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Pressemitteilung

»Schlafkrankheit«, D/NL, 2011, Regie: Ulrich Köhler. Im Bild: Hippolyte Girardot, Pierre Bokma, Jean-Christophe Folly, Patrick Orth. Foto: Komplizen Film

»Schlafkrankheit«, D/NL, 2011, Regie: Ulrich Köhler. Im Bild: Hippolyte Girardot, Pierre Bokma, Jean-Christophe Folly, Patrick Orth. Foto: Komplizen Film

»Pina«, D/F, 2010, Regie: Wim Wenders. Tänzer der Pina Bausch Company. Foto: Neue Road Movies GmbH

»Pina«, D/F, 2010, Regie: Wim Wenders. Tänzer der Pina Bausch Company. Foto: Neue Road Movies GmbH

»Stuttgart 21 - Denk mal!« D, 2011, Regie: Lisa Sperling, Florian Kläger. Foto: Aksel Özdemir

»Stuttgart 21 - Denk mal!« D, 2011, Regie: Lisa Sperling, Florian Kläger. Foto: Aksel Özdemir


09.02.2011

HFBK-Filmausbildung stark auf der Berlinale 2011

Mit Wim Wenders und Ulrich Köhler im Wettbewerb sowie Lisa Sperling in der Reihe »Perspektive Deutsches Kino« feiern gleich drei Filmautoren der HFBK Hamburg im offiziellen Berlinale-Programm ihre Premiere.

Bei den 61. Internationalen Filmfestspielen Berlin, die morgen eröffnet und bis zum 20. Februar laufen werden, ist Hamburg mit gleich drei Filmen von der Hochschule für bildende Künste (HFBK) stark vertreten. Im Wettbewerb laufen »Pina«, eine Hommage an Pina Bausch des HFBK-Professors Wim Wenders, sowie der Film »Schlafkrankheit« des HFBK-Absolventen Ulrich Köhler. Außerdem wurde die erst 24-jährige HFBK-Filmstudentin Lisa Sperling eingeladen, ihