2024/06/30: Rubensförderpreis der Stadt Siegen für Sung Tieu
Die HFBK-Absolventin Sung Tieu ist mit dem 9. Förderpreis zum Rubenspreis der Stadt Siegen ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am 30. Juni 2024 im Rahmen der Eröffnung ihrer Ausstellung Without Full Disclosure / Ohne Offenlegung (bis 10. November 2024) im Museum für Gegenwartskunst Siegen statt.
Bekannt wurde Sung Tieu (*1987, lebt und arbeitet in Berlin) mit Arbeiten, die ihre eigene Migrationserfahrung nach der Wendezeit reflektieren. Die in Vietnam geborene Künstlerin folgte im Alter von fünf Jahren ihrem Vater, der als Vertragsarbeiter in der DDR tätig war, in das wiedervereinigte Deutschland. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sie sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Fragen nach gesellschaftlicher Verantwortung und den Auswirkungen bürokratischer Machtstrukturen sowie sozialer Kontrolle. Zudem untersucht sie die globalen Verflechtungen von Kolonialismus und Kaltem Krieg. Die Künstlerin widmet sich den ideologischen, ökonomischen und gesellschaftspolitischen Strukturen, die unser Zusammenleben bestimmen und sich in Standardisierung, Messbarkeit und Quantifizierbarkeit manifestieren. Sie interessiert sich für die verborgenen Informationen hinter scheinbar transparenten Prozessen, offenen Daten, politischen Nachrichten und Alltagsgegenständen. Im Fokus stehen kritische Infrastrukturen, die darüber entscheiden, wer und was sichtbar wird.
Seit 2015 werden Sung Tieus Arbeiten weltweit in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Zuletzt hatte die Künstlerin Einzelausstellungen in der Kunsthalle Nürnberg, im Monash University Museum of Art (MUMA), Melbourne; Oakville Galleries, CA (alle 2024); im Kunst Museum Winterthur, CH; dem MIT List Visual Arts Center, Cambridge, US; Amant, New York, US; Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.) (alle 2023); im CAPC –Musée d’Art Contemporain de Bordeaux, Bordeaux, im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.); im Mudam in Luxembourg (alle 2022); Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig (2021); Nottingham Contemporary, UK; und Haus der Kunst, München (2020). Sie war auf der 34. Biennale de São Paulo (2021) sowie der 14. Shanghai Biennale, China (2023) vertreten. In 2024 nimmt die Künstlerin an der 15. Gwangju Biennale teil. Tieu ist Preisträgerin des Frieze Artist Award 2021, des ars viva Preises 2021, des Publikumspreises zum Preis der Nationalgalerie Berlin 2021 und erhielt in diesem Jahr auch den Preis für künstlerische Forschung der Schering Stiftung 2024.
Mit dem 9. Förderpreis zum Rubenspreis der Stadt Siegen ist auch ein Preisgeld von 5000 € und eine Publikation verbunden. Die Publikation „Sung Tieu. Without Full Disclosure“ ist als als ein über 1000-seitiges Künstler*innenbuchim Distanz Verlag erschienen. Ab Oktober 2024 tritt Sung Tieu eine Vertretungsprofessur im Studienschwerpunkt Zeitbezogene Medien an der HFBK Hamburg an.
Die HFBK-Absolventin Sung Tieu ist mit dem 9. Förderpreis zum Rubenspreis der Stadt Siegen ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am 30. Juni 2024 im Rahmen der Eröffnung ihrer Ausstellung Without Full Disclosure / Ohne Offenlegung (bis 10. November 2024) im Museum für Gegenwartskunst Siegen statt.
Bekannt wurde Sung Tieu (*1987, lebt und arbeitet in Berlin) mit Arbeiten, die ihre eigene Migrationserfahrung nach der Wendezeit reflektieren. Die in Vietnam geborene Künstlerin folgte im Alter von fünf Jahren ihrem Vater, der als Vertragsarbeiter in der DDR tätig war, in das wiedervereinigte Deutschland. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sie sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Fragen nach gesellschaftlicher Verantwortung und den Auswirkungen bürokratischer Machtstrukturen sowie sozialer Kontrolle. Zudem untersucht sie die globalen Verflechtungen von Kolonialismus und Kaltem Krieg. Die Künstlerin widmet sich den ideologischen, ökonomischen und gesellschaftspolitischen Strukturen, die unser Zusammenleben bestimmen und sich in Standardisierung, Messbarkeit und Quantifizierbarkeit manifestieren. Sie interessiert sich für die verborgenen Informationen hinter scheinbar transparenten Prozessen, offenen Daten, politischen Nachrichten und Alltagsgegenständen. Im Fokus stehen kritische Infrastrukturen, die darüber entscheiden, wer und was sichtbar wird.
Seit 2015 werden Sung Tieus Arbeiten weltweit in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Zuletzt hatte die Künstlerin Einzelausstellungen in der Kunsthalle Nürnberg, im Monash University Museum of Art (MUMA), Melbourne; Oakville Galleries, CA (alle 2024); im Kunst Museum Winterthur, CH; dem MIT List Visual Arts Center, Cambridge, US; Amant, New York, US; Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.) (alle 2023); im CAPC –Musée d’Art Contemporain de Bordeaux, Bordeaux, im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.); im Mudam in Luxembourg (alle 2022); Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig (2021); Nottingham Contemporary, UK; und Haus der Kunst, München (2020). Sie war auf der 34. Biennale de São Paulo (2021) sowie der 14. Shanghai Biennale, China (2023) vertreten. In 2024 nimmt die Künstlerin an der 15. Gwangju Biennale teil. Tieu ist Preisträgerin des Frieze Artist Award 2021, des ars viva Preises 2021, des Publikumspreises zum Preis der Nationalgalerie Berlin 2021 und erhielt in diesem Jahr auch den Preis für künstlerische Forschung der Schering Stiftung 2024.
Mit dem 9. Förderpreis zum Rubenspreis der Stadt Siegen ist auch ein Preisgeld von 5000 € und eine Publikation verbunden. Die Publikation „Sung Tieu. Without Full Disclosure“ ist als als ein über 1000-seitiges Künstler*innenbuchim Distanz Verlag erschienen. Ab Oktober 2024 tritt Sung Tieu eine Vertretungsprofessur im Studienschwerpunkt Zeitbezogene Medien an der HFBK Hamburg an.