2025/11/15: HFBK-Studentin erhält Goldene Taube beim DOK Leipzig
Die HFBK-Studentin Jana Rothe ist im Deutschen Wettbewerb der 68. Ausgabe des Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm (27. Oktober – 2. November 2025) mit der Goldenen Taube für den besten Kurzfilm ausgezeichnet worden. Insgesamt Sieben Goldene und zwei Silberne Tauben in vier Wettbewerbssparten wurden bei der Preisverleiung in der Schaubühne Lindenfels in Leipzig verliehen. Die Goldene Taube Kurzfilm ist im Deutschen Wettbewerb mit 1.500 Euro dotiert.
Jana Rothe, die im Master bei Prof. Robert Bramkamp Film studiert, erhielt die Auszeichnung für ihren Film Boma a Bopa (Luxemburg/Deutschland, 2025, 12 Min.). Die Jury bestand aus Maike Mia Höhne, Gerd Kroske und Ines Weizman. In Boma a Bopa dokumentiert die Filmemacherin die Zeugnisse eingespielten und gelebten Lebens im Luxemburger Eigenheim der Großeltern. „Sie probiert das Jackett des Großvaters und die Ringe der Großmutter an. Aus Langeweile? Oder ist das die Aneignung einer Geschichte? Die Zeit scheint still zu stehen und geht doch unerbittlich weiter. Er hält ein Nickerchen mit der Schlafmaske, auf die offene Augen gedruckt sind, sie sitzt am Küchentisch und spricht über ihre beginnende Demenz. Mit vollen Zügen genießt sie eine Zigarette am Fenster, lässt sich von der Enkelin die Nägel pink lackieren. Vielleicht, um eine gute Figur vor der Kamera zu machen, während der Großvater zur Musik aus dem Radio mit den Hüften wackelt. Dem Gefühl der Vergänglichkeit trotzt das Paar bewegende Momente ab, ein Pas de deux erzählt von Liebe und Verbundenheit.“ (Anke Leweke)