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Planetarische Beziehungen

Anlässlich der Jahresausstellung im Februar hatte ich die Gelegenheit, verschiedene Gruppen von Besucher*innen durch die Hochschule zu führen und sie mit den künstlerischen Arbeiten der Klassen, mit einzelnen Künstler*innen aber auch mit dem alltäglichen Leben an einer Kunsthochschule vertraut zu machen. In den Mikrokosmos eines von einer Klasse gestalteten Raumes mit dem je eigenen Bezugsgeflecht der Arbeiten untereinander und mit den Impulsen anwesender Künstler*innen einzutreten, ist dabei stets ein besonderer Moment – zumal mit neugierigem Gefolge. Erklärendes Gespräch, Nachfragen und Diskussion eröffnen schnell ihren eigenen Klangraum und spiegeln die Außenwirkung der HFBK Hamburg wider. Teil des Echos ist dabei stets die anhand der Bezüge und Sprachen wahrgenommene Internationalität, die im Grad ihrer Ausgeprägtheit als außergewöhnlich und zugleich als so selbstverständlich wie einladend wahrgenommen wird.

Die Suche nach den Gründen für dieses besondere Umfeld führt geradewegs zu den Protagonist*innen der Hochschule, den Studierenden und den Lehrenden selbst, die aus über 60 Ländern kommend das soziale Gefüge prägen und die Klassen und Seminare zu Orten machen, an denen Vielfalt Alltag und Inhalt zugleich ist und eine hohe Wertschätzung genießt. Der Ruf der HFBK Hamburg als ein solcher Raum des weltläufigen wie -haltigen Kunstaustauschs hat sich über die Jahre gefestigt, sodass auch 2022 wieder gut die Hälfte aller Bewerbungen für den Bachelor- und Masterstudiengang Bildende Künste aus dem Ausland kommen.

Um den Boden für ein nachhaltiges planetarisches Miteinander an der Hochschule zu bereiten, spielen aber auch andere Parameter eine Rolle. So offenbart ein Blick ins Vorlesungsverzeichnis des Sommersemesters die Diversität der hier geführten Kunstdiskurse und lässt erahnen, wie sich internationale Synergien und Bezüge in der Lehre niederschlagen. Projekte und Exkursionen der Klassen, etwa zur Biennale in Venedig oder im Rahmen eines Grafikworkshops in Turkana (Kenia), aber auch Forschungsvorhaben über die Grenzen der Studienschwerpunkte hinweg zeugen hiervon. Vorträge und Workshops mit internationalen Künstler*innen und Wissenschaftler*innen erweitern ein Netzwerk, dass von den Lehrenden, engagierten Studierenden und der Verwaltung gepflegt und beständig erweitert wird. Auslandsaufenthalte an den europäischen Partnerhochschulen des Erasmus+-Netzwerkes oder über das ASA-Programm, das die HFBK Hamburg vor nunmehr zwölf Jahren initiierte, sind für viele Studierende eine Selbstverständlichkeit im Portfolio ihrer Entwicklungsmöglichkeiten. Nicht zuletzt deuten besondere Fördermöglichkeiten durch Stipendien für internationale Studierende und die Möglichkeit, mit Erasmus+ ein Praktikum im Ausland zu machen und dabei Erfahrungen im beruflichen und professionellen Kontext zu machen, auf die nachhaltige Förderung von Internationalität an der HFBK Hamburg.

Auf dieser institutionellen Ebene gibt es, trotz der nunmehr zweijährigen Pandemie, weitere Projektentwicklungen, die das internationale, vielfältige Umfeld nachhaltig stärken sollen: Erschüttert von den politischen und kulturellen Repressionen in Belarus, entwickelte die HFBK Hamburg zum Wintersemester 2021/22 ein spezielles Programm mit dem heute geschlossenen Goethe-Institut Minsk und lud Nadiya Sayapina als Gastlektorin im Schwerpunkt Zeitbezogene Medien und Ulyana Kalenik als Austauschstudentin nach Hamburg ein.

