a world behind the world
Auseinandernehmen, zusammenziehen und mit einer Inbrunst neu interpretieren, mit der es bestenfalls gelingt, von der allfälligen Ableitung neu zu denken!
Balz Isler bei der Performance »a world behind the world«, 2011, Aktivboxen, Stuhl, Laptop/ QuickTime Player, Stimme. Foto: Tim Albrecht
Balz Isler, Setting der Performance »a world behind the world«, 2011, Aktivboxen, Stuhl, Laptop/ QuickTime Player, Stimme.
SCREENSHOT / ÖFFNEN MIT / COPY / PASTE / SCHNEIDEN / KOMPRIMIEREN
/ EXPORTIEREN UND DELETE
Ich versuche Geschichten oder Serien aus diversen
Sammlungen zu erzählen und mag es dabei, unterschiedliche
Medien spielerisch einander gegenüberzusetzen.
Meine Erzählungen entspringen einer riesigen
Menge an Quellen. Deren Flussläufe finden sich
erst durch die Bewegung und das jeweilige Gefälle.
Daher sind flexible Möglichkeiten für die Dokumentation
und die Archivierung bedeutsam, um Unvorhergesehenem
seinen Platz zu geben. Ich sammle Dinge,
Daten und Klänge. Eindrücke, die ich zusammenbaue
und wieder versetze. Die Übersetzung und das
Aneinanderreihen von solchen Einzelteilen und ihrer
Wirkung bewegen mich und sollen den Zuschauer
erreichen, um die Assoziationen in irgendeiner Form
weiterzuführen.
Ich habe einmal notiert, dass wir alle Scheinpharaonen
seien, die sich der Bevölkerung in riesige Säulen
und Wände meißeln. Sich mit den Göttern verbündet
zeigen, durch gigantisch verblüffende Visualisierungen.
Geändert habe sich nur, dass heute nicht
ausschließlich die Auserkorenen brillieren, sondern
Millionen in der Lage sind, sich in die virtuellen
Wände zu meißeln, sich zu inszenieren und damit
den neuen Göttern näherzukommen – sich selber und
der Welt – der Welt hinter der Welt.
Diplomprojekt, 2011
Künstler/in:
Balz Isler (Schweiz)
Diplomstudium
an der HFBK
seit 2005
Abschluss 2011
2011 Stipendium zur Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses der Hamburger Hochschulen
Betreuung HFBK:
Prof. Jeanne Faust
Studienschwerpunkt:
Zeitbezogene Medien