Bei stetig ansteigender Geräuschentwicklung
stehen wir heute häufig
vor dem Problem, uns in Räumen mit
schlechter Akustik aufhalten zu müssen.
Die Ursache sind insbesondere schallharte
Oberflächen, die den Schall nicht
ausreichend absorbieren und die Nachhallzeit
eines Raumes erheblich erhöhen.
Bei der Planung und Gestaltung
von Räumen wird die Akustik daher zu
einem immer wichtigeren Thema. In
Büro- und Seminarräumen wie auch in
Cafés oder Mensen wird versucht, die
Raumakustik mit Schallabsorbern zu
verbessern.
Textilien zählen neben mineralischen
und organischen Faserstoffen und
Schaumkunststoffen zu den porösen
Schallabsorbern. Sie können die Flächen
in einem Raum bilden, die störende
Geräusche schlucken. Ihre Funktion
basiert hierbei auf der Umwandlung von
Schall- in Wärmeenergie. Die Schallwellen
treffen auf den Stoff und verlieren
durch die entstehende Reibung in den
Poren des Materials ihre Energie.
»Silence« ist ein Raumobjekt, das
dieses gewährleistet. Als Schallabsorber
soll es dabei nicht nur an Wänden und
Decken, sondern auch im Raum, z. B. als
Raumteiler, benutzt werden können. Es
soll dabei aber keine eine geschlossene
und blickdichte Wand sein, sondern nach
Möglichkeit Zwischenräume lassen, um
so für eine offenere Gesamtwirkung des
Raumes zu sorgen.
Ein Strickentwurf, bei dem Kugeln hintereinander in einem
Schlauch stecken, hat mich dazu inspiriert,
Schaumstoffelemente auf einer
Stange aufzufädeln. Die Stangen habe
ich so gewählt, dass sie zwischen Boden
und Decke nur durch Einklemmen
befestigt werden müssen. So können sie
ohne großen Aufwand jederzeit an einer
anderen Stelle aufgebaut werden. Ein
Schallabsorber benötigt, damit er auch
im Raum seine Wirkung entfalten kann,
eine gewisse Materialstärke, um die
Schallwellen ausreichend zu schlucken.
Durch das »Vergrößern« des ursprünglichen
Strickentwurfs ist auch diese
Nutzung gewährleistet.