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Planetarische Beziehungen

Anlässlich der Jahresausstellung im Februar hatte ich die Gelegenheit, verschiedene Gruppen von Besucher*innen durch die Hochschule zu führen und sie mit den künstlerischen Arbeiten der Klassen, mit einzelnen Künstler*innen aber auch mit dem alltäglichen Leben an einer Kunsthochschule vertraut zu machen. In den Mikrokosmos eines von einer Klasse gestalteten Raumes mit dem je eigenen Bezugsgeflecht der Arbeiten untereinander und mit den Impulsen anwesender Künstler*innen einzutreten, ist dabei stets ein besonderer Moment – zumal mit neugierigem Gefolge. Erklärendes Gespräch, Nachfragen und Diskussion eröffnen schnell ihren eigenen Klangraum und spiegeln die Außenwirkung der HFBK Hamburg wider. Teil des Echos ist dabei stets die anhand der Bezüge und Sprachen wahrgenommene Internationalität, die im Grad ihrer Ausgeprägtheit als außergewöhnlich und zugleich als so selbstverständlich wie einladend wahrgenommen wird.

Die Suche nach den Gründen für dieses besondere Umfeld führt geradewegs zu den Protagonist*innen der Hochschule, den Studierenden und den Lehrenden selbst, die aus über 60 Ländern kommend das soziale Gefüge prägen und die Klassen und Seminare zu Orten machen, an denen Vielfalt Alltag und Inhalt zugleich ist und eine hohe Wertschätzung genießt. Der Ruf der HFBK Hamburg als ein solcher Raum des weltläufigen wie -haltigen Kunstaustauschs hat sich über die Jahre gefestigt, sodass auch 2022 wieder gut die Hälfte aller Bewerbungen für den Bachelor- und Masterstudiengang Bildende Künste aus dem Ausland kommen.

Um den Boden für ein nachhaltiges planetarisches Miteinander an der Hochschule zu bereiten, spielen aber auch andere Parameter eine Rolle. So offenbart ein Blick ins Vorlesungsverzeichnis des Sommersemesters die Diversität der hier geführten Kunstdiskurse und lässt erahnen, wie sich internationale Synergien und Bezüge in der Lehre niederschlagen. Projekte und Exkursionen der Klassen, etwa zur Biennale in Venedig oder im Rahmen eines Grafikworkshops in Turkana (Kenia), aber auch Forschungsvorhaben über die Grenzen der Studienschwerpunkte hinweg zeugen hiervon. Vorträge und Workshops mit internationalen Künstler*innen und Wissenschaftler*innen erweitern ein Netzwerk, dass von den Lehrenden, engagierten Studierenden und der Verwaltung gepflegt und beständig erweitert wird. Auslandsaufenthalte an den europäischen Partnerhochschulen des Erasmus+-Netzwerkes oder über das ASA-Programm, das die HFBK Hamburg vor nunmehr zwölf Jahren initiierte, sind für viele Studierende eine Selbstverständlichkeit im Portfolio ihrer Entwicklungsmöglichkeiten. Nicht zuletzt deuten besondere Fördermöglichkeiten durch Stipendien für internationale Studierende und die Möglichkeit, mit Erasmus+ ein Praktikum im Ausland zu machen und dabei Erfahrungen im beruflichen und professionellen Kontext zu machen, auf die nachhaltige Förderung von Internationalität an der HFBK Hamburg.

Auf dieser institutionellen Ebene gibt es, trotz der nunmehr zweijährigen Pandemie, weitere Projektentwicklungen, die das internationale, vielfältige Umfeld nachhaltig stärken sollen: Erschüttert von den politischen und kulturellen Repressionen in Belarus, entwickelte die HFBK Hamburg zum Wintersemester 2021/22 ein spezielles Programm mit dem heute geschlossenen Goethe-Institut Minsk und lud Nadiya Sayapina als Gastlektorin im Schwerpunkt Zeitbezogene Medien und Ulyana Kalenik als Austauschstudentin nach Hamburg ein.

