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Cyprien Gaillard (*1980) arbeitet in Film, Video, Fotografie, Collage, Installation und Performance. Sein Werk thematisiert zivilisatorische Umbrüche, geologische Zeit und die „Poesie der Entropie“, indem es Geschichte neu ordnet und so Gegenwart sichtbar macht. Gaillard kombiniert Landschaften und Architekturen verschiedener Zeiten, wie in Real Remnants of Fictive Wars (200308), wo Feuerlöschwolken Monumente wie Smithsons Spiral Jetty einhüllen. Skulpturale Eingriffe reichen von der Freilegung eines Bunkers bis zu Objekten aus Schaufeln und Onyx. Mit sozialen Skulpturen wie The Recovery of Discovery (2011) inszeniert er kollektive Aneignung und Zerstörung. Filme wie Desniansky Raion (2007), Nightlife (2015) oder Ocean II Ocean (2019) verweben Abrisse, Naturgewalten und koloniale Spuren. Gaillards audiovisuelle Sprache erinnert an Romantik, wirkt aber zugleich als Kritik an Kolonialismus, gescheiterter Moderne und kapitalistischer Dynamik.