook-Posts (https://www.facebook.com/people/Axel-Krause/100008881501633) entsprechend politisch positioniert. Im vergangenen Jahr war Krause von seiner damaligen Leipziger Galerie Kleindienst, welche ihre Räume auch auf dem Gelände der Baumwollspinnerei hat, fallen gelassen worden, was damals mit dessen politischer Haltung begründet wurde. (Ich empfehle die Google-Bewertungen der Galerie zur Lektüre. Ein gewisser Axel Krause hat nur 1/5 Sternen gegeben.) Nun führten öffentliche Proteste gegen die Teilnahme Krauses zum Rücktritt des Vereinsvorstandes und zur besagten Absage der Ausstellung. Ulrike Thielmann hat für MDR Kultur die Hintergründe und Details des Falls zusammengefasst, O-Töne von ursprünglich teilnehmenden KünstlerInnen inklusive.

Galerist Jochen Hempel, ebenfalls auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei ansässig, hat sich im Interview mit Monopol zu den Streitigkeiten um Krause geäußert. Er befürchte einen Image-Schaden für alle auf dem Gelände ansässigen Galerien, werde doch nun der Name des Areals ständig im Kontext des Skandals genannt, so Hempel. Er sieht in der Teilnahme Krauses auch einen Affront von Seiten des Auswahlkomitees der Überblicksausstellung: „Das Problem ist und bleibt, dass eine einfache Mehrheit der Jury für ihn gestimmt hat. Das war und ist eine deutliche Provokation gegenüber der Entscheidung von Kleindienst sowie den Spinnerei-Galerien.“

Susanne Schreiber hat für das Handelsblatt ein wirklich lesenswertes Interview mit dem Maler Norbert Bisky geführt. Das Gespräch dreht sich unter anderem um seine ostdeutsche Herkunft, sein Verhältnis zu Geld und dem Kunstmarkt und natürlich um seine künstlerische Praxis. Seine künstlerische Sozialisation in den Neunziger Jahren beschreibt er folgendermaßen: „Der Zusammenbruch eines Landes ist eine derart absurde Situation, dass ich mir gesagt habe: ‘Ich werde jetzt Künstler.’ Die Implosion der Ordnung wirkte als Kick. Dinge, die mich bis eben noch gequält haben, Leute, die ich privat gar nicht mochte und die mir reinreden wollten in mein Leben, waren entmachtet worden. […] Das Ende der DDR war biografisch für mich ein Riesenglücksfall. Die Instabilität spielt ja nach wie vor in meinen Bildern eine Rolle. Ich bin immer sehr skeptisch, wenn jemand meint, ganz genau zu wissen, wie es geht. Gut sortierten Weltsichten in verschiedenen Schubfächern misstraue ich. Der Gedanke, dass die Dinge auch ganz anders sein könnten, ist mir ein durchaus lieb gewordener Begleiter geworden.“

Wolfgang Ullrich hat kürzlich in einem Essay für die Zeit eine bemerkenswerte Entwicklung konstatiert – politische eher rechts stehende KünstlerInnen würden sich vermehrt die Verteidigung der Kunstfreiheit auf die Fahnen schreiben, während ihr von linker Seite immer häufiger mit Misstrauen begegnet werde. (Auch Axel Krause beruft sich in seinen Posts ständig auf die Kunst- und Meinungsfreiheit.) Harry Lehmann fragt in seinem Essay, welches ebenfalls auf Zeit Online erschien, nach den unterschiedlichen philosophischen Vorstellungen von Autonomie, die dieser Entwicklung zugrunde liegen, und schlägt darauf aufbauend eine erweiterte Definition von künstlerischer Autonomie vor, welche für demokratische Gesellschaften im Umbruch eine wichtige Funktion erfüllen könne: „Liberale Demokratien brauchen problemscharfe Selbstbeschreibungen. In Zeiten großer Veränderungen werden diese allerdings dysfunktional. Genau hier findet die autonome Kunst ihre gesellschaftliche Funktion, die aber eben nicht direkt politisch, sondern eher vorpolitisch ist: Autonome Kunst kann in ihren besten Werken neue Selbstbeschreibungen provozieren, indem sie die blinden Flecke der aktuellen Selbstbilder artikuliert. […] Man kann die Kulturinstitutionen heute nur ermutigen: In einem politisch polarisierten gesellschaftlichen Umfeld sollte auch jene Kunst unterstützt werden, die quer zu linken und rechten, progressiven und konservativen Standpunkten steht. Denn sie zeigt diese Positionen in ihrer Widersprüchlichkeit, erneuert Erfahrungsmuster und Sprachspiele, die eine demokratische Meinungsbildung erst möglich machen.“