In ihrem Seminar Interviews and polls as basis for community based art setzten sich Sayapina und zwölf Studierende mit persönlichen Geschichten und Erlebnissen von Mitgliedern der Gemeinschaften auseinander, denen sich die Künstler*innen verbunden fühlten und entwickelten Installationen, Filme, Skulpturen und Zeichnungen, die um (erzwungene) Migration und Verdrängung kreisen: „Of course, our art is connected with society and the new world we are living in. A month ago, my longtime project Letter to Mom was talking about Belarusians who urgently left their homes. But now this topic has touched absolutely the whole world with millions of Ukrainian refugees and the ongoing migration of people of various nationalities”, so Sayapina, die mit ihren Studierenden die HFBK-Galerie im Hauptgebäude anlässlich der Jahresausstellung kuratiert hat. Die internationale Umgebung und das Gefühl künstlerischer Freiheit an der HFBK Hamburg nimmt sie als Erfahrung für die Zukunft mit: „It was my first experience of seeing such a free art education process and it made me feel that I sometimes could be freer and more experimental with my forms and methods. It’s very important to have such an experience because the professional environment also creates a kind of self-censorship and limitations, stable rules and canons of form, approach, concept in your own art or expectations.”

Ulyana Kalenik, die unter anderem bei Prof. Angela Bulloch und Prof. Jorinde Voigt studierte, hat sich inzwischen für ein reguläres Studium an der HFBK beworben und wird bei ihren Planungen durch die HFBK unterstützt. „I enjoyed so much when the University gave us full freedom to create our own exhibition in the ASA studios, it helped us to show our autonomy and responsibility”, so die 21-Jährige, die im Wintersemester zahlreiche Kontakte in die deutsche Kunst- und Kulturszene und auch persönliche Freundschaften zu den Kommiliton¢nnen knüpfen konnte.

Die Form des Gastlektor*innenprogramms wird nunmehr in enger Anbindung an die Art School Alliance (ASA) verstetigt. Im Sommersemester wird Amna Elhassan, Künstlerin aus dem Sudan, den Studienschwerpunkt Malerei/Zeichnen als Gastlektorin bereichern. Elhassans Arbeiten nehmen häufig Bezug zu körperlichen, geistigen und räumlichen Transformationsprozessen, die vor allem Frauen in der sudanesischen Gesellschaft und darüber hinaus erleben. Emanzipation und Freiheit stehen im Mittelpunkt ihrer Arbeit, die sich über zahlreiche Medien erstreckt, darunter Druckgrafik und Ölmalerei. An der HFBK plant sie für Studierende aller Studienschwerpunkte das Seminar Art during times of crisis—How resilience can lead to innovation. Kunst kommt ihrer Ansicht nach eine entscheidende und nachhaltige Rolle zu. „I think that the artist’s role is to challenge the current situation by asking questions. I think of them as crucial factors of the transition in their societies. They use self-expression to go far from traditional boundaries and pursue freedom”, sagt Amna Elhassan. In dem kurzen Gespräch vor ihrer Abreise betont sie, ganz besonders auf den Austausch in einer internationalen Gemeinschaft angehender Künstler*innen und den Einfluss, den die Stadt Hamburg ohne Zweifel auf ihre Arbeit haben wird, gespannt zu sein.

In ihrem Seminar will sie gemeinsam mit den Studierenden ortsgebundene Materialien aufgreifen und der Diversität an Erlebnissen, Perspektiven und Erzählungen nachspüren. Als Gastkünstlerin wird die HFBK im Sommersemester Nabila Horakhsh aus Afghanistan im Schwerpunkt Malerei/Zeichnen willkommen heißen. Im Rahmen eines sechsmonatigen Stipendiums der Martin Roth-Initiative sind gemeinsame Projekte mit Studierenden oder Lehrenden der Hochschule, aber auch andere Austauschund Begegnungsformate angedacht.

