Spricht man über den Schein des Werfers, so trügt
er uns. Ist Täuschung, Blendwerk, nur Gehäuse. Er
versucht, ins rechte Licht zu rücken, er kann verschönern
und entstellen. Doch der Schein wird immer
trügen. Uns wird eine Illusion aufgetischt.
In der Installation verliert der Scheinwerfer seine
ursprüngliche Form und seine eigentliche Funktion,
Licht abzustrahlen und etwas anderes in Szene zu
setzen. Er wird zum konstruktiven Element einer
Wand. Der Schein spielt sich dahinter ab, indirekt.
Das Objekt, welches sonst die anderen erstrahlen
lässt, wird selbst bestrahlt. Es gibt ein Davor und ein
Dahinter. Was ist diese Wand? Eine Welle, ein Vorhang? Sie trennt, und doch ist das Dahinter nicht zu
betreten und nur zu erahnen. Die Wand wird zum
Scherenschnitt, fast so flach wie eine Projektion, sie
erscheint als Schatten, aufgerollt, nur die Klappen
lösen sich aus der Fläche.
Betrachte ich den Scheinwerfer als Objekt, so geht
es mir um das Gehäuse. Er ist seines Sinnes entleert,
seiner Funktion enthoben und bleibt so als eine
Hülle zurück. Das Licht, das für den Scheinwerfer
wesentlich ist, ist ausgeschaltet. Zurück bleibt der
Corpus, ein Gehäuse mit Blenden. Ein Blender. Man
wird getäuscht oder besser – hinters Licht geführt.