Diese Webseite verwendet Cookies, um externe Inhalte anzuzeigen und um anonymisierte Statistiken über das Nutzungsverhalten zu erfassen.
Martin Boyce (*1967, Hamilton) lebt und arbeitet in Glasgow. Seine poetischen Installationen bestehen aus einem Vokabular von Bildern, Typografie und miteinander verbundenen Formen, die in seinen Skulpturen, Wandmalereien und Fotografien auftauchen. Gemeinsam beschwören sie Grenzräume, die das ästhetische und politische Erbe der Moderne, den Zusammenbruch von Natur und Kultur und die Grenze zwischen dem Realen und dem Fiktiven erkunden. Bei Boyce werden alltägliche Gegenstände wie Kamine, Lüftungsgitter und Stühle zu ungewohnten und gespenstischen Objekten. Diese verbogenen und verfremdeten Phantome sind oft Teil imaginärer Stadtlandschaften: Gärten, Stadtparks, Innenhöfe. Martin Boyce zeichnet nach, wie sich der Optimismus und die revolutionären Konzepte der Moderne im Laufe der Zeit verändert haben, und untersucht, wie ihr Erbe den städtischen Raum und unsere ästhetische Vorstellungskraft beeinflusst hat. Er vertrat Schottland 2009 auf der 53. Biennale von Venedig und wurde 2011 mit dem Turner-Preis ausgezeichnet. Zu den jüngsten Projekten von Boyce gehören A Thousand Future Blossoms im Auftrag der Galeries Lafayette, Paris (2019), und eine große Außenarbeit im Landschaftspark von Mount Stuart, Isle of Bute (2019). Im Jahr 2024 präsentierte Boyce eine große Einzelausstellung mit Arbeiten aus 30 Jahren, in der er ausgewählte Werke neu inszenierte und neue Installationen für Fruitmarket, Edinburgh schuf. Seit 2018 ist er Professor für Bildhauerei an der HFBK Hamburg.