Darüber hinaus ergab sich Ende letzten Jahres noch eine weitere Gelegenheit für die Initiierung eines internationalen Austauschs: Im Dezember 2021 besuchte Dr. Peju Layiwola, Professorin für Visual Arts an der Universität Lagos, die Hochschule, um eine langfristige Partnerschaft zwischen den beiden Institutionen anzubahnen. Die Verhandlungen für eine Aufnahme ins reguläre ASA-Austauschprogramm sind auf gutem Wege und bereits im Sommersemester wird mit Damilola Edubiyi ein erster Austauschstudent aus Lagos in den ASA-Studios erwartet. Zusätzlich arbeitet die HFBK Hamburg zusammen mit Prof. Layiwola und dem Goethe-Institut Lagos unter dem Titel Planetary Thinking an einem Ausstellungsaustausch, der im Oktober 2022 stattfinden soll. Fünf Studierende aus Hamburg und fünf Studierende aus Lagos werden zusammen mit Lehrenden beider Institutionen und lokalen Künstler*innen im Rahmen eines einwöchigen Workshops in Lagos künstlerisch erforschen, welche Bedeutung das Leben in materiellen und immateriellen Welten deutschnigerianischer Gegenwart(en) hat und wie die Arbeit mit analogen und digitalen Materialien die Zukunft prägen kann. Nachhaltige Austauschformate und eine zukunftsfähige Gestaltung der unmittelbaren Umwelt sollen in Vorbereitung einer gemeinsamen Ausstellung anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Goethe-Instituts in Lagos eine Rolle spielen.

Die Pflege der internationalen Beziehungen und nicht zuletzt einer für die künstlerische Produktion inspirierenden Atmosphäre an der HFBK Hamburg verläuft dabei nicht immer so geradlinig und produktiv, wie es für die Besucher*innen einer Jahresausstellung auf den ersten Blick erscheinen mag. Sowohl das konkrete Miteinander in den Klassen und bei den klassenübergreifenden Projekten als auch die grundlegende wie langfristige Etablierung eines planetarischen Beziehungsgeflechts bedürfen der Leidenschaft und Ausdauer. Notwendig sind zudem die Vermeidung von Naivität im Umgang mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten wie auch eine hohe Sensibilität aller Programmbeteiligten. Am allerwichtigsten sind aber wohl das ‚Herzblut‘ für echte Begegnungen sowie die große Offenheit und Neugier, mit der die Gemeinschaft der HFBK Hamburg auf internationale Künstler*innen zugeht. Sie lassen voller Zuversicht auf eine noch zunehmende weltweite Vernetzung in den kommenden Semestern blicken.

Dieser Text von Eike Pockrandt erschien zuerst im Lerchenfeld Nr. 61.

Finkenwerder Art Prize 2024

The US artist Julia Scher will receive the Finkenwerder Art Prize 2024, while Anna Stüdeli, who studied sculpture at the HFBK Hamburg, will be honoured with the Finkenwerder Grant from the HFBK.

Natan Sznaider stands at the lectern and delivers his keynote address.

photo: Tim Albrecht

In conversation with Natan Sznaider

The Israeli sociologist Natan Sznaider talks to the author Navid Kermani and the philosopher Juliane Rebentisch about the Middle East conflict, working towards a peaceful future and the legacy of Hannah Arendt.

Archives of the Body - The Body in Archiving

With a symposium, an exhibition, a film programme and a digital publication, the research project conceived by Prof. Hanne Loreck and Vanessa Gravenor examines the "archive" as a form of order with regard to the human body. Which body archives and discourses have become established? What potentials for political-aesthetic resistance and activism could and can emerge?

Sharon Poliakine, Untitled, 2023, oil on canvas, detail

New partnership with the School of Arts at the University of Haifa

On the occasion of a new partnership with the School of Arts at the University of Haifa, the HFBK Hamburg is presenting an exhibition by the artists Birgit Brandis, Sharon Poliakine and HFBK students.

photo: Ronja Lotz

Exhibition recommendations

Numerous exhibitions with HFBK participation are currently on display. We present a small selection and invite you to visit the exhibitions during the term break.

Visitors of the annual exhibition 2024; photo: Lukes Engelhardt

Annual Exhibition 2024 at the HFBK Hamburg

From February 9 -11, 2024 (daily 2-8 pm) the students of HFBK Hamburg present their artistic productions from the past year. In addition, the exhibition »Think & Feel! Speak & Act!« curated by Nadine Droste, as well as the presentation of exchange students from Goldsmiths, University of London, can be seen at ICAT.

Examination of the submitted portfolios

How to apply: study at HFBK Hamburg

The application period for studying at the HFBK Hamburg runs from 1 February to 5 March 2024, 4 p.m. All important information can be found here.

photo: Tim Albrecht

(Ex)Changes of / in Art

There's a lot going on at the HFBK Hamburg at the end of the year: exhibitions at ICAT, the ASA students' Open Studios in Karolinenstraße, performances in the Extended Library and lectures in the Aula Wartenau.

