de en

Markus Selg

Markus Selg, Guest professor of Painting

Markus Selg erforscht Dynamiken zwischen archaischem Mythos und digitaler Technologie. In seinen häufig als Parcours angelegten, szenographischen Installationen verbindet er Film, Skulptur, Performance und Musik zu dichten, multimedialen Erfahrungsräumen.

1974 in Singen geboren, studiert er an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und 1996 - 2000 an der von ihm selbst mitgegründeten Akademie Isotrop, einem Kollektiv von KünstlerInnen, MusikerInnen und TheoretikerInnen. Er ist Mitbetreiber des Plattenlabels Parfüm Records auf dem er auch eigene Musik unter den Alter Egos „Diamantenräuber“ und „Nightshift“ (gemeinsam mit M. Hüppauff) veröffentlicht. Mit dem Techno Dance Act „Nightshift“ tritt er von 1998 bis 2004 in zahlreichen Clubs auf u.a. WMF, Panoramabar, Init Kunsthalle, Roter Salon, Rote Flora.

Parallel zur Expo 2000 in Hannover eröffnet er im selben Jahr eine alternative „Weltausstellung“ in der Studiogalerie des Kunstverein Braunschweig. Seine seit Mitte der 90er Jahre entwickelten computergenerierten Werke bilden dort einen utopisch / dystopischen Reigen um das Propagan, ein Denkmal zu Ehren der Sequenzierung des Menschlichen Genoms. 2004 - 2005 realisiert er die Science - Fiction Ausstellungtrilogie „Amnesia / Die Chronik / Das Testament“ in Galerien in Berlin (Guido W. Baudach) und Köln (Hammelehle & Ahrens / Christian Nagel). 2009 inszeniert er den Ausstellungsparcours „Spuren der Sonne – eine apokalyptische Oper“ mit Werner Herzog und Jannis Kounellis in den Bunkeranlagen des B-05, Montabaur. 2012 gestaltet er das Bühnenbild für die Musiktheaterproduktion „Auf Kolonos“ (Regie: Laurent Chetouane) am Badischen Staatstheater, Karlsruhe und ebenfalls 2012 feiert sein Spielfilm „Das Ewige Antlitz“ Premieren in Berlin und Prag. 2015 / 2016 zeigt das Frans Hals Museum, Haarlem die retrospektiv angelegte Ausstellung „Primitive Data“. 2017 findet die Ausstellung „Cosmic Stage“ in der Galerie Guido W. Baudach, Berlin statt. Für die Ruhrtriennale 2016 bringt er gemeinsam mit Susanne Kennedy das multimediale Stück „Medea.Matrix“ zur Aufführung. 2019 hat ihre zweite Zusammenarbeit „Coming Society“ Premiere an der Volksbühne Berlin.