Unter der Maxime eines sorgfältigen und nachhaltigen
Umgangs mit Ressourcen entstand ein Pappmaschee-Stuhl, entwickelt in Anlehnung an die manufakturelle
Fertigungsweise zu Zeiten des Historismus.
Pappe wird oft für den Möbelbau verwendet. Meist
wird sie dabei unter einer dicken PVC-Schicht verborgen,
denn sie gilt nicht als »salonfähig« und wird
deshalb nur in verdeckter Form oder für ein kurzweiliges
Wegwerfmöbel akzeptiert.
Dabei hat das Material hinsichtlich Gewicht und
Stabilität exzellente Eigenschaften und eine ganz
eigene Ästhetik. Schon im 19. Jahrhundert wurde
»Papiermaché« häufig für Möbel und Deko-Objekte
eingesetzt. Es wird, genau wie Pappe, aus Papierpulpe
hergestellt. Dieses Ausgangsmaterial wird häufig aus
einem der wenigen wirklich funktionierenden Recyclingkreisläufe
gewonnen, deswegen ist es gerade jetzt
von zunehmendem Interesse. So besteht die Sitzschale des Stuhls zu 100 Prozent aus recyceltem Material, ist absolut umweltverträglich
und lässt sich problemlos kompostieren.