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Le Monde Problématique's Public Feed: Willkommen zu meiner Debattenr...

Wie funktioniert das mit dem Dagegen-Sein in Zeiten wie diesen? Diese Frage versucht Julia Lorenz vom Magazin Spex in der aktuellen Ausgabe ihres Corona-Logbuchs zu beantworten. Besonders eine Demonstration gegen die staatlich verordneten Einschränkungen vergangene Woche vor der Berliner Volksbühne habe ihr zu Denken gegeben, so die Autorin. „Verschwörungstheoretiker_innen, stramme Rechte, Impfgegner_innen und Ken Jebsen himself nutzten eine Demo gegen den Lockdown als Bühne für ihre krude Weltsicht. […] Leider zeigt der Aktionismus dieser Möchtegern-Widerständler_innen eine ärgerliche Wirkung bei mir: Wo alle, die den Lockdown sinnvoll finden, zu verblendeten Deppen erklärt werden, kriegt ein kritischer Umgang mit Regierungsbeschlüssen schnell einen schalen Beigeschmack. Die Folge sind Lähmungserscheinungen, Lethargie, Verstummen – und Skepsis gegenüber Protest.“ Lorenz fragt: “Wird Passivität zur Opposition, wenn Distanz Fürsorge bedeutet? Bloß nicht – dann würde die Querfront ja Recht behalten mit ihrer Mär von der doofen Lemmingherde. Das Problem ist nur: An wessen Seite stellt man sich gerade? Und wer gehört bestreikt?“ Ihr persönliches Fazit: „Die Übereinkunft, der Regierung in Sachen Schutzmaßnahmen nicht nur das Schlimmste zuzutrauen, geht durchaus zusammen mit scharfer Kritik an ihrer Arbeitsweise. Das sorgt erstmal für einen Knoten im Kopf. Aber wenn der platzt, gehen vielleicht auch die Lähmungserscheinungen vorbei.“

Arlene Dávila fordert in ihren Beitrag für Hyperallergic.com, im Zuge der zahreichen Kürzungen und Einsparungen nicht die Diversity-Bemühungen zu vergessen, welche vor der Corona-Krise Handlungsmaßstab zahlreicher Kunst-Institutionen gewesen seien. Sie schreibt: „In reality, I am not very concerned about MoMA’s finances. I care about what their decision reveals about the workings of an industry in which most arts and cultural institutions in the city operate at a fraction of MoMA’s budget. I fear for the loss of community cultural institutions when they are forced to close doors, and I think about the many creatives who will be forced to leave the city because they have lost jobs and cannot afford to pay rent. Most of our creatives operate as gig workers, lacking health insurance, benefits, and vacations, and COVID-19 has exposed their widespread vulnerability. Artists and creatives of color, however, have always been the most vulnerable; they are the least represented by galleries and museums, and the least likely to have any market for their work.“

Zur Dokumenta 9 im Sommer 1992 produzierte die Künstlergruppe „Van Gogh TV“ experimentelle Fernsehformate, welche für die Dauer der Großausstellung im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Eines davon war „piazza virtuale“. Es bestand schlicht aus einer eingeblendeten Telefonnummer, welche einen, wenn man das Glück hatte durchgestellt zu werden, mit drei weiteren AnruferInnen live auf Sendung schaltete. So beschreibt es Tilman Baumgärtel, Projektleiter eines Forschungsprojekts über „Piazza virtuale“ der Hochschule Mainz und der Universität Bonn, in seinem Beitrag für die TAZ. „‘Piazza virtuale‘ war ein Vorläufer der sozialen Medien der Gegenwart. Und es nahm einige Aspekte der Existenzform vorweg, die die Welt dank der Coronakrise in den letzten Wochen kennengelernt hat: Man sitzt zu Hause vor einem Monitor und ist mit dem Rest der Welt in einer riesigen Telekonferenz verbunden. […] Bei ‚Piazza virtuale‘ sind viele Elemente der Netzkultur unserer Tage in nuce zu beobachten. Wer genau hinguckt, findet Vorläufer von Shitstorms und Cybersex, von E-Commerce und Spielen mit virtuellen Identitäten, von Smart Mobs und von einem Zeitalter, in dem anscheinend jeder Mensch sein eigener Sender werden kann“, so Baumgärtel.

