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Jorinde Voigt (*1977 in Frankfurt am Main) lebt und arbeitet in Berlin. Von 2014 bis 2019 war sie Professorin für konzeptuelle Zeichnung und Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Katharina Sieverding, wo sie 2003 ihren Abschluss und 2004 den Titel der Meisterschülerin erwarb. Zuvor studierte sie dort Bildende Kunst mit den Schwerpunkten Fotografie und Multimedia sowie im Rahmen des Erasmus-Programms am Royal College of Art in London. Ergänzt wurde ihre künstlerische Ausbildung durch Studien der Soziologie, Philosophie, Vergleichenden Literaturwissenschaft und Neuer deutscher Literatur an der Freien Universität Berlin und der Universität Göttingen. Seit 2019 ist sie Professorin für Malerei/Zeichnen an der HFBK Hamburg.
Jorinde Voigts Zeichnungen und skulpturale Arbeiten entwickeln strenge, eigenwillige Systeme, um darzustellen, wie sich die innere Welt – wie persönliche Erfahrungen, Emotionen und Erinnerungen – mit äußeren Bedingungen überschneidet. Sie arbeitet in Serien, die sich oft auf ein bestimmtes Thema beziehen, wobei sie einen bestimmten Text oder eine Idee als Ausgangspunkt nimmt. Sie entwickelt Notationssysteme aus Rastern, Liniennetzen und Mustern, die Parameter wie Entfernung, Geschwindigkeit oder Frequenz in visuelle Kompositionen übersetzen. Die Auseinandersetzung mit Musik und musikalischen Notationen hat in ihrem Werk immer eine wichtige Rolle gespielt.
Ausgewählte Einzelausstellungen waren zu sehen in Dirimart, Istanbul (2025); Grieder Contemporary Projects, Como (2024); Akademie der Künste, Berlin (2022); Kunsthistorisches Museum Wien (2020); BOZAR, Centre for Fine Arts, Brüssel (2020); Horst Janssen-Museum, Oldenburg (2019); St. Matthäuskirche, Berlin (2018); Kunsthalle Nürnberg, (2017); Hamburger Bahnhof, Berlin (2016); Kunsthalle Krems (2015); Museo d’Arte Contemporanea, Rom (2014); und Langen Foundation, Neuss (2013). Sie hat an mehreren Biennalen teilgenommen, u. a. an der Manifesta 11, Zürich (2016), der Biennale de Lyon (2017) und der Vienna Biennial for Change (2019).