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Gesundheit im Archiv der Gegenwart

Künstlerische Forschung bewegt sich jenseits klassischer Disziplinen – zwischen Archiv, Alltag und ästhetischer Opazität. Künstler*innen wie Allan Sekula, Andrea Fraser oder Forensic Architecture stellen mit ihren Arbeiten nicht nur Fragen nach Wahrheit und Darstellung, sondern auch nach der Rolle von Kunst in gesellschaftlichen und ökologischen Umbrüchen. Und manchmal ist genau das, was nicht auf den ersten Blick als „Kunst“ erscheint, besonders wirksam

Sara Hillnhütter

Rosalind Krauss bemerkte, gegenwärtige Kunst hätte etwas „Fotografisches“ angenommen. Mit dieser eher diffusen Zustandsbeschreibung markierte Krauss einen ästhetischen Wandel in der Nachkriegszeit. Dabei trat, zumindest vordergründig, die handwerkliche Gestaltung als Bewertungsmaßstab in den Hintergrund. In der Kunstgeschichte tut man sich mitunter schwer mit künstlerischen Projekten, die sich um neue ästhetische Form- und Wissenskonstellationen bemühen. In seinem Text An Archival Impuls von 2004 monierte Hal Foster ironisch „Consider a temporary display cobbled together out of workday materials like cardboard, aluminum foil and packing tape […] like a homemade study shrine, with a chaotic array of images, texts, and testimonials […].“[1] Foster spricht, neben der ästhetischen Strategie des „archival impulses“ in der Kunst, die fehlende Unterscheidbarkeit zu anderen Wissens- und Lebensbereichen an. Sein Text zielt zwar darauf ab, recherchebasierte Kunst theoretisch zu fassen, sprich zu kanonisieren, zeigt aber deutlich mit seinem gedanklichen Einstieg, wie die Welt der Academia auf offene Gestaltungsprozesse in künstlerischen Recherchen blickt.

Den Projekten im Bereich der künstlerischen Forschung ist stets eine institutionelle Kritik immanent, die sich auch gegen eine Historisierung in der Kunstgeschichte stellt. So publizierte die Künstlerin Andrea Fraser 2016 zur ersten Wahl von Donald Trump ein Buch über die Verbindungen von Museen und anderen Kunstinstitutionen in den USA zum Weißen Haus. Fraser zeigt mit ihrer Recherche, die nach dem Motto follow the money funktionierte, wie abhängig der Kunstbereich von rechtspopulistischer Politik ist. In die ästhetische Gestaltung wirkt die Recherche als starker formgebender Motor, wie auch bei der Künstler*innen-Gruppe Forensic Architecture, die praxisbasiert, anhand von digitaler Bildanalyse, Daten über aktuelle Kriegs- und Unrechtszenarien sammelt. Bei der Besprechung solcher Projekte kommt stets die Frage auf: Ist das noch Kunst? Tatsächlich erstellt, die Forscher*innengruppe Forensis (eine Dependnce von Forensic Arcitecture in Berlin) im Auftrag von Betroffenen auch Bildmaterial, das vor Gericht verwendet wird, zum Beispiel über die rassistisch motivierten Morde in Hanau.

Künstlerische Forschung dokumentiert unsere gesellschaftliche Gegenwart. Gerade in dem Durchwandern verschiedener Deutungs- und Verwertungsbereiche liegt ihre ästhetische Wirkkraft. Die Künstlerin Lucy Cotter formulierte, dass Form und Oberfläche, Zeigen und Verstecken das eigentliche Handwerkszeug von Künstler*innen ist. So schreibt sie prägnant: „representation affects thought.“[2] Das heißt auch außerhalb der erwartbaren Kontexte für Kunst verliert ein Werk nicht den Kunst-Status: “Artist use artistic criteria to establish the parameters and form of their research. Artistic research is thus not separable phenomenon from art itself.”[3] In dem von Cotter herausgegebenen Sammelband Reclaiming artistic research (siehe auch unsere Reading List auf S. …) reagiert sie auf die Vereinnahmung der künstlerischen Forschung für vermehrt akademische Belange.

Eine Arbeit wie Allan Sekulas Fish Story (1995), die 2002 auf der Documenta 11 gezeigt wurde, verdeutlicht, wie komplexe Konstellationen von menschlicher Arbeit, Lebensmittelindustrie und Welthandel zusammenhängen, ohne diese Themen explizit zu machen. Gesundheit als ökologisches und humanistisches Konzept wird hier wie nebensächlich evident. Aus der Konstellation von Sekulas Fotografien ergibt sich eine gedankliche Iteration zwischen den Handelsschiffen, den Menschen, die darauf arbeiten, den Fischen und dem Ozean. Die Arbeit geht weit über die ihr zugrunde liegende Beobachtung und Recherche hinaus, ihr dokumentarischer Charakter endet nicht in fotografischer Kontingenz oder pädagogischen, lösungsorientierten Reflektionen. Vielmehr bietet sie ein Beispiel dafür, wie Künstler*innen Recherche präsentieren, ohne dem Publikum Hinweise und Interpretationen zu liefern. Es werden bewusst Leerstellen erzeugt und Dinge im Ungreifbaren gelassen. Epistemische Opazität gehört zu künstlerischer Forschung, wie das vielbeschworene „Sichtbarmachen“ gesellschaftlicher Machtverhältnisse.[4] Die Beiläufigkeit ästhetischer Aspekte kann dabei als Tarnung, als Trojanisches Pferd begriffen werden, mit dem sich bildende Künstler*innen in andere gesellschaftliche Sektoren begeben.

1946 definierte die Weltgesundheitsorganisation Gesundheit als „Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen“. Die Gesundheit „aller“, stellte eine wirkmächtige Definition dar, ein universales und fortschrittliches Konzept, das über Nationen- und Kulturgrenzen hinweg Gültigkeit besitzen sollte. Universelle Konzepte haben häufig den Nachteil, dass sie essentialistisch wirken und den technischen Machbarkeitsglauben befördern. Wie in vielen Wissensbereichen untersteht auch unser Gesundheitssystem einer „epistemischen Politik“[5], welche soziale Minderheiten benachteiligt.[6] Bereits während der Epidemie wurde deutlich, dass Gesundheit ein soziales Privileg ist. Bei dem Erreger, der das Syndrom auslöst, handelt es sich um eine Zoonose, also einen Virus, der von Tieren auf den Menschen übertragen wurde. Lange vor der Corona-Pandemie wurde damit das Konzept von Gesundheit als ein menschliches Privileg fraglich, aber die Pandemie des COVID-19 Erregers hat für kranke wie für gesunde Menschen gleichermaßen deutlich gemacht, dass Medizin eine sozio-politische Struktur ist, die nicht allein die Lebenswelt kranker Menschen bestimmt. So publizierte die WHO im Jahr 2020 als Reaktion auf die Pandemie einen neuen Gesundheitsbegriff, der sich auf ökologische Bedingungen bezieht:

„One Health is an integrated, unifying approach that aims to sustainably balance and optimize the health of people, animals, and ecosystems. It recognizes the health of humans, domestic and wild animals, plants, and the wider environment (including ecosystems) are closely linked and interdependent. The approach mobilizes multiple sectors, disciplines, and communities at varying levels of society to work together to foster well-being and tackle threats to health and ecosystems […].”[7]

Während des Lockdowns im Mai 2020 beobachtete Trevor Paglen, wie vor seiner Haustür die Bäume blühten. Die Natur schien sich vielerorts von menschlichen Aktivitäten zu erholen. Bezogen auf diese Erfahrung generierte der Künstler die Serie Bloom mit Hilfe eines Algorithmus, der in den japanisch anmutenden Strukturen aus Blüten, Blättern und Ästen Vanitas-Motive, wie Totenköpfe, versteckte.