Die deutsche Filmproduktion „Kopfplatzen“, welche Anfang April in den Kinos hätte anlaufen sollen, porträtiert den 29 jährigen Architekten Markus. Ausgangspunkt des Films bildet seine Pädophilie und seinen Umgang mit dieser.
Sonja Witte kritisiert in ihrer Rezension für Jungle World die häufig platte Bildmetaphorik von „Kopfplatzen“: „Im Zusammenspiel mit der aseptischen Ästhetik des Films wird dem Publikum immer wieder in unmissverständlicher Symbolik und visueller Eindeutigkeit, also weitgehend unter Verzicht auf Nuancen, Unklarheiten oder Ambivalenzen angezeigt, was im Protagonisten gerade vor sich geht. Ganz anders etwa als der österrei­chische Dokumentarfilm ‚Outing‘ von 2012, in dem ein pädophiler Mann porträtiert wird, bringt ‚Kopfplatzen‘ sein Publikum nicht in die Bredouille. Während ‚Outing‘ in verschiedener Hinsicht Situationen zeigt, in denen das Verhältnis des Publikums zum pädosexuellen Begehren des Protagonisten heikel werden könnte, bleibt man als Zuschauende von ‚Kopfplatzen‘ doch letztlich ­außen vor, auf der sicheren, anderen Seite.“ Witte erkennt in dieser Distanziertheit ein charakteristisches Merkmal unserer Kultur: sie biete nur sehr begrenzte Möglichkeiten, den Topos der Pädophilie zu verhandeln. Sie schreibt: „Das hat nicht zuletzt mit der spezifischen gesellschaftlichen Rolle zu tun hat, die Pädophilie in der Geschichte der Sexualität besitzt. Sozialwissenschaftlichen Befunden zufolge bilden Vorstellungen, die gesellschaftlich über Pädophile kursieren, etwa seit den achtziger Jahren verstärkt einen zentralen Kristallisationspunkt für Ängste vor sexuellen Grenzüberschreitungen. Demnach verdichtet sich in der Figur des Pädophilen auch, was in besonders greller Weise gegen relevante Prinzipien derzeit geltender Sexualmoral verstößt. Als gesellschaftliches Symptom betrachtet bündeln sich somit in der angsterregenden Gestalt des ‚Kinderschänders‘ Aspekte von Sexuellem, welche im Zeitalter der sogenannten Konsens- oder Verhandlungsmoral deren idealen Anforderungen zuwiderlaufen – etwa der Gleichberechtigung und Verhandlungsfähigkeit der an sexuellen Interaktionen Beteiligten […].“

Elsa Koester hat für den Freitag eine sehr schöne Interview-Reihe zum Thema Berührungen und körperliche Nähe produziert. Hier sei als Einstieg auf ihr Gespräch mit dem Haptikforscher Martin Grunwald verwiesen. Themen sind unter anderem die taktilen Reize der Smartphone-Nutzung, die aktuelle Neukodierung von Oberflächen als potentielle Gefahrenquelle und die vielfältigen Auswirkungen von körperlichen Berührungen auf die menschliche Psyche. Für die eher geringe Bedeutung des Tastsinns innerhalb der psychologischen Fachdiskurse hat Grunwald folgende Erklärung: „Die akademische Psychologie hat in ihrer Gründungsphase dezidiert den Tastsinn als niederen Sinn abgewertet. Auch die Religion spielte hier eine Rolle: Berührung und Körper wurden mit animalischen Aspekten in Verbindung gebracht, und natürlich mit Sexualität. Jeder Wissenschaftler, der etwas auf sich hielt, hat einen Bogen um den Tastsinn gemacht. Um finanziell gefördert zu werden. Noch heute ist das in der akademischen Psychologie zu spüren.“

Wie geht es GaleristInnen und KünstlerInnen in der Corona-Krise? Darum drehen sich die folgenden Interviews.

