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Jutta Koether, von 2010 bis zu ihrem Ruhestand 2024 Professorin für Malerei an der HFBK Hamburg, erhält den Lichtwark-Preis 2025 für ihr Lebenswerk. Die 1958 in Köln geborene, in Berlin und New York lebende Künstlerin gilt national und international als Schlüsselfigur der zeitgenössischen Kunst. Durch ihre Lehre an der HFBK Hamburg hat sie zudem wichtige Impulse für die Entwicklung der Kunstszene der Stadt gesetzt.

Der mit 10.000 Euro dotierte Lichtwark-Preis wird alle vier Jahre von Senat und Bürgerschaft an bildende Künstlerinnen und Künstler verliehen, deren Werke sich durch besondere Innovationskraft auszeichnen. Zudem ehrt der Preis Personen, die durch ihr künstlerisches Wirken in einer besonderen Beziehung zur Stadt Hamburg stehen. Namensgeber des Preises ist der Gründungsdirektor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark (18521914).

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit Jutta Koether ehren wir eine Grenzgängerin zwischen bildender Kunst, Musik, Performance, Text und Theorie, die seit den 1980er Jahren das heutige Verständnis von Malerei entscheidend geprägt hat. Mit ihren feministischen und oft provokanten Werken hinterfragt sie gesellschaftliche, politische und auch popkulturelle Strukturen auf einzigartige Weise. Immer wieder eröffnet sie auch neue Perspektiven auf die Kunst und ihre Rezeption. Der Lichtwark-Preis ist hochverdient, ich gratuliere ihr sehr herzlich.

Prof. Jutta Koether: „Die Verbindung von künstlerischer Praxis mit Vermittlung und Lehre, sowie die Offenheit gegenüber internationalen Einflüssen und Kooperationen sind fester Teil meines Malereikonzepts. Es sind aber auch Eigenschaften der Stadt Hamburg, wie ich sie während 14 Jahren der Lehre an der Hochschule für bildende Künste kennengelernt habe. So freue ich mich über die Auszeichnung mit dem Lichtwark Preis 2025.“ In ihren Arbeiten beweist Koether immer wieder, wie Kunstgeschichte im Licht der Gegenwart neu befragt, umgedeutet und weitergeschrieben werden kann. Ihr Werk eröffnet vielschichtige Perspektiven auf das Verhältnis von Malerei, Geschlecht und kulturellem Gedächtnis und entwickelt dabei eine eigenständige visuelle Sprache. Als Publizistin hat sie darüber hinaus unter anderem als Mitherausgeberin des Magazins Spex den popkulturellen Diskurs maßgeblich mitgeprägt. Koether ist international hoch angesehen; ihre Werke befinden sich in bedeutenden Museumssammlungen, darunter das MoMA in New York, das MOCA in Los Angeles, das Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, die Nationalgalerie in Berlin und die Kunsthalle Bern. Ihr Werk wird weltweit vielfach rezipiert und ausgestellt. Die Verleihung des Lichtwark-Preises würdigt ihr herausragendes künstlerisches Schaffen, mit dem sie die zeitgenössische Malerei nachhaltig geprägt hat.

Den Lichtwark-Förderpreis 2025 in Höhe von 5.000 Euro erhält Karimah Ashadu.

Zur Lichtwarkpreis-Jury gehörten Prof. Tulga Beyerle, Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe, Prof. Alexander Klar, Direktor der Hamburger Kunsthalle, Prof. Martin Köttering, Präsident der Hochschule für bildende Künste, Prof. Dr. Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen, Anna Nowak, Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Kunsthaus Hamburg, Prof. Dr. Barbara Plankensteiner, Direktorin des Museums am Rothenbaum sowie Milan Ther, Direktor des Kunstvereins Hamburg.

Die Preisverleihung ist für den 9.⁠ ⁠Dezember 2025 in der Hamburger Kunsthalle geplant.

Lichtwark-Preis 2025