»Die Supermärkte entziehen dem Leben die Romantik und das Temperament.« Tom Hodkinson
Kerstin Wittenbrinks Abschlussarbeit besteht aus zwei Projekten, die sich beide in humorvoller, absurder, provokanter und spielerischer Weise mit der Entfremdung unseres Alltags auseinandersetzen. In ihren Collagen aus Fleischabbildungen von Supermarktprospekten thematisiert sie, dass Fleisch als anonymes Produkt ohne jeglichen Bezug zu seiner Produktion gehandelt wird. Sie stellt die fragmentarischen Fleischabbildungen zu grotesken Charakteren zusammen, die mit Vorstellungen, Symbolen oder
Klischees von Tieren spielen. Ihr Versuch, der Entfremdung entgegenzuwirken, scheitert, stattdessen wird sie durch die surreal anmutenden Tiere noch mal hervorgehoben.
Mit Humor schafft Wittenbrink mittels der Entfremdung der Entfremdung eine surreale Alternative, die sich jedoch bestens im bestehenden System integriert.