2025/03/10: Drei ehemalige Studierende und Lehrende der HFBK Hamburg für Gabriele Münter-Preis nominiert
Von sechs für den Gabriele Münter-Preis 2025 nominierten Künstlerinnen waren drei ehemalige Studierende oder Lehrende der HFBK Hamburg: Else Gabriel, Annegret Soltau und Hoda Tawakol. Auch wenn die Auszeichnung schließlich an eine andere Künstlerin ging, ist dies bemerkenswert weil es sich um einen kunstpolitisch wichtigen Preis handelt, für die HFBKlerinnen aus unterscheidlichen Generationen nominiert waren. Der Gabriele Münter-Preis ist europaweit der einzige Kunstpreis, der sich ausschließlich an Bildende Künstlerinnen wendet, die älter als vierzig Jahre sind. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wurde ins Leben gerufen, da Künstlerinnen dieser Altersgruppe bei wichtigen Auszeichnungen deutlich unterrepräsentiert sind. Der Gabriele Münter-Preis bietet auf Bundesebene eine wirkungsvolle Möglichkeit, die herausragenden Leistungen von in Deutschland lebenden zeitgenössischen Bildenden Künstlerinnen sichtbar zu machen, zu fördern und auszuzeichnen. Der Preis ist nach der Malerin Gabriele Münter (1877–1962) benannt – sie ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne. In diesem Jahr gab es 1299 Bewerbungen.
Annegret Soltau, *1946, studierte von 1967 bis 1972 an der HFBK Hamburg. Ihr von Anfang an ausdrücklich feministisches Werk wird derzeit in großen Ausstellungshäusern gewürdigt, unter anderem der Retrospektive Unzensiert (8. Mai bis 17. August 2025) im Frankfurter Städel Museum. Else Gabriel, *1962, war von 1997 bis 2004 Professorin im Fachbereich Kunstpädagogik/Techniklehre. Hoda Tawakol, *1968, schloss ihr Studium der Bildhauerei an der HFBK Hamburg 2011 bei Prof. Andreas Slominski und Prof. Dr. Michael Diers ab. Zurzeit ist sie mit Arbeiten im öffentlichen Raum in dem Projekt Stadtkuratorin Hamburg / From The Cosmos to The Commons vertreten.
Die Preisverleihung erfolgte am 10. März 2025 an Parastou Forouhar. Die begleitende Ausstellung im Museum Gunzenhauser in Chemnitz findet vom 27. September bis zum 16. November 2025 statt. Dort werden Forouhars Werke zusammen mit den Arbeiten der fünf weiteren Finalistinnen Esra Ersen, Else Gabriel, Ana Prvački, Annegret Soltau und Hoda Tawakol präsentiert.