Welcher systemischen Begrenzung die traditionellen Wissensdisziplinen unterliegen, und wie schwer sie sich tun, gegenwärtige Prozesse auf dieser Erde zu beschreiben, zeigt sich an dem Beispiel aktueller, planetarer Veränderungen. Unter dem Konzept des Anthropozän wurde besonders im Kulturbereich die ökologische Veränderung dokumentiert. Die Internationale Geowissenschaftliche Union stimmte 2024 allerdings gegen die Aufnahme des Begriffes in die offizielle stratigrafische Zeitskala, mit dem Argument, es gäbe weltweit keine einheitliche Nachweisbarkeit. Die Hauptbegründung bestand darin, dass der zeitliche Rahmen für eine Einordnung in die Struktur der Erdzeitalter in der Geologie fehle, das Anthropozän zu kurz und zu gegenwärtig sei.

Künstlerische Forschung gelingt an vielen Stellen, was konventioneller Wissenschaft aufgrund der disziplinären Zusammenhänge verschlossen bleibt. Das „archival thinking“ von Künstler*innen über disziplinäre und kulturelle Grenzen hinaus, gestaltet Wissensproduktion basierend auf Praxis und Alltagserfahrung. So gelingt es mit Strategien wie humorvoller Verfremdung oder epistemischer Opazität zwischen hybriden Materialien und Inhalten, mit offener Iteration und metonymischer Bedeutungsproduktion, ein Archiv der Gegenwart zu gestalten.

Sara Hillnhütter ist Referentin für künstlerische Forschung an der HFBK Hamburg. Zuvor hat sie Kulturprojekte im Kunstverein nGbK, Berlin, umgesetzt und war wissenschaftlichen Mitarbeiterin an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie 2025 mit einer Arbeit zur Geschichte der Preußischen Meßbild-Anstalt (1885-1921) im Fach Kunstgeschichte promoviert wurde. Ihre thematischen Schwerpunkte sind die Entgrenzung der Künste im Zeitalter der Moderne und Bilder in der Wissens- und Technikgeschichte.

Dieser Text wurde zuerst veröffentlicht im Lerchenfeld #75.

Fußnoten:

[1] Hal Foster, “An Archival Impulse.”, in: October, vol. 110, 2004, S. 3–22, hier S. 3. JSTOR, http://www.jstor.org/stable/3397555. Accessed 7 June 2025 (zuletzt abgerufen: 13.6.25)

[2] Lucy, Potter (ed.), Reclaiming Artistic Research, Hatje Cantz, Berlin, 2019, S.10.

[3] Ebd., S. 12.

[4] Vgl. Olga Schubert, Carmen Weisskopf, Domagoj Smoljo (!Mediengruppe Bitnik) in conversation with Felix Stalder, “Curatorial Research – Opacity and Criticality from the Inside. Technology, Trans-Cultural Encounters and the Planetary Scale.”, jar-online.net, 29.12.2024, https://doi.org/10.22501/jarnet.0074

(https://doi.org/10.22501/jarnet.0074) (zuletzt aufgerufen: 13.6.25)

[5] Brooke Ackerly (Hrsg.), “COVID-19: Shifting Paradigms”, in: International Feminist Journal of Politics, 2020, Jg. 22, Nr. 4, S. 453-455, https://doi.org/10.1080/14616742.2020.1796363 (Zuletzt aufgerufen: 13.6.25)

[6] Mandy Mungler, Gonza Ngoumou, “Unlearn Medizin”, in: Emilia Roig, Alexandra Zykunov, Silvie Horch (Hrsg.), Unlearn Patriachy #2, Ullstein, Hamburg Berlin 2024, S. 262-286.

[7] Adisasmito WB, Almuhairi S, Behravesh CB, Bilivogui P, Bukachi SA, et al., “One Health: A new definition for a sustainable and healthy future”, in: PLoS Pathog 18(6), 2022, https://doi.org/10.1371/journal.ppat.1010537 (zuletzt aufgerufen: 13.6.25)

Arbeit von Clara Schmidt im Rahmen der Jahresausstellung 2025; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2026 an der HFBK Hamburg

Vom 13.-15. Februar 2026 (jeweils 14-20 Uhr) präsentieren die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg eine Vielzahl künstlerischer Arbeiten, die sie im Laufe des letzten Jahres angefertigt haben. Unter dem Titel »Peripherien und Zentren – Positionen künstlerischer Praxis in Zeiten des Umbruchs« stellen im ICAT Studierende des California Institute of the Arts, Los Angeles, des Goldsmiths, University of London sowie der HFBK Hamburg aus.