In ihrem Seminar Interviews and polls as basis for community based art setzten sich Sayapina und zwölf Studierende mit persönlichen Geschichten und Erlebnissen von Mitgliedern der Gemeinschaften auseinander, denen sich die Künstler*innen verbunden fühlten und entwickelten Installationen, Filme, Skulpturen und Zeichnungen, die um (erzwungene) Migration und Verdrängung kreisen: „Of course, our art is connected with society and the new world we are living in. A month ago, my longtime project Letter to Mom was talking about Belarusians who urgently left their homes. But now this topic has touched absolutely the whole world with millions of Ukrainian refugees and the ongoing migration of people of various nationalities”, so Sayapina, die mit ihren Studierenden die HFBK-Galerie im Hauptgebäude anlässlich der Jahresausstellung kuratiert hat. Die internationale Umgebung und das Gefühl künstlerischer Freiheit an der HFBK Hamburg nimmt sie als Erfahrung für die Zukunft mit: „It was my first experience of seeing such a free art education process and it made me feel that I sometimes could be freer and more experimental with my forms and methods. It’s very important to have such an experience because the professional environment also creates a kind of self-censorship and limitations, stable rules and canons of form, approach, concept in your own art or expectations.”

Ulyana Kalenik, die unter anderem bei Prof. Angela Bulloch und Prof. Jorinde Voigt studierte, hat sich inzwischen für ein reguläres Studium an der HFBK beworben und wird bei ihren Planungen durch die HFBK unterstützt. „I enjoyed so much when the University gave us full freedom to create our own exhibition in the ASA studios, it helped us to show our autonomy and responsibility”, so die 21-Jährige, die im Wintersemester zahlreiche Kontakte in die deutsche Kunst- und Kulturszene und auch persönliche Freundschaften zu den Kommiliton¢nnen knüpfen konnte.

Die Form des Gastlektor*innenprogramms wird nunmehr in enger Anbindung an die Art School Alliance (ASA) verstetigt. Im Sommersemester wird Amna Elhassan, Künstlerin aus dem Sudan, den Studienschwerpunkt Malerei/Zeichnen als Gastlektorin bereichern. Elhassans Arbeiten nehmen häufig Bezug zu körperlichen, geistigen und räumlichen Transformationsprozessen, die vor allem Frauen in der sudanesischen Gesellschaft und darüber hinaus erleben. Emanzipation und Freiheit stehen im Mittelpunkt ihrer Arbeit, die sich über zahlreiche Medien erstreckt, darunter Druckgrafik und Ölmalerei. An der HFBK plant sie für Studierende aller Studienschwerpunkte das Seminar Art during times of crisis—How resilience can lead to innovation. Kunst kommt ihrer Ansicht nach eine entscheidende und nachhaltige Rolle zu. „I think that the artist’s role is to challenge the current situation by asking questions. I think of them as crucial factors of the transition in their societies. They use self-expression to go far from traditional boundaries and pursue freedom”, sagt Amna Elhassan. In dem kurzen Gespräch vor ihrer Abreise betont sie, ganz besonders auf den Austausch in einer internationalen Gemeinschaft angehender Künstler*innen und den Einfluss, den die Stadt Hamburg ohne Zweifel auf ihre Arbeit haben wird, gespannt zu sein.

In ihrem Seminar will sie gemeinsam mit den Studierenden ortsgebundene Materialien aufgreifen und der Diversität an Erlebnissen, Perspektiven und Erzählungen nachspüren. Als Gastkünstlerin wird die HFBK im Sommersemester Nabila Horakhsh aus Afghanistan im Schwerpunkt Malerei/Zeichnen willkommen heißen. Im Rahmen eines sechsmonatigen Stipendiums der Martin Roth-Initiative sind gemeinsame Projekte mit Studierenden oder Lehrenden der Hochschule, aber auch andere Austauschund Begegnungsformate angedacht.

