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Graduiertenkolleg

Visualität und Abstraktion

Über die Effekte von Abstraktionen im Feld des Sichtbaren

Ein Symposium des künstlerisch-wissenschaftlichen Graduiertenkollegs »Ästhetiken des Virtuellen«

Konzeption: Hanne Loreck gemeinsam mit Christian Blumberg, Joachim Glaser, Joke Janssen, Merle Radtke, Anna Tautfest, Vera Tollmann und Peter Müller.

HFBK Hamburg, Aula, 5.+ 6. Februar 2016
 

Unter digitalen Bedingungen haben sich die Funktionen von Analyse und Synthese, Simulacrum und Simulation für das Feld des Sichtbaren gewandelt. Wie lässt sich nun die Konstruktion von Un/Sichtbarkeit im Blick auf Visualisierungen virtu-ästhetischer Art verstehen, auf welche Weise vermögen »Technologien des Virtuellen« das Sichtbarkeitsdiktat zu transformieren?

Im Fokus des Symposiums steht die künstlerische und wissenschaftliche Befragung von Blick- und Sichtbarkeitsregimen wie von nicht-menschlichem Sehen im Verhältnis zu Abstraktion, zu Subjekten und Körpern. Es gilt das Prozessieren und Konstellieren von digitaler Visualität näher zu spezifizieren, etwa in der Umwandlung von Daten in visuelle Information und von Information in »Bildwissen«, unter Berücksichtigung der herrschaftsförmigen wie ebenso der emanzipativen Potenziale in Technik, Wissenschaft und Kunst.

Die wissenschaftlich-künstlerischen Beiträge des Symposiums umfassen drei sich überschneidende Themenkomplexe: Unter Daten sehen werden optische Apparate als Prozessoren von »Gesichtetem« untersucht, Karten schreiben richtet die Aufmerksamkeit auf die Normierung von Körpern wie auf die Kolonialisierung von Territorien, und unter Muster lesen wird Identifizieren als Form der Abstraktion problematisiert.

Freitag, 5. Februar 2016

Daten sehen

Moderation: Christian Blumberg und Vera Tollmann

14.00–14.20
Hanne Loreck
Begrüßung und Einführung

14.20–15.00
Kerstin Schroedinger (Zürich/London)
Performance: Matters of practices/doings/actions

15.00–15.40
Simon Rothöhler (Bochum)
Bilddaten verteilen

15.40–16.00
Pause

16.00–16.40
Roland Meyer (Berlin/Karlsruhe)
Operative Porträts. Gesichter der Gesichtserkennung 1970–2014

16.40–17.20
Toni Hildebrandt (Bern/Rom)
Grammateion, Strata und Black Box. Zum Apriorismus von Darstellbarkeit durch Abstraktion

17.20–18.00
Diskussionsrunde

19.00–20.00
Judith Raum (Berlin)
Performance: bin der ansicht dass streik nützlich, 2015

Moderation: Peter Müller

Samstag, 6. Februar 2016

Karten schreiben

Moderation: Joachim Glaser und Merle Radtke

10.00–10.40
Marietta Kesting (Berlin/Wien)
Identifizierung, Vermessung und Mapping von Körpern

10.40–11.20
Verena Kuni (Frankfurt am Main)
Camouflage und Mimikry. Ästhetiken und Politiken der (Un)Sichtbarkeit in den Abstraktionen digitaler Kartografie

11.20–11.40
Pause

11.40–12.20
Erich Pick (Hamburg)
Spline 'n' Splice. Das Ä. und Ö. postdekonstruktivistischer Architektur

12.20–13.00
Diskussionsrunde

13.00–14.00
Mittagspause

Muster lesen

Moderation: Joke Janssen und Anna Tautfest

14.00–14.40
knowbotiq (Zürich)
kotomisi un:inform

14.40–15.20
Karolin Meunier (Berlin/München)
Performance: Template

15.20–15.40
Pause

15.40–16.20
Nana Adusei-Poku (Rotterdam)
Between Nothingness and Infinity. Abstraction as Means of Identity

16.20–17.00
Diskussionsrunde und Verabschiedung

 

Symposium

Visualität und Abstraktion. Über die Effekte von Abstraktionen im Feld des Sichtbaren

5. + 6. Februar 2016

Hochschule für bildende Künste Hamburg
Lerchenfeld 2, Aula (!)

Download Programm (PDF)
Keine Voranmeldung nötig, Eintritt frei.

 

Gefördert durch die Landesforschungsförderung Hamburg.