Cemile Sahin, ROAD RUNNER, 2025, Installationsansicht Esther Schipper, Berlin; Foto: © Andrea Rossetti, Courtesy of Cemile Sahin and Esther Schipper, Berlin/Paris/Seoul

In Zukunft schreiben

Schreiben als künstlerische Praxis gewinnt an Kunsthochschulen und im Kunstbetrieb immer an mehr Bedeutung. Das Symposium "In Zukunft schreiben" mit begleitender Ausstellung beleuchtet genau diese Entwicklung: Wie arbeiten Künstler*innen und Autor*innen mit Sprache? Wo entstehen Übergänge, Reibungen und neue Formen zwischen Text, Bild, Technologie und institutionellem Rahmen?

Blick in die Aula der HFBK Hamburg; Foto: Lukes Engelhardt

Neues Semester, neue Gesichter: Willkommen an der HFBK Hamburg

Zum Start des akademischen Jahres 2025/26 begrüßen wir neben vielen neuen Studierenden auch unsere neuen Professor*innen Anne Femmer, Cyprien Gaillard, Anne Duk Hee Jordan, Dane Komljen und Jasmin Werner.

Eröffnung der Graduate Show 2025; Foto: Sinje Hasheider

Bald geht's los – Semesterstart 2025/26

Der Start des Wintersemesters steht kurz bevor und mit ihm begrüßen wir viele neue Studierende an der HFBK Hamburg. Ein paar Informationen, die das Ankommen erleichtern sollen, finden sich hier.

Pablo Torres Gómez, Earths's Ears, 2025; Foto: Pablo Torres Gómez

Promovieren an der HFBK Hamburg

Bis zum 30. September sind Bewerbungen für eine Promotion (Dr. phil. in art.) und bis zum 14. Oktober für das PhD in Art Practice-Programm möglich. Gesammelte Informationen finden sich hier.

Maria Ignatenko, false movements, 2024, work in progress; Filmstill

Being(s)

Neun Stipendiatinnen sind Teil des neue PhD in Art Practice-Programms an der HFBK Hamburg – eine rein künstlerisch-praktische Promotion, die im April begann. Im Zentrum steht die Frage, wie künstlerische Prozesse neue Formen von Wissen schaffen können. Hier stellen wir die Forschungsprojekte vor und geben Einblicke in die forschende Praxis der betreuenden Professor*innen

Estefania Morales, I Drive, God Guides ( yo manejo, Dios me guía), Detail; Foto: Tim Albrecht

Graduate Show 2025: Don't stop me now

Vom 11. bis 13. Juli 2025 (täglich 14-20 Uhr) zeigen mehr als 150 Absolvent*innen des Studienjahres 2024/25 ihre künstlerischen Abschlussarbeiten in einer umfassenden Ausstellung in der HFBK Hamburg. Außerdem werden im Rahmen von Final Cut alle Abschlussfilme im Kinosaal des Filmhauses in der Finkenau 42 präsentiert.

Das Bild zeigt einen erleuchteten Kinosaal mit grauen Sesseln. Der Vorhang vor der großen weißen Leinwand ist halb geöffnet.

Das Kino im neuen Filmhaus, Finkenau 42; Foto: Tim Albrecht

Cine*Ami*es

Seit 60 Jahren steht der Filmbereich der HFBK Hamburg für radikale filmische Unabhängigkeit. Doch kein freier Ausdruck ohne Verbindungen: Film braucht Freundschaft – als Netzwerk, als Kritik, als Widerstand. Was wurde aus dieser Film*Freundschaft an der HFBK? Wir feiern 60 Jahre Cine*Ami*es!