Darüber hinaus ergab sich Ende letzten Jahres noch eine weitere Gelegenheit für die Initiierung eines internationalen Austauschs: Im Dezember 2021 besuchte Dr. Peju Layiwola, Professorin für Visual Arts an der Universität Lagos, die Hochschule, um eine langfristige Partnerschaft zwischen den beiden Institutionen anzubahnen. Die Verhandlungen für eine Aufnahme ins reguläre ASA-Austauschprogramm sind auf gutem Wege und bereits im Sommersemester wird mit Damilola Edubiyi ein erster Austauschstudent aus Lagos in den ASA-Studios erwartet. Zusätzlich arbeitet die HFBK Hamburg zusammen mit Prof. Layiwola und dem Goethe-Institut Lagos unter dem Titel Planetary Thinking an einem Ausstellungsaustausch, der im Oktober 2022 stattfinden soll. Fünf Studierende aus Hamburg und fünf Studierende aus Lagos werden zusammen mit Lehrenden beider Institutionen und lokalen Künstler*innen im Rahmen eines einwöchigen Workshops in Lagos künstlerisch erforschen, welche Bedeutung das Leben in materiellen und immateriellen Welten deutschnigerianischer Gegenwart(en) hat und wie die Arbeit mit analogen und digitalen Materialien die Zukunft prägen kann. Nachhaltige Austauschformate und eine zukunftsfähige Gestaltung der unmittelbaren Umwelt sollen in Vorbereitung einer gemeinsamen Ausstellung anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Goethe-Instituts in Lagos eine Rolle spielen.

Die Pflege der internationalen Beziehungen und nicht zuletzt einer für die künstlerische Produktion inspirierenden Atmosphäre an der HFBK Hamburg verläuft dabei nicht immer so geradlinig und produktiv, wie es für die Besucher*innen einer Jahresausstellung auf den ersten Blick erscheinen mag. Sowohl das konkrete Miteinander in den Klassen und bei den klassenübergreifenden Projekten als auch die grundlegende wie langfristige Etablierung eines planetarischen Beziehungsgeflechts bedürfen der Leidenschaft und Ausdauer. Notwendig sind zudem die Vermeidung von Naivität im Umgang mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten wie auch eine hohe Sensibilität aller Programmbeteiligten. Am allerwichtigsten sind aber wohl das ‚Herzblut‘ für echte Begegnungen sowie die große Offenheit und Neugier, mit der die Gemeinschaft der HFBK Hamburg auf internationale Künstler*innen zugeht. Sie lassen voller Zuversicht auf eine noch zunehmende weltweite Vernetzung in den kommenden Semestern blicken.

Dieser Text von Eike Pockrandt erschien zuerst im Lerchenfeld Nr. 61.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival and Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

As the final part of the artistic research project, the festival and symposium invite you to screenings, performances, talks, and discussions that explore the potential of the moving images and the (human and non-human) body to overturn our habitual course and change the dominant order of things.

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

Wishing you a happy welcome

We are pleased to welcome many new faces to the HFBK Hamburg for the winter semester 2022/23. We have compiled some background information on our new professors and visiting professors here.

Solo exhibition by Konstantin Grcic

From September 29 to October 23, 2022, Konstantin Grcic (Professor of Industrial Design) will be showing a room-sized installation at ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer at the HFBK Hamburg consisting of objects designed by him and existing, newly assembled objects. At the same time, the space he designed for workshops, seminars and office workstations in the AtelierHaus will be put into operation.

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Start of semester

After three semesters of hybrid teaching under pandemic conditions, we are finally about to start another semester of presence. We welcome all new students and teachers at the HFBK Hamburg and cordially invite you to the opening of the academic year 2020/21, which this year will be accompanied by a guest lecture by ruangrupa.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Public Information Day 2021

How do I become an art student? How does the application process work? Can I also study to become a teacher at the HFBK? These and other questions about studying art were answered by professors, students and staff at the HFBK during the Public Information Day on February 13, 2021. In addition, there will be an appointment specifically for English-speaking prospective students on February 23 at 2 pm.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?