Mathias Rainer Büttner untersucht
Mechanismen von Repräsentation und
Medialisierung. Dazu entwickelt er
Verweissysteme aus technischen, werkstofflichen,
visuellen und performativen
Komponenten, nutzt das Mittel der
Reduktion, der Absenz, der Leere. Mit
seinen visuell minimierten, oft technisch
geprägten Anordnungen verweist der
Künstler auf Themen der Romantik,
der Idylle sowie der Massenkultur. Im
Mittelpunkt steht immer das Motiv der
Sehnsucht, das in einer Geste, in einem
Moment zutage tritt.
Diplomarbeiten:
»Nur die Zeit steht still« - Ein Helikopter schwebt in
drei Meter Höhe in einer Waldlichtung.
»o. T.« - Ein Diaprojektor zeigt leere Diarahmen und Naturaufnahmen
nach klassischen Landschaftsbildern.
»Sechs Minuten auf dem kahlen Berge« - Ein Video-Player spielt eine
Kassette mit einer kurzen Schnee-Nebel-Szene immer wieder ab. Die
Abnutzung des Bandes schlägt sich als
Bildstörungen nieder, bis nichts mehr zu
sehen ist.
»David« - Video: Eine Replik des »David« von Michelangelo wird von
einem Sockel genommen. Danach ist der leere Sockel zu sehen.
»1000 Striche« - An der Wand: Tausend Bleistiftstriche übereinander, sodass nur ein Strich zu sehen ist.