Solange es den Menschen gibt, verspürt er den Wunsch, aus seiner groben Realität in einen paradiesischen Zustand zurückzukehren. Der Aufwand, den Designer und Architekten betreiben, Paradiese – oder wenigstens das Gefühl eines Paradieses – auf künstliche Weise zu schaffen, wird immer größer. Immenser Ressourcenverbrauch geht mit Bau und Versorgung dieser künstlichen Paradiese einher und verschärft den Klimawandel weiter – was wiederum zur Folge hat, dass weitere technisch hergestellte Paradiese erschaffen werden müssen. Ein inverses Perpetuum Mobile entsteht. Die Installation »Technical Paradise« macht diesen Versorgungsbedarf sichtbar und stellt die Frage nach dem weiteren Weg: Schaffen sich die Eliten weiterhin technische Paradiese, die die globalen Disparitäten verstärken, oder kommt es zur Erkenntnis, dass nur ein globales Gleichgewicht auf ein neues Paradies hoffen lässt?
Auftragsarbeit für MattonOffice für den Deutschen Beitrag zur XI. Internationalen Architekturbiennale in Venedig 2008.