Open Call: Redesign Democracy - Reimagine Voting; Grafik: Konrad Renner

Redesign Democracy – Wettbewerb zur Wahlurne der demokratischen Zukunft

Im Rahmen des Forschungsprojektes Redesigning Democratic Representation (Re·De·Re) lobt die HFBK Hamburg anlässlich der Bundestagswahl 2025 einen Wettbewerb für das Re-Design von Wahlurnen und den Prozess des Wählens aus. Wie könnten die Wahlurnen der Zukunft aussehen? Hier gibt es alle Informationen zum Wettbewerb und dem Projekt.

Park Ficiton, Palmen Feliz Nedra, 2003; Foto: Margit Czenki/Park Fiction

Kunst im öffentlichen Raum

Was ist öffentlicher Raum? Wo beginnt oder endet er? Welches Verständnis von Öffentlichkeit liegt ihm zugrunde? Die aktuelle Ausgabe des Lerchenfeld-Magazins beleuchtet diese und andere Fragen

Blick in die von Nadine Droste kuratierte Ausstellung von Master-Studierenden im ICAT der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2024 (im Vordergrund die Arbeit von Paula Hoffmann und Laura Mahnke); Foto: Lukes Engelhardt

How to apply: Studium an der HFBK Hamburg

Vom 4. Februar bis 5. März 2025, 16 Uhr läuft die Bewerbungsfrist für ein Studium an der HFBK Hamburg. Alle wichtigen Infos dazu gibt es hier.

Viele Menschen stehen vor einer Wand mit Portrait-Fotografien

Arbeit von Atu Gelovani am Eröffnungsabend der Jahresausstellung 2025 an der HFBK Hamburg; Foto: Lukes Engelhardt

Jahresausstellung 2025 an der HFBK Hamburg

Vom 14.-16. Februar 2025 (jeweils 14-20 Uhr) präsentieren die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg eine Vielzahl künstlerischer Arbeiten, die sie im Laufe des letzten Jahres angefertigt haben. Im ICAT ist neben der von Nadja Quante kuratierten Ausstellung »Fragile Uncertainties« mit Arbeiten von Master-Studierenden auch die Präsentation der Austauschstudierenden des Goldsmiths, University of London, zu sehen.

Eine Skulptur eines kleinen Elefanten, dass als Klettergerüst fungiert, in einem Park in Hamburg

Der Elefant im (öffentlichen) Raum Hamburg

Der Elefant im Raum – Skulptur heute

Das zweitägige internationale Symposium widmet sich am 2. und 3. Dezember 2024 aktuellen Fragen und Entwicklungen im Bereich der Bildhauerei. Begleitet wird es von einer Ausstellung im ICAT der HFBK Hamburg.

Es ist ein heller Ausstellungsraum mit großen Fenstern zu sehen, in dem ein großformatiges Bild an der Wand hängt. In den Fenstern wurde eine große skulpturale Arbeit in Forma von vier großen blauen Fahnen angebracht. Der Raum hat einen grauen Boden.

Ausstellungsansicht Hiscox Kunstpreis 2024; Foto: Tim Albrecht

Hiscox Kunstpreis 2024

Die HFBK Hamburg lädt herzlich zur Verleihung des Hiscox Kunstpreises 2024 und zur Eröffnung der Ausstellung mit den nominierten Künstler*innen ein.

Das Bild zeigt einen erleuchteten Kinosaal mit grauen Sesseln. Der Vorhang vor der großen weißen Leinwand ist halb geöffnet.

Das Kino im neuen Filmhaus, Finkenau 42; Foto: Tim Albrecht

Semestereröffnung 2024/25 im Zeichen des neuen Filmhauses

Nach sechs Jahrzehnten herausragender Filmausbildung an der HFBK Hamburg feiern wir mit der Eröffnung des akademischen Jahres am Mittwoch, den 16. Oktober 2024 die Einweihung des neuen Filmhauses. Außerdem stellen wir die neuen Lehrenden vor und begrüßen die neuen Studierenden.

