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Namenregister

Katharina Pethke

Raum: 212 Wartenau
Telefon: +49 40 428 989 -350
Fax: +49 40 428 989 -271
E-Mail: katharina.pethke@hfbk-hamburg.de

Professorin für Einführung in das künstlerische Arbeiten (Film)
Orientierung / Grundlagen

Professor of introduction to artistic work in film
Orientation / Basics

Katharina Pethke hat zum Wintersemester 2012/13 die Professur für Anfängerbetreuung im Studienschwerpunkt Film übernommen.

Katharina  Pethke (*1979 in Hamburg) studierte zunächst Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg und parallel Visuelle Kommunikation an der HFBK Hamburg. Anschließend absolvierte sie ein Studium der Audiovisuellen Medien an der Kunsthochschule für Medien in Köln, das sie 2010 mit dem Diplom abschloss.

Katharina Pethke dekliniere und erprobe die vielfältigen Formen dokumentarischen Erzählens und bringe damit dieses Genre auf die Höhe seiner Möglichkeiten, hieß es in der Laudatio zur Verleihung des Förderpreises Nordrhein-Westfalen für junge KünstlerInnen im Bereich Film. Vor allem habe Pethke die Fähigkeit, mit und in Bildern zu erzählen.

Ihr erster Film Anophtalmus (2005), dessen Titel übersetzt so etwas wie »augenlos« heißt, beschreibt in sieben Minuten, wie aus in Feuer getauchtem Glas in perfekter Handarbeit etwas Sichtbares entsteht: ein künstliches Auge. Der Film, in dessen an Bunuels »andalusischen Hund« erinnernden Schlussequenz sich jemand diese Augenprothese einsetzt, wird zum Anlass für die Beschäftigung mit der eigenen visuellen Wahrnehmung. »Im Vordergrund stehen für mich und meine Arbeit die Eigenschaften und eben die Grenzen des Mediums, welches ja zusammengesetzt ist aus zweierlei: aus Bild UND Ton. Es geht um Sehen und Hören«, sagt Pethke.

In ihrem Diplomfilm Louisa (2011) porträtierte sie ihre ertaubte Schwester, die sich mit Anfang 20 entscheidet, die Gebärdensprache zu erlernen und sich aus der Welt der Hörenden, in der sie aufwuchs, zu verabschieden. Pethke zeigt den schwierigen Weg Louisas von der Anpassung an die Welt der Hörenden zu Selbstständigkeit und Autonomie in einer Gemeinschaft von Gehörlosen. Erstaunlicherweise ist der Film über diese beiden so gegensätzlichen Welten voller Musik – von Louisas ersten Tönen auf der Klarinette bis hin zu HipHop.

Seit 2009 arbeitet Katharina Pethke regelmäßig für die Fernsehsender ZDF/3Sat. Den Anfang machte der viel beachtete Dokumentarfilm In dir muss brennen, der verschiedene Coachings und Selbstverbesserungskurse in strengen Cadragen begleitet und Fragen zum erschöpften Selbst in der modernen Gesellschaft aufwirft. Zuletzt entstand für die Reihe »Was wir wollen« die 45-minütige Auftragsproduktion Die Natur des Bösen, die Ende Oktober 2012 auf 3Sat ausgestrahlt wird. Momentan schließt Pethke die freien Filmprojekte Maine (ME) und In Dia Est (beides Arbeitstitel) ab.

Lehrerfahrungen sammelte Pethke durch Gastvorträge und Screenings ihrer Filme an verschiedenen deutschen Hochschulen, bei verschiedenen Workshops (u.a. Goethe-Zentrum), sowie einer Lehrtätigkeit im Sommersemester 2012 an der KHM Köln mit dem Seminar Biografie und Film.

Katharina Pethke became professor responsible for supporting first-year students in the HFBK department of Film in the 2012/13 winter semester.