Den Anfang machen Katharina Grosse und Alicja Kwade, welche mit Tobias Timm von der Zeit sehr offen über ihre professionellen Schwierigkeiten sprechen, mit welchen sie sich nun konfrontiert sehen. Als international tätige Künstlerinnen beschäftigen beide diverse festangestellte und freie Mitarbeiter. Alicja Kwade beschreibt ihre betriebliche Lage folgendermaßen: “Für mich hat die Situation der letzten Wochen enorm viel Stress bedeutet, ich musste noch nie so sehr Chefin sein. Inklusive psychologischer Einzelbetreuung. Ich bin mit meiner Buchhalterin und einer Assistentin allein in meinem Atelier, wir schlagen uns mit Kurzarbeit-Anträgen für meine zehn Angestellten herum. Ich versuche noch, meinen Angestellten ein wenig Arbeit nach Hause zu verteilen. Und ich vermittele den Dutzend Selbstständigen, mit denen ich zusammenarbeite, Tipps für Anträge auf Soforthilfen und schaue auch, dass wir für sie noch genug Arbeit haben. Ich musste jetzt auch sehen, welche Galerien mir noch Geld schulden, damit wir hier planen können, wie lange wir über die Runden kommen – auch im schlechtesten Fall.” Aber auch Kwades und Grosses Erfahrungen als erfolgreiche Künstlerinnen in einem immer noch männlich dominierten Kunstbetrieb werden ausführlich thematisiert.
In der Welt gibt Gerd Harry Lybke, Eigentümer der Galerie EIGEN+ART, Auskunft über seinen Umgang mit der aktuellen Situation. Er gibt sich krisenerprobt und somit entspannt und kann der Pandemie sogar den ein oder anderen positiven Aspekt abgewinnen. Zu den zahlreichen Online-Initiativen innerhalb des Kunstmarkts bemerkt er: „Wenn die Corona-Krise ein Gutes hat, dann das: Digitalisierung ist jetzt niemandem mehr peinlich.“ Die von ihm vertretenen KünstlerInnen würden ebenfalls profitieren: “Endlich Zeit im Atelier! Es wird intensiv nachgedacht wie nie. Man überprüft Positionen, steht vor sich selbst. Und kann produktiv sein. Nichts lenkt ab.“ Paradiesische Zustände also. Muss richtig nice sein, sonst keine Probleme zu haben …
Sebastian C. Strenger hat für das Magazin Weltkunst ein Interview mit dem international erfolgreichen Galeristen Thaddaeus Ropac geführt. Die ersten zwei Drittel des Gesprächs drehen sich um die Anfangsjahre der Galerie, das letzte Drittel dann um seine Einschätzungen zu gegenwärtigen Pandemie. Auch Ropac gibt sich krisengestählt: „Ich habe geschäftlich auch mehrere dramatische Erfahrungen gemacht. Zunächst 1988, als der Kapitalmarkt zusammenbrach und sich dies sofort auf den Kunstmarkt auswirkte – das war damals ein Schock für mich. Aber mit Durchhalteparolen, Durchstehvermögen und vielen Mühen habe ich es damals zurückgeschafft – bis 1991 ein noch größerer Zusammenbruch folgte. Jedes Mal haben viele Galerien danach schließen müssen – auch 2008, nach der Pleite von Lehman Brothers. Einige sind aber immer auch gestärkt aus diesen Krisen rausgekommen. Da muss man einfach durch. Leider geht es nur so.“

