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Silence

 

Teresa Gaschler, Silence, 2010, Skizze einer möglichen Anwendung in der Mensa der HFBK Hamburg
Teresa Gaschler, Silence, 2010, Detailaufnahme des Schallabsorbers
Teresa Gaschler, Silence, 2010, Strickmodell, Detail
Teresa Gaschler, Silence, 2010, Modell der Romben
Bei stetig ansteigender Geräuschentwicklung stehen wir heute häufig vor dem Problem, uns in Räumen mit schlechter Akustik aufhalten zu müssen. Die Ursache sind insbesondere schallharte Oberflächen, die den Schall nicht ausreichend absorbieren und die Nachhallzeit eines Raumes erheblich erhöhen. Bei der Planung und Gestaltung von Räumen wird die Akustik daher zu einem immer wichtigeren Thema. In Büro- und Seminarräumen wie auch in Cafés oder Mensen wird versucht, die Raumakustik mit Schallabsorbern zu verbessern.

Textilien zählen neben mineralischen und organischen Faserstoffen und Schaumkunststoffen zu den porösen Schallabsorbern. Sie können die Flächen in einem Raum bilden, die störende Geräusche schlucken. Ihre Funktion basiert hierbei auf der Umwandlung von Schall- in Wärmeenergie. Die Schallwellen treffen auf den Stoff und verlieren durch die entstehende Reibung in den Poren des Materials ihre Energie.

»Silence« ist ein Raumobjekt, das dieses gewährleistet. Als Schallabsorber soll es dabei nicht nur an Wänden und Decken, sondern auch im Raum, z. B. als Raumteiler, benutzt werden können. Es soll dabei aber keine eine geschlossene und blickdichte Wand sein, sondern nach Möglichkeit Zwischenräume lassen, um so für eine offenere Gesamtwirkung des Raumes zu sorgen.

Ein Strickentwurf, bei dem Kugeln hintereinander in einem Schlauch stecken, hat mich dazu inspiriert, Schaumstoffelemente auf einer Stange aufzufädeln. Die Stangen habe ich so gewählt, dass sie zwischen Boden und Decke nur durch Einklemmen befestigt werden müssen. So können sie ohne großen Aufwand jederzeit an einer anderen Stelle aufgebaut werden. Ein Schallabsorber benötigt, damit er auch im Raum seine Wirkung entfalten kann, eine gewisse Materialstärke, um die Schallwellen ausreichend zu schlucken. Durch das »Vergrößern« des ursprünglichen Strickentwurfs ist auch diese Nutzung gewährleistet.
Diplomprojekt, 2010
Künstler/in:
Teresa Gaschler
Diplomstudium an der HFBK seit 2004
Abschluss 2010
Betreuung HFBK:
Prof. Ralph Sommer, Prof. Marion Ellwanger
Studienschwerpunkt:
Design
Kategorie:
Design > Sonstiges
Design > Technisches Design