News.artnet.com hat einen Auszug aus dem Buch „Boom: Mad Money, Mega Dealers, and the Rise of Contemporary Art“ veröffentlich, welches von Michael Shnayerson verfasst und kürzlich publiziert wurde. Im den Kapitel beschreibt Shnayerson detailreich und amüsant, wie Takeshi Murakami, Mark Grotjahn und andere KünstlerInnen in den späten Neunzigern und frühen Nuller Jahren zu globalen Stars aufstiegen, zusammen mit ihren Galeristinnen und Galeristen. Künstlerische Fragen spielen in Shnayersons Story keine Rolle; Machtanspruch, Durchsetzungskraft und Geschäftssinn sind die eigentlichen Protagonisten seiner Kunstgeschichte.

Der israelische Psychoanalytiker Carlo Strenger nennt sich selbst einen liberalen Kosmopoliten. Über eben jene gesellschaftliche Figur hat er nun ein Buch geschrieben, welches Michael Angele kürzlich für den Freitag rezensiert hat. Es heißt „Diese verdammten liberalen Eliten. Wer sie sind und warum wir sie brauchen“. Die Grundfrage des Buches laute, ähnlich wie bei Didier Eribons „Rückkehr nach Reims“: „Wie konnte es sein, dass sie (die Arbeiterklasse, das Prekariat, die kleinen Leute) sich von den linken und liberalen Ideen abgewendet haben? Beide Autoren geben ungefähr die gleiche Antwort: Weil wir (Akademiker, Kreative, Kulturschaffende, Journalisten etc.) einmal zu oft abgehoben haben.“ Um diese Frage zu ergründen, habe Strenger Fälle aus seiner psychotherapeutischen Praxis zu fünf exemplarischen Geschichten verdichtet, so der Autor der Rezension. Insgesamt ein wirklich aufschlussreiche Besprechung, ergänzt Angele Strengers Theorien doch noch um zusätzliche soziologische Ansätze und gibt somit einen kompakten, aber dennoch komplexen Einblick in die Thematik.

Ein ganz kurzer Hinweis auf einen tollen Text von Jörg Scheller, veröffentlicht als Blogbeitrag der Zeitschrift Merkur: „Im Folgenden werde ich schlaglichtartig die Haltung dreier AutorInnen beleuchten, die, aus einer dezidiert intellektuellen und/oder künstlerischen Perspektive, vor der Verführbarkeit von Intellektuellen, Akademikern und Künstlerinnen gewarnt haben.“ Denn: „Bildung und Intellekt sind moralisch unspezifisch. Kunst und Kultur zeitigen keine vorhersagbare Wirkung. Aufklärung und Kritik können jederzeit in ihr Gegenteil umschlagen.“ Sie taugten also auch nicht automatisch als Waffe gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck, den Aufstieg des Populismus und dem verbreiteten Glauben an Verschwörungstheorien, so die These des Autors.