Extended Libraries

Knowledge is now accessible from anywhere, at any time. In such a scenario, what role(s) can libraries still play? How can they support not only as knowledge archives but also as facilitators of artistic knowledge production? As an example, we present library projects by students and alumni, as well as our new knowledge space: the Extended Library.

Semester Opening 2023/24

We welcome the many new students to the HFBK Hamburg for the academic year 2023/24. A warm welcome also goes to the new professors, whom we would like to introduce to you here.

And Still I Rise

For over 20 years, US artist Rajkamal Kahlon has been interested in the connections between aesthetics and power, which are organized across historical and geographical boundaries, primarily through violence. With this solo exhibition, the HFBK Hamburg presents the versatile work of the professor of painting and drawing to the Hamburg art public for the first time.

photo: Lukes Engelhardt

photo: Lukes Engelhardt

No Tracking. No Paywall.

Just Premium Content! The (missing) summer offers the ideal opportunity to catch up on what has been missed. In our media library, faculty, students and alumni share knowledge and discussions with us - both emotional moments and controversial discourses. Through podcasts and videos, they contribute to current debates and address important topics that are currently in focus.

Let's talk about language

There are currently around 350 international students studying at the HFBK Hamburg, who speak 55 different languages - at least these are the official languages of their countries of origin. A quarter of the teaching staff have an international background. And the trend is rising. But how do we deal productively with the multilingualism of university members in everyday life? What ways of communication can be found? The current Lerchenfeld issue looks at creative solutions for dealing with multilingualism and lets numerous former international students have their say.

photo: Miriam Schmidt / HFBK

Graduate Show 2023: Unfinished Business

From July 13 to 16, 2023, 165 Bachelor's and Master's graduates of the class of 2022/23 will present their final projects from all areas of study. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg.

A disguised man with sunglasses holds a star-shaped sign for the camera. It says "Suckle". The picture is taken in black and white.

photo: Honey-Suckle Company

Let`s work together

Collectives are booming in the art world. And they have been for several decades. For the start of the summer semester 2023, the new issue of the Lerchenfeld Magazine is dedicated to the topic of collective practice in art, presents selected collectives, and also explores the dangers and problems of collective working.

Jahresausstellung 2023, Arbeit von Toni Mosebach / Nora Strömer; photo: Lukes Engelhardt

Annual Exhibition 2023 at HFBK Hamburg

From February 10-12, students from all departments will present their artistic works at Lerchenfeld 2, Wartenau 15 and AtelierHaus, Lerchenfeld 2a. At ICAT, Tobias Peper, Artistic Director of the Kunstverein Harburger Bahnhof, curates an exhibition with HFBK master students. Also 10 exchange students from Goldsmiths, University of London will show their work there.

Symposium: Controversy over documenta fifteen

With this symposium on documenta fifteen on the 1st and 2nd of February, the HFBK Hamburg aims to analyze the background and context, foster dialogue between different viewpoints, and enable a debate that explicitly addresses anti-Semitism in the field of art. The symposium offers space for divergent positions and aims to open up perspectives for the present and future of exhibition making.

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

The best is saved until last

At the end of the year, once again there will be numerous exhibitions and events with an HFBK context. We have compiled some of them here. You will also find a short preview of two lectures of the professionalization program in January.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival and Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

As the final part of the artistic research project, the festival and symposium invite you to screenings, performances, talks, and discussions that explore the potential of the moving images and the (human and non-human) body to overturn our habitual course and change the dominant order of things.

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

Wishing you a happy welcome

We are pleased to welcome many new faces to the HFBK Hamburg for the winter semester 2022/23. We have compiled some background information on our new professors and visiting professors here.

Solo exhibition by Konstantin Grcic

From September 29 to October 23, 2022, Konstantin Grcic (Professor of Industrial Design) will be showing a room-sized installation at ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer at the HFBK Hamburg consisting of objects designed by him and existing, newly assembled objects. At the same time, the space he designed for workshops, seminars and office workstations in the AtelierHaus will be put into operation.

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?