Grafischer Entwurf des Ausstellungstitels

"Die Neue Frau – Wie Künstlerinnen und Gestalterinnen das Bild der Moderne prägten", Grafik von Liudmila Savelyeva, Karla Krey, Amira Mostafa (Klasse Digitale Grafik)

Die Neue Frau

Die Ausstellung "Die Neue Frau - Wie Künstlerinnen und Gestalterinnen das Bild der Moderne prägten" präsentiert mehr als 50 Arbeiten von 14 ausgewählten Künstlerinnen und Gestalterinnen, die ab 1907 an der Staatlichen Kunstgewerbeschule zu Hamburg, der Vorgängerinstitution der HFBK, studierten. Zu einer Zeit, in der Frauen der Zugang an vielen anderen Kunsthochschulen noch verwehrt war.

Detailaufnahme eines Schaufensters für Dinge, die man für ein Leben nach dem Tod benötigen könnte. Ein buntes Sammelsurium von Waren.

Detail: Installation von Mark Morris; Foto: Tim Albrecht

Graduate Show 2024 - Letting Go

Vom 12. bis 14. Juli 2024 (14-20 Uhr) zeigen mehr als 160 Absolvent*innen des Studienjahres 2023/24 ihre künstlerischen Abschlussarbeiten in einer umfassenden Ausstellung in der HFBK Hamburg. Außerdem werden im Rahmen von Final Cut alle Abschlussfilme im neuen Kinosaal des Filmhauses in der Finkenau 42 präsentiert.

Eine große Wand wurde gelb gestrichen und darauf in großen Lettern geplottet: Territorium. Es hängen diverse Kabel unter der Decke des Raumes.

Julia Scher, Territorium, 2024, Ausstellungsansicht ICAT der HFBK Hamburg; Foto: Tim Albrecht

Finkenwerder Kunstpreis 2024

Die US-amerika­nische Künstlerin Julia Scher erhält den Finkenwerder Kunstpreis 2024. Mit dem Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg wird die Absolventin Anna Stüdeli ausgezeichnet.

Es wird in Schwarz/Weiß die Nachaufnahme eines menschlichen Auges gezeigt. Auf der Pupille ist ein Atomstern zu sehen.

Still aus US Civil Defense Film Atomic Alert (1951), 10 min 34 sec, Courtesy of the Diefenbunker: Canada’s Cold War Museum.

Archives of the Body - The Body in Archiving

Mit einem Symposium, einer Ausstellung, einem Filmprogramm und einer digitalen Publikation untersucht das von Prof. Hanne Loreck und Vanessa Gravenor konzipierte Forschungsprojekt die Ordnungsform "Archiv" im Hinblick auf den menschlichen Körper. Welche Körperarchive und -diskurse haben sich durchgesetzt? Welche Potenziale für politisch-ästhetischen Widerstand und Aktivismus konnten und können entstehen?

Es ist eine abstrakte Malerei in unterschiedlichen Gelb-, Blau und hellen Brauntönen zu sehen. Ein Kreis in Beige lenkt den Fokus leicht auf die linke Bildhälfte.

Sharon Poliakine, Untitled, 2023, Öl auf Leinwand, Detail

Neue Partnerschaft mit der School of Arts der University of Haifa

Anlässlich einer neuen Partnerschaft mit der School of Arts der University of Haifa präsentiert die HFBK Hamburg eine Ausstellung der Künstler*innen Birgit Brandis, Sharon Poliakine und Studierender der HFBK.

Sieben Personen stehen vor einer bunten Wand aus unterschiedlich farbigen Stoffstreifen.

Arbeit von Franziska Koepsel zur Jahresausstellung 2024; Foto: Lukes Engelhardt

Jahresausstellung 2024 an der HFBK Hamburg

Vom 9. - 11. Februar 2024 (jeweils 14 - 20 Uhr) präsentieren die Studierenden der HFBK Hamburg ihre künstlerischen Produktionen des letzten Jahres. Im ICAT ist neben der von Nadine Droste kuratierten Gruppenausstellung »Think & Feel! Speak & Act!« mit Arbeiten von Master-Studierenden auch die Präsentation der Austauschstudierenden des Goldsmiths, University of London, zu sehen.

