Hochschule /Geschichte

Geschichte

1767 gründet die Hamburgische Gesellschaft zur Beförderung der Künste und nützlichen Gewerbe (kurz: Patriotische Gesellschaft von 1765) die erste Gewerbeschule Deutschlands, zu der auch eine Zeichenschule für angehende Handwerker gehört.  Im Laufe der Zeit entwickeln sich aus dieser Einrichtung zwei selbstständige Institutionen: die Kunst- und die Bauschule.

1865 übernimmt der Stadtstaat Hamburg die Trägerschaft der bis dahin von den Zünften finanzierten Gewerbeschule. Ihre Bedeutung wächst sichtbar mit den Erfolgen auf in- und ausländischen Ausstellungen.

1893 bestehen 24 Fachklassen.

1896 avanciert die Einrichtung zur Staatlichen Kunstgewerbeschule.

1913 bezieht die Schule ihr eigenes, von Fritz Schumacher entworfenes Gebäude, zu dem auch zahlreiche Werkstätten gehören. Der Erste Weltkrieg bewirkt einen jähen Einschnitt in der Entwicklung der Schule.

1928 trägt die Umbenennung in Landeskunstschule einer Umstrukturierung Rechnung, die das Lehrprogramm an neue Erfordernisse jenseits kunstgewerblicher Maßgaben anpasst und zudem den Hochschulstatus anvisiert. Letzterer wird der Landeskunstschule jedoch nicht zugestanden, auch nicht, als sie unter dem Regime der Nationalsozialisten in Hansische Hochschule für Bildende Künste umbenannt wird. Auf Betreiben des Kampfbundes für deutsche Kunst wird 1933 der Direktor der Hochschule, Max Sauerlandt, des Amts enthoben, in den folgenden Jahren wird aus rassistischen wie kultur-/politischen Gründen Professoren die Lehrbefugnis entzogen, Studierende werden vom Unterricht ausgeschlossen.

1943 nimmt das Schumacher‘sche Gebäude während des großen Bombenangriffs auf Hamburg erheblich Schaden; trotzdem nimmt ein neues Kollegium noch im selben Jahr den Unterricht wieder auf, jetzt wieder unter dem Namen Landeskunstschule.

1955 wird die Einrichtung zur Hochschule für bildende Künste ernannt. Seit 1970 hat sie den Rang einer künstlerisch-wissenschaftlichen Hochschule.

Bis 2006 vereinigt die HFBK alle Fächer der visuellen Kultur unter ihrem Dach: Kunst, Kunstpädagogik, Architektur, Visuelle Kommunikation (Grafik/Typografie, Film, Foto und Experimentelle Medien) und Design. Mit der Konstituierung der HafenCity Universität HCU wurde der Bereich Architektur aus der Kunsthochschule ausgegliedert.

2008 wird an der HFBK das Bachelor-/Master-System eingeführt. Anstelle der einzelnen Studienfächer wird nur noch der eine interdisziplinäre Studiengang »Bildende Künste« angeboten, der sämtliche an der HFBK vertretenen Studienschwerpunkte umfasst.

 

Luftaufnahme des HFBK-Hauptgebäudes am Lerchenfeld 2, erbaut von Fritz Schumacher in den Jahren 1911 - 1913

Das Hauptgebäude der HFBK am Lerchenfeld, 1911 - 1913 gebaut nach Plänen von Fritz Schumacher

Der Haupteingang des Gebäudes am Lerchenfeld 2 mit der ursprünglichen Eingangstreppe

Der Haupteingang des Gebäudes am Lerchenfeld 2 mit der ursprünglichen Eingangstreppe