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Pressemitteilung

Die vier Preisträgerinnen des Eröffnungsabends (von links): Jury-Mitglied Elena Agudio, Katja Lell, Lea Burkhalter, Marlene Lockemann, Finja Delz, HFBK-Präsident Martin Köttering und Uwe Toben als Vertreter der Karl H. Ditze Stiftung. Foto: Imke Sommer

Die vier Preisträgerinnen des Eröffnungsabends (von links): Jury-Mitglied Elena Agudio, Katja Lell, Lea Burkhalter, Marlene Lockemann, Finja Delz, HFBK-Präsident Martin Köttering und Uwe Toben als Vertreter der Karl H. Ditze Stiftung. Foto: Imke Sommer

Die interaktive Installation der beiden Bühnenraum-Studentinnen Lea Burkhalter und Marlene Lockemann wurde mit dem Karl H. Ditze-Preis ausgezeichnet. Foto: Imke Sommer

Die interaktive Installation der beiden Bühnenraum-Studentinnen Lea Burkhalter und Marlene Lockemann wurde mit dem Karl H. Ditze-Preis ausgezeichnet. Foto: Imke Sommer

Für ihre Video-Installation erhielt Master-Absolventin Katja Lell das Nachwuch-Stipendium der Hamburger Hochschulen. Foto: Imke Sommer

Für ihre Video-Installation erhielt Master-Absolventin Katja Lell das Nachwuch-Stipendium der Hamburger Hochschulen. Foto: Imke Sommer

Bei der Verleihung des Karl H. Ditze-Preises wurde Finja Delz für ihr Design-Projekt (hier dessen Präsentation in der Absolventenausstellung) mit einem zweiten Preis ausgezeichnet. Foto: Imke Sommer

Bei der Verleihung des Karl H. Ditze-Preises wurde Finja Delz für ihr Design-Projekt (hier dessen Präsentation in der Absolventenausstellung) mit einem zweiten Preis ausgezeichnet. Foto: Imke Sommer


13.07.2017

Festwoche zum 250. Gründungsjubiläum der HFBK

Absolventenausstellung an der Hochschule für bildende Künste Hamburg eröffnet, mit Vergabe des Karl H. Ditze Preises und des Nachwuchsstipendiums

Im Rahmen der Festwoche zum 250. Gründungsjubiläum der HFBK wurde heute während der Eröffnung der Absolventenausstellung der Karl H. Ditze-Preis für die beste Bachelor-Abschlussarbeit an das Duo Lea Maria Burkhalter und Marlene Lockemann (1. Preis in Höhe von 5.000 Euro) und an Finja Delz (2. Preis in Höhe von 2.500 Euro) verliehen. Die von zwei externen Jurys vergebenen Preise würdigen die besondere künstlerische Qualität und Ausdruckskraft der Abschlussarbeiten. Das Preisgeld betrug insgesamt 7.500 Euro. Das Stipendium zur Förderung des künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchses der Hamburger Hochschulen in Höhe von 15.000 Euro ging an die Master-Absolventin Katja Lell.

Bis Sonntag, 16. Juli 2017, sind die rund 130 Abschlussarbeiten aus den Studienschwerpunkten Bildhauerei, Bühnenraum, Design, Film, Grafik, Fotografie sowie Malerei und Zeitbezogene Medien im Hauptgebäude der HFBK am Lerchenfeld zu sehen, darunter selbstverständlich auch die Arbeiten der Preisträgerinnen. Die Absolventenausstellung ist in diesem Jahr eingebettet in die Jubiläumsfestwoche: Diese begeht die HFBK zusammen mit ihren 14 internationalen Partnerhochschulen der Art School Alliance, die in der Finkenau 42 die Ergebnisse des Festivals »ASA@work« präsentieren. Außerdem werden im Gebäude Wartenau 15 die Semesterabschlussarbeiten des Vorstudienprogramms »Artistic and Cultural Orientation« für künstlerisch begabte Geflüchtete gezeigt.

Am Freitag, 14. Juli 2017, nähert sich eine Vortragsreihe unter dem programmatischen Titel Überlebensrate 4% – Aktuelle Frontberichte aus der Kunstakademie dem Phänomen, dass sich die Attraktivität eines Kunststudiums mit 5.000 Studienanfängern jährlich auf hohem Niveau hält bei bekanntermaßen unsicheren Erfolgsaussichten. Mit Werner Büttner, Diedrich Diederichsen, Walter Grasskamp, Annette Tietenberg, Wolfgang Ullrich, Bettina Uppenkamp.

Am Samstag, 15. Juli 2017, widmet sich das Symposium (Mit) Pflanzen kartographieren – Mapping (with) plants Fragen, die das realzeitliche Moment des Blicks auf Pflanzen mit dem auf ihre Repräsentationen verknüpfen. Es geht etwa um die Domestizierung des Wildwuchses, Denkmodelle der Brache und des notwendig Unproduktiven, um Pflanzen, Saatgut und Territorien als Machtkonstellation und um die zunehmende Verschaltung von Mensch und Maschine. Mit Marie-Luise Angerer, Jimmie Durham, Petra Lange-Berndt, Sara Lindeborg, Hanne Loreck, Pia Rönicke u.a.