In der linken Bildhälfte wird ein Übermensch großes Objekt gezeigt. Ein aus Metall bestehender Kubus mit unterschiedlichen Objekten darin. Dahinter kann man vier Leinwände, die ein hochkantiges Format aufweisen, erahnen. An der rechten Wand steht eine Tischvitrine und an der Wand sind zwei großformatige Blätter angebracht.

Ausstellungsansicht des Hiscox Kunstpreises 2023; Foto: Tim Albrecht

(Ex)Changes of / in Art

Zum Jahresende ist an der HFBK Hamburg viel los: Ausstellungen im ICAT, die Open Studios der ASA-Studierenden in der Karolinenstraße, Performances in der Extended Library und Vorträge in der Aula Wartenau.

Extended Libraries

Wissen ist heute von überall und zeitunabhängig abrufbar. Welche Rolle(n) können dann noch Bibliotheken übernehmen? Wie können sie nicht nur als Wissensarchiv dienen, sondern die künstlerische Wissensproduktion unterstützen? Beispielhaft stellen wir Bibliotheksprojekte von Studierenden und Alumni sowie unseren neuen Wissensraum vor: die Extended Library.

Auf einer Wand wurden Buchseiten mit Malereien und Zeichnungen in unterschiedlichen Formaten angebracht. Außerdem sind zwei Buchumschläge des Buches "Die Völker der Erde" zusehen.

Detailansicht Rajkamal Kahlon, People of the Earth (Die Völker der Erde), 2017 - 2021

And Still I Rise

Seit über 20 Jahren gilt das Interesse der US-amerikanischen Künstlerin Rajkamal Kahlon den Zusammenhängen von Ästhetik und Macht, die über historische und geografische Grenzen hinweg vornehmlich durch Gewalt organisiert sind. Mit dieser Einzelausstellung stellt die HFBK Hamburg das vielseitige Werk der Professorin für Malerei und Zeichnen erstmals dem Hamburger Kunstpublikum vor.

Let's talk about language

An der HFBK Hamburg studieren aktuell ca. 350 internationale Studierende, die 55 unterschiedliche Sprachen sprechen – zumindest sind das die offiziellen Amtssprachen ihrer Herkunftsländer. Ein Viertel der Lehrenden hat einen internationalen Hintergrund. Tendenz steigend. Aber wie gehen wir im Alltag mit der Vielsprachigkeit der Hochschulmitglieder produktiv um? Welche Wege der Verständigung lassen sich finden? Die aktuelle Lerchenfeld-Ausgabe beschäftigt sich mit kreativen Lösungen im Umgang mit Mehrsprachigkeit und lässt zahlreiche ehemalige internationale Studierende zu Wort kommen.

In der Eingangshalle der HFBK steht eine Holzbude mit dem hinterleuchteten Schriftzug "Würstelinsel". Davor stehen ein paar Leute.

Hanna Naske, Würstelinsel, 2023, Installation in der Eingangshalle der HFBK Hamburg; Foto: Miriam Schmidt / HFBK

Graduate Show 2023: Unfinished Business

Vom 13. bis 16. Juli 2023 präsentieren 165 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2022/23 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg.

Ein verkleideter Mann mit Sonnenbrille hält ein Schild in Sternform in die Kamera. Darauf steht "Suckle". Das Bild ist in Schwarz-Weiß aufgenommen.

Foto: Honey-Suckle Company

Let`s work together

Kollektive haben Konjunktur im Kunstbetrieb. Und das schon seit mehreren Jahrzehnten. Zum Start des Sommersemesters 2023 widmet sich die aktuelle Ausgabe des Lerchenfeld-Magazins dem Thema der kollektiven Praxis, stellt ausgewählte Kollektive vor und geht aber auch den Gefahren und Problemen kollektiven Arbeitens nach.

Jahresausstellung 2023, Arbeit von Toni Mosebach / Nora Strömer; Foto: Lukes Engelhardt

Jahresausstellung 2023 an der HFBK Hamburg

Vom 10.-12. Februar präsentieren Studierende aus allen Schwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im AtelierHaus. Im dort ansässigen ICAT kuratiert Tobias Peper, Künstlerischer Leiter des Kunstvereins Harburger Bahnhof, eine Ausstellung mit HFBK-Masterstudierenden. Zudem stellen dort 10 Austauschstudierende des Goldsmiths, University of London ihre Arbeiten aus.