Katharina Pethke (*1979 in Hamburg) initially studied German literature and art history at the Universität Hamburg and, simultaneously, visual communication at the HFBK Hamburg. She then completed a course of study in audiovisual media at the Kunsthochschule für Medien in Cologne, leaving with her diploma in 2010.

Her first film, Anophtalmus (2005), is a seven-minute portrayal of something visible being created, with perfect craftsmanship, from glass submerged in a furnace: an artificial eye. The film gives us occasion to think about our own visual perception processes. In her diploma thesis film, Louisa (2011), Pethke presented a portrait of her deafened sister, who, at the age of 20, decides to learn sign language and to leave the world of hearing people in which she grew up behind her.

Katharina Pethke has regularly worked for the television stations ZDF/3Sat since 2009, beginning with the highly-regarded documentary film In dir muss brennen, which followed various coaching and self-improvement courses (using strict framing structures) and asked questions about the exhausted state of the self in our modern society. Finally, she created the 45-minute commissioned production Die Natur des Bösen, which was transmitted in October 2012 on 3Sat, for the "Was wir wollen" series. Pethke is currently completing the free film projects Maine (ME) and In Dia Est (both working titles).

Katharina Pethke’s previous experience includes delivering guest lectures and holding showings of her films at various German universities and at a number of workshops (including Goethe-Zentrum), plus a lectureship in the 2012 summer semester at the KHM Köln, Cologne in the seminars of biography and film.

Filmografie (Auswahl)

2012: Maine (ME) (AT), Essayfilm, HD, (Buch, Regie, Kamera, Schnitt); In Dia Est (AT), HD, (Buch, Regie, Kamera Schnitt); Die Natur des Bösen, HD, 45 Min., Auftragsproduktion von ZDF/3Sat (Buch, Regie)

2011: Louisa, Dokumentarfilm, Digibeta, 62 Min. (Buch, Regie, Kamera); Von den ersten und den letzten Dingen, HD, 45 Min., Auftragsproduktion für ZDF/3Sat (Buch, Regie)

2009: In dir muss brennen, Dokumentarfilm, HD, 64 Min.

2007: In Liebe – Britta Schmidt, Essayfilm, Digibeta, 52 Min.

2006: Pennyless Decadence, Dokumentarfilm (mit Julia Keller), Digibeta, 52 Min.

2005: Anophtalmus, Kurzfilm, 35 mm, 7 Min.

Preise/Auszeichnungen (Auswahl)

2011: Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Louisa, Sonderpreis für den besten deutschen Film mit einer Länge zwischen 30 und 78 Min.; Goldene Taube im Deutschen Wettbewerb beim Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm; Förderpreis des Landes Nordrhein Westfalen für junge Künstler/innen im Bereich Film; Prädikat besonders wertvoll der Filmbewertungsstelle Wiesbaden und Dokumentarfilm des Monats für Louisa

2010: Förderpreis des Büros für Gleichstellung der Kunsthochschule für Medien Köln

2007: Prädikat besonders wertvoll der Filmbewertungsstelle Wiesbaden und Kurzfilm des Monats für Anophtalmus

Stipendien/Förderungen (Auswahl)

2012: Dreimonatiges Auslandsstipendium des Ministeriums für Familie, Kinder und Jugend, Kultur und Sport NRW in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Trivandrum für das Projekt In Dia Est in Indien
2011: Dreimonatiges Auslandsstipendium der Kunststiftung NRW für das Projekt Maine (ME) in den USA
2008-2011: Förderung des Films Louisa durch die Filmförderung NRW
2008-2009: Gewinnerin der ZDF/3Sat- und DOK Leipzig-Ausschreibung Mein Leben in Sicherheit für die Produktion von In dir muss brennen
2007-2010: Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

2010: 5x3, Kunstraum Düsseldorf; Von dritten Räumen, Kunsthaus Hamburg
2008: wide angels spread their wings and..., Galerie Stedefreund, Berlin
2007: Neue Konzepte, Kunstverein Bonn
2006: Phaenomenale, Kunstverein Wolfsburg; Art Cologne, Köln