Zu den Preisträgerinnen:

Lea Maria Burkhalter und Marlene Lockemann (Bachelor bei Prof. Raimund Bauer) – 1. Karl H. Ditze Preis für die beste Bachelor-Abschlussarbeit in Höhe von 5.000 €
Das Duo Burkhalter und Lockemann aus der Bühnenraum-Klasse von Prof. Raimund Bauer überzeugte die Jury mit ihrer installativen Arbeit, die an der Schnittstelle zwischen Kunst und Theater operiert und dem Betrachter eine aktive Rolle zuweist. Damit einhergehend gelingt es ihnen, die beiden Bereiche zu dekanonisieren – und dies gepaart mit gesprochenen Fragmenten aus dem mehr als kanonischen Stück »Warten auf Godot« von Samuel Beckett.

Finja Delz (Bachelor bei Prof. Jesko Fezer) – 2. Karl H- Ditze Preis für die beste Bachelor-Arbeit in Höhe von 2.500 €
Noch unter dem Eindruck der einseitigen Berichterstattung und Bildpolitik des G20-Gipfels, in der wesentliche Kritikpunkt außer Acht gelassen wurden, beeindruckte die Jury das kollaborative Projekt, an dem die Absolventin aus dem Studio experimentelles Design von Prof. Jesko Fezer mitgewirkt hat, aufgrund seiner vielfältigen, auf Diskursivität angelegten Aktionen während des Gipfels im Hamburger Stadtgebiet. Hier wird ein Begriff von Design vertreten, der über ein traditionelles Design-Verständnis hinausgeht, insofern gerade keine Lösungen vorgegeben werden, sondern es vielmehr um eine kritische Reflexion der gesellschaftlichen Gestaltung geht.

Katja Lell (Master-Abschluss bei Prof. Jeanne Faust) – Stipendium zur Förderung des künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchses in Höhe von 15.000 €
In der Dunkelheit eines Zimmers versprechen vielfarbige Flüssigkristalle dem Bewohner die Veränderung des Selbst durch meditative Versenkung in den Bildschirm. Die Stimme zum omnipräsenten Screensaver Flurry verkündet: »Change is possible«. Eine heute alltägliche Situation wird in der Videoarbeit 39 seconds latency time (9 min, color, HD) von Katja Lell exemplarisch und reflektiert auf präzise und elegante Art die ambivalente Erfahrung der digitalen Gegenwart und ihrer Versprechungen, in der die Probleme zur Therapie und die Therapie zum Problem geworden ist.

Mitglieder der Jury waren:
Elena Agudio | Kuratorin, künstlerische Direktorin der Association of Neuroesthetics und Co-Direktorin von SAVVY Contemporary, Berlin
Meike Behm | Direktorin und Geschäftsführung Kunsthalle Lingen
Anselm Franke | Kurator, Kritiker und Leiter Bereich Bildende Kunst und Film am Haus der Kulturen der Welt, Berlin
Carsten Probst | Kunstkritiker u.a. Deutschlandfunk Kultur
Susanne Winterling | Künstlerin, HFBK-Absolventin und Professorin für Bildhauerei an der HfG Offenbach
Dr. Oliver Zybok | Direktor der Overbeck-Gesellschaft, Lübeck
Uwe Toben | Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied der Karl H. Ditze Stiftung

Die Karl H. Ditze Stiftung
Karl H. Ditze (1906–1993), Gesellschafter und langjähriger Geschäftsführer des Unternehmens rotring(Schreib- und Zeichengeräte), hatte die Karl H. Ditze Stiftung 1979 gegründet. Seitdem werden jährlich vier Hamburger Hochschulen sowie karitative Projekte von der Stiftung gefördert. Neben der Unterstützung der Internationalen Mobilität der Studierenden engagiert sich die Stiftung besonders für die Förderung begabter Studierender. Die Verleihung des Karl H. Ditze Preises im Rahmen der Absolventenausstellung der HFBK erfolgte erstmals 1998 und ist mittlerweile fester Bestandteil des Eröffnungsabends.

HFBK – Absolventenausstellung 2017
im Rahmen der Festwoche zum Gründungsjubiläum der HFBK

Ausstellung | 14. – 16. Juli 2017 | täglich 14 bis 20 Uhr
Öffentliche Führungen | täglich 16 und 18 Uhr
Führungen für Schulkinder ab 6 Jahre | 15. und 16. Juli 2015 | 16 Uhr
Programm der Festwoche: www.hfbk-hamburg.de/250/

Pressekontakt

Hochschule für bildende Künste
Sabine Boshamer
Tel +49 (0)40 428 989 205
presse@hfbk.hamburg.de

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