Symposium: Kontroverse documenta fifteen

Mit dem Symposium zur documenta fifteen am 1. und 2. Februar 2023 möchte die HFBK Hamburg Hintergründe und Zusammenhänge analysieren, unterschiedliche Standpunkte ins Gespräch bringen und eine Debatte ermöglichen, die explizit den Antisemitismus im Kunstfeld thematisiert. Die Veranstaltung bietet Raum für divergente Positionen und will Perspektiven für die Gegenwart und Zukunft des Ausstellungmachens eröffnen.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival und Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

Als abschließender Teil des künstlerischen Forschungsprojekts laden das Festival und Symposium vom 24.-27. November 2022 zu Vorführungen, Performances, Vorträgen und Diskussionen ein, die das Potenzial der bewegten Bilder und des (menschlichen und nicht-menschlichen) Körpers erforschen, unseren gewohnten Kurs umzukehren und die herrschende Ordnung der Dinge zu verändern.

Einzelausstellung von Konstantin Grcic

Vom 29. September bis 23. Oktober 2022 zeigt Konstantin Grcic (Professor für Industriedesign) im ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg eine raumgreifende Installation aus von ihm gestalteten Objekten und bereits existierenden, neu zusammengestellten Gegenständen. Parallel wird der von ihm konzipierte Raum für Workshops, Seminare und Büro-Arbeitsplätze im AtelierHaus in Betrieb genommen.

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Kunst und Krieg

„Jeder Künstler ist ein Mensch“. Diese so zutreffende wie existenzialistische Feststellung von Martin Kippenberger (in ironischer Umformulierung des bekannten Beuys Zitats) bringt es in vielerlei Hinsicht auf den Punkt. Zum einen erinnert sie uns daran, nicht wegzusehen, (künstlerisch) aktiv zu handeln und unsere Stimmen zu erheben. Gleichzeitig ist sie eine Ermahnung, denen zu helfen, die in Not sind. Und das sind im Moment sehr viele Menschen, unter ihnen zahlreiche Künstler*innen. Deshalb ist es für Kunstinstitutionen wichtig, nicht nur über Kunst, sondern auch über Politik zu diskutieren.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

Vom 8. bis 10. Juli 2022 präsentieren mehr als 160 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2021/22 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg. Parallel ist in der Galerie der HFBK im Atelierhaus die Ausstellung der sudanesischen Gastlektorin Amna Elhassan zu sehen.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Der Juni lockt mit Kunst und Theorie

So viel Programm war schon lange nicht mehr: Ein dreitägiger Kongress zur Visualität des Internets bringt internationale Webdesigner*innen zusammen; das Forscher*innenkollektiv freethought diskutiert über die Rolle von Infrastrukturen und das Symposium zum Abschied der Professorin Michaela Ott greift zentrale Fragen ihrer Forschungstätigkeit auf.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Der 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. initiierte Finkenwerder Kunstpreis hat eine Neuausrichtung erfahren: Als neuer Partner erweitert die HFBK Hamburg den Preis um den Aspekt der künstlerischen Nachwuchsförderung und richtet ab 2022 die Ausstellung der Prämierten in der HFBK Galerie aus. Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld, im Hintergrund der Bau von Fritz Schumacher; Foto: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

Nach mehr als 40 Jahren intensiven Bemühens wird für die HFBK Hamburg ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Mit dem neu eröffneten Ateliergebäude erhalten die Studienschwerpunkte Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien endlich die dringend benötigten Atelierräume für Master-Studierende. Es braucht einfach Raum für eigene Ideen, zum Denken, für Kunstproduktion, Ausstellungen und als Depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg

Nach der digitalen Ausgabe im letzten Jahr, findet die Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg wieder mit Publikum statt. Vom 11.-13. Februar präsentieren die Studierenden aus allen Studienschwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im neu eröffneten Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?