Dass es auch außerhalb des etablierten Kunstbetriebs parallele Wertschöpfungsstrukturen (im kulturellen und finanziellen Sinne) gibt, welche für die an ihnen beteiligten ProtagonistInnen hervorragend funktionieren, daran erinnert ein Artikel über den Künstler Tim Bengel, welchen Sebastian Späth für die Zeit geschrieben hat. Bengel kreiert mit Sand und Blattgold Bilder, welche motivlich nicht von klassischen Kunstdrucken aus dem Baumarkt zu unterschieden sind. Dass seine Arbeiten dennoch bis zu 80000€ kosten, erklärt Späth folgendermaßen: „Man kann sich denken, dass der etablierte Kunstbetrieb dieses Sandgestöber nicht ernst nimmt. Doch Bengel ist davon überzeugt, ihn ausgetrickst zu haben. Die Machtverhältnisse auf dem Markt haben sich in den vergangenen Jahren radikal geändert. Längst bestimmen nicht mehr nur Kuratoren, Galeristinnen, Museumsdirektoren und Kritikerinnen, was als Kunst gelten soll, sondern Instagram-Follower, Fernsehsender und Marketingabteilungen großer Unternehmen. Neben dem elitären Markt hat sich ein zweiter etabliert: Hier stellen Internetphänomene neue Regeln auf. Tim Bengel ist dort ein nationaler Champion. Mindestens.“ Ein weiterer „nationaler Champion“ auf diesem Gebiet ist der Maler Leon Löwentraut (63000 Follower auf Instagram), welcher als Phänomen mindestens ebenso interessant ist wie Bengel. In eine ähnliche Kategorie fallen auch die nordamerikanischen Kaplan Twins, allerdings spielen die beiden Malerinnen in einer deutlich höheren Liga (200000 Follower auf Instagram, 1,5 Millionen Fans auf Tiktok).

Johannes Bendzulla

Finkenwerder Art Prize 2024

The US artist Julia Scher will receive the Finkenwerder Art Prize 2024, while Anna Stüdeli, who studied sculpture at the HFBK Hamburg, will be honoured with the Finkenwerder Grant from the HFBK.

Natan Sznaider stands at the lectern and delivers his keynote address.

photo: Tim Albrecht

In conversation with Natan Sznaider

The Israeli sociologist Natan Sznaider talks to the author Navid Kermani and the philosopher Juliane Rebentisch about the Middle East conflict, working towards a peaceful future and the legacy of Hannah Arendt.

Archives of the Body - The Body in Archiving

With a symposium, an exhibition, a film programme and a digital publication, the research project conceived by Prof. Hanne Loreck and Vanessa Gravenor examines the "archive" as a form of order with regard to the human body. Which body archives and discourses have become established? What potentials for political-aesthetic resistance and activism could and can emerge?

Sharon Poliakine, Untitled, 2023, oil on canvas, detail

New partnership with the School of Arts at the University of Haifa

On the occasion of a new partnership with the School of Arts at the University of Haifa, the HFBK Hamburg is presenting an exhibition by the artists Birgit Brandis, Sharon Poliakine and HFBK students.

photo: Ronja Lotz

Exhibition recommendations

Numerous exhibitions with HFBK participation are currently on display. We present a small selection and invite you to visit the exhibitions during the term break.

Visitors of the annual exhibition 2024; photo: Lukes Engelhardt

Annual Exhibition 2024 at the HFBK Hamburg

From February 9 -11, 2024 (daily 2-8 pm) the students of HFBK Hamburg present their artistic productions from the past year. In addition, the exhibition »Think & Feel! Speak & Act!« curated by Nadine Droste, as well as the presentation of exchange students from Goldsmiths, University of London, can be seen at ICAT.

Examination of the submitted portfolios

How to apply: study at HFBK Hamburg

The application period for studying at the HFBK Hamburg runs from 1 February to 5 March 2024, 4 p.m. All important information can be found here.

photo: Tim Albrecht

(Ex)Changes of / in Art

There's a lot going on at the HFBK Hamburg at the end of the year: exhibitions at ICAT, the ASA students' Open Studios in Karolinenstraße, performances in the Extended Library and lectures in the Aula Wartenau.