„How Soon Is Now: Art, Activism, and Accountability” hieß eine Podiumsdiskussion, die vor einigen Tagen im „Vera List Center at The New School“ in New York stattfand. Moderiert wurde die Diskussion von David Velasco, dem Chefredakteur des Magazins Artforum. Auf der Bühne waren die Künstlerinnen Nan Goldin und Tania Bruguera, die Kunsthistorikerin Claire Bishop, der Schriftsteller Tobi Haslett sowie die Direktorin des Brooklyn Museum, Anne Pasternak. Claire Selvin war für artnews.com vor Ort; in ihrem Artikel fasst sie die wichtigsten Diskussionspunkte zusammen. Die Ausgangslage der Debatte beschreibt sie einleitend folgendermaßen: „Against a backdrop of protest and activism surrounding art museums of late—most notably the high-profile case of Safariland figurehead Warren B. Kanders’s presence on the the Whitney Museum’s board and resulting agitation organized by the group Decolonize This Place—a panel of artists, activists, and arts professionals convened at the New School in New York to discuss their work and address pressing questions regarding money, politics, and power in the cultural sector.“

Wer sich noch einmal einen Überblick verschaffen möchte über jene Proteste, welche in den vergangenen Jahren Kunstinstitutionen oder KünstlerInnen trafen, die sich in den Augen der Protestanten unmoralisches oder ungerechtes Verhalten zu Schulden hatten kommen lassen, dem sei Barbara Pollacks ausführlicher Artikel ans Herz gelegt, welcher ebenfalls auf artnews.com erschienen ist.

Johannes Bendzulla

Finkenwerder Art Prize 2024

The US artist Julia Scher will receive the Finkenwerder Art Prize 2024, while Anna Stüdeli, who studied sculpture at the HFBK Hamburg, will be honoured with the Finkenwerder Grant from the HFBK.

Natan Sznaider stands at the lectern and delivers his keynote address.

photo: Tim Albrecht

In conversation with Natan Sznaider

The Israeli sociologist Natan Sznaider talks to the author Navid Kermani and the philosopher Juliane Rebentisch about the Middle East conflict, working towards a peaceful future and the legacy of Hannah Arendt.

Archives of the Body - The Body in Archiving

With a symposium, an exhibition, a film programme and a digital publication, the research project conceived by Prof. Hanne Loreck and Vanessa Gravenor examines the "archive" as a form of order with regard to the human body. Which body archives and discourses have become established? What potentials for political-aesthetic resistance and activism could and can emerge?

Sharon Poliakine, Untitled, 2023, oil on canvas, detail

New partnership with the School of Arts at the University of Haifa

On the occasion of a new partnership with the School of Arts at the University of Haifa, the HFBK Hamburg is presenting an exhibition by the artists Birgit Brandis, Sharon Poliakine and HFBK students.

photo: Ronja Lotz

Exhibition recommendations

Numerous exhibitions with HFBK participation are currently on display. We present a small selection and invite you to visit the exhibitions during the term break.

Visitors of the annual exhibition 2024; photo: Lukes Engelhardt

Annual Exhibition 2024 at the HFBK Hamburg

From February 9 -11, 2024 (daily 2-8 pm) the students of HFBK Hamburg present their artistic productions from the past year. In addition, the exhibition »Think & Feel! Speak & Act!« curated by Nadine Droste, as well as the presentation of exchange students from Goldsmiths, University of London, can be seen at ICAT.

Examination of the submitted portfolios

How to apply: study at HFBK Hamburg

The application period for studying at the HFBK Hamburg runs from 1 February to 5 March 2024, 4 p.m. All important information can be found here.

photo: Tim Albrecht

(Ex)Changes of / in Art

There's a lot going on at the HFBK Hamburg at the end of the year: exhibitions at ICAT, the ASA students' Open Studios in Karolinenstraße, performances in the Extended Library and lectures in the Aula Wartenau.

Extended Libraries

Knowledge is now accessible from anywhere, at any time. In such a scenario, what role(s) can libraries still play? How can they support not only as knowledge archives but also as facilitators of artistic knowledge production? As an example, we present library projects by students and alumni, as well as our new knowledge space: the Extended Library.

Semester Opening 2023/24

We welcome the many new students to the HFBK Hamburg for the academic year 2023/24. A warm welcome also goes to the new professors, whom we would like to introduce to you here.

And Still I Rise

For over 20 years, US artist Rajkamal Kahlon has been interested in the connections between aesthetics and power, which are organized across historical and geographical boundaries, primarily through violence. With this solo exhibition, the HFBK Hamburg presents the versatile work of the professor of painting and drawing to the Hamburg art public for the first time.

photo: Lukes Engelhardt

photo: Lukes Engelhardt

No Tracking. No Paywall.

Just Premium Content! The (missing) summer offers the ideal opportunity to catch up on what has been missed. In our media library, faculty, students and alumni share knowledge and discussions with us - both emotional moments and controversial discourses. Through podcasts and videos, they contribute to current debates and address important topics that are currently in focus.

Let's talk about language

There are currently around 350 international students studying at the HFBK Hamburg, who speak 55 different languages - at least these are the official languages of their countries of origin. A quarter of the teaching staff have an international background. And the trend is rising. But how do we deal productively with the multilingualism of university members in everyday life? What ways of communication can be found? The current Lerchenfeld issue looks at creative solutions for dealing with multilingualism and lets numerous former international students have their say.

photo: Miriam Schmidt / HFBK

Graduate Show 2023: Unfinished Business

From July 13 to 16, 2023, 165 Bachelor's and Master's graduates of the class of 2022/23 will present their final projects from all areas of study. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg.

A disguised man with sunglasses holds a star-shaped sign for the camera. It says "Suckle". The picture is taken in black and white.

photo: Honey-Suckle Company

Let`s work together

Collectives are booming in the art world. And they have been for several decades. For the start of the summer semester 2023, the new issue of the Lerchenfeld Magazine is dedicated to the topic of collective practice in art, presents selected collectives, and also explores the dangers and problems of collective working.

Jahresausstellung 2023, Arbeit von Toni Mosebach / Nora Strömer; photo: Lukes Engelhardt

Annual Exhibition 2023 at HFBK Hamburg

From February 10-12, students from all departments will present their artistic works at Lerchenfeld 2, Wartenau 15 and AtelierHaus, Lerchenfeld 2a. At ICAT, Tobias Peper, Artistic Director of the Kunstverein Harburger Bahnhof, curates an exhibition with HFBK master students. Also 10 exchange students from Goldsmiths, University of London will show their work there.

Symposium: Controversy over documenta fifteen

With this symposium on documenta fifteen on the 1st and 2nd of February, the HFBK Hamburg aims to analyze the background and context, foster dialogue between different viewpoints, and enable a debate that explicitly addresses anti-Semitism in the field of art. The symposium offers space for divergent positions and aims to open up perspectives for the present and future of exhibition making.

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

The best is saved until last

At the end of the year, once again there will be numerous exhibitions and events with an HFBK context. We have compiled some of them here. You will also find a short preview of two lectures of the professionalization program in January.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival and Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

As the final part of the artistic research project, the festival and symposium invite you to screenings, performances, talks, and discussions that explore the potential of the moving images and the (human and non-human) body to overturn our habitual course and change the dominant order of things.

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

Wishing you a happy welcome

We are pleased to welcome many new faces to the HFBK Hamburg for the winter semester 2022/23. We have compiled some background information on our new professors and visiting professors here.

Solo exhibition by Konstantin Grcic

From September 29 to October 23, 2022, Konstantin Grcic (Professor of Industrial Design) will be showing a room-sized installation at ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer at the HFBK Hamburg consisting of objects designed by him and existing, newly assembled objects. At the same time, the space he designed for workshops, seminars and office workstations in the AtelierHaus will be put into operation.

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?