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Marjetica Potrč

Marjetica Potrč, Professorin für Social Design

Marjetica Potrč ist seit 2011 Professorin an der HFBK Hamburg im Studienschwerpunkt Design.

Die 1953 im slowenischen Lubljana geborene Künstlerin und Architektin absolvierte an der Universität Lubljana zunächst ein Studium der Architektur und anschließend ein Studium der Bildhauerei. Von 1990 lebte Potrč für vier Jahre in den USA, 1994 wurde Lubljana wieder zur Ausgangsbasis ihrer internationalen Aktivitäten. Seit den 1990er Jahren ist ihre Arbeit in wichtigen Ausstellungen vor allem in Europa und Nord- und Südamerika vertreten. Dazu gehören die Biennale in Venedig, an der sie 1993, 2003 und 2009 teilnahm, die Biennale von Sao Paulo (1996 und 2006) wie die Skulptur Projekte in Münster. Sie hatte Einzelausstellungen u.a. im Guggenheim-Museum in New York (2001), im List Visual Arts Center des Massachusetts Institute of Technology (2004), in der De Appel Foundation in Amsterdam (2004), im Portikus in Frankfurt am Main (2006). Sie stellt regelmäßig in der Meulensteen Gallery (ehemals Max Protetch Gallery) in New York (seit 2002)und in der Galerie Nordenhake in Berlin und Stockholm (seit 2003) aus. Im Jahr 2000 erhielt sie den vom New Yorker Guggenheim Museum verliehenen Hugo Boss Preis. 2007 war sie Fellow am Vera List Center for Arts and Politics an der New School in New York.
Potrč lehrte als Gastdozentin unter anderem an der Fakultät Kunst und Design der Università IUAV in Venedig, im Departement Visual Arts an der Fondazione Antonio Ratti in Como, an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste / Städelschule in Frankfurt und sowie am Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Ihre interdisziplinäre Praxis umfasst kollaborative, partizipatorische, ortsspezifische Projekte, wie zum BeispielDry Toilet in Caracas (2003),The Cook, The Farmer, His Wife and Their Neighbour in Amsterdam (2009) oderThéatre évolutif im Rahmen des Festivals Evento 2011 in Bordeaux, Installationen in Galerien und Museen, die siearchitektonische Fallstudien (architectural case studies) nennt sowie Serien von Zeichnungen, die die Grundideen ihrer Recherche-Projekte zusammenfassen. Im Fokus ihrer Arbeiten steht die Entwicklung der Großstädte und Metropolen insbesondere unter dem Druck politischer und gesellschaftlicher Krisen und umweltbedingten Herausforderungen. Hierbei interessieren sie Nachbarschaften als gewachsene, soziale Gefüge, nachhaltige Technologien, partizipatorisches Design und das, was man von menschlichen Gemeinschaften als lebende Laboratorien der Kreativität und Koexistenz lernen kann.