Extended Libraries

Knowledge is now accessible from anywhere, at any time. In such a scenario, what role(s) can libraries still play? How can they support not only as knowledge archives but also as facilitators of artistic knowledge production? As an example, we present library projects by students and alumni, as well as our new knowledge space: the Extended Library.

Semester Opening 2023/24

We welcome the many new students to the HFBK Hamburg for the academic year 2023/24. A warm welcome also goes to the new professors, whom we would like to introduce to you here.

And Still I Rise

For over 20 years, US artist Rajkamal Kahlon has been interested in the connections between aesthetics and power, which are organized across historical and geographical boundaries, primarily through violence. With this solo exhibition, the HFBK Hamburg presents the versatile work of the professor of painting and drawing to the Hamburg art public for the first time.

photo: Lukes Engelhardt

photo: Lukes Engelhardt

No Tracking. No Paywall.

Just Premium Content! The (missing) summer offers the ideal opportunity to catch up on what has been missed. In our media library, faculty, students and alumni share knowledge and discussions with us - both emotional moments and controversial discourses. Through podcasts and videos, they contribute to current debates and address important topics that are currently in focus.

Let's talk about language

There are currently around 350 international students studying at the HFBK Hamburg, who speak 55 different languages - at least these are the official languages of their countries of origin. A quarter of the teaching staff have an international background. And the trend is rising. But how do we deal productively with the multilingualism of university members in everyday life? What ways of communication can be found? The current Lerchenfeld issue looks at creative solutions for dealing with multilingualism and lets numerous former international students have their say.

photo: Miriam Schmidt / HFBK

Graduate Show 2023: Unfinished Business

From July 13 to 16, 2023, 165 Bachelor's and Master's graduates of the class of 2022/23 will present their final projects from all areas of study. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg.

A disguised man with sunglasses holds a star-shaped sign for the camera. It says "Suckle". The picture is taken in black and white.

photo: Honey-Suckle Company

Let`s work together

Collectives are booming in the art world. And they have been for several decades. For the start of the summer semester 2023, the new issue of the Lerchenfeld Magazine is dedicated to the topic of collective practice in art, presents selected collectives, and also explores the dangers and problems of collective working.

Jahresausstellung 2023, Arbeit von Toni Mosebach / Nora Strömer; photo: Lukes Engelhardt

Annual Exhibition 2023 at HFBK Hamburg

From February 10-12, students from all departments will present their artistic works at Lerchenfeld 2, Wartenau 15 and AtelierHaus, Lerchenfeld 2a. At ICAT, Tobias Peper, Artistic Director of the Kunstverein Harburger Bahnhof, curates an exhibition with HFBK master students. Also 10 exchange students from Goldsmiths, University of London will show their work there.

Symposium: Controversy over documenta fifteen

With this symposium on documenta fifteen on the 1st and 2nd of February, the HFBK Hamburg aims to analyze the background and context, foster dialogue between different viewpoints, and enable a debate that explicitly addresses anti-Semitism in the field of art. The symposium offers space for divergent positions and aims to open up perspectives for the present and future of exhibition making.

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

The best is saved until last

At the end of the year, once again there will be numerous exhibitions and events with an HFBK context. We have compiled some of them here. You will also find a short preview of two lectures of the professionalization program in January.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival and Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

As the final part of the artistic research project, the festival and symposium invite you to screenings, performances, talks, and discussions that explore the potential of the moving images and the (human and non-human) body to overturn our habitual course and change the dominant order of things.

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

Wishing you a happy welcome

We are pleased to welcome many new faces to the HFBK Hamburg for the winter semester 2022/23. We have compiled some background information on our new professors and visiting professors here.

Solo exhibition by Konstantin Grcic

From September 29 to October 23, 2022, Konstantin Grcic (Professor of Industrial Design) will be showing a room-sized installation at ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer at the HFBK Hamburg consisting of objects designed by him and existing, newly assembled objects. At the same time, the space he designed for workshops, seminars and office workstations in the AtelierHaus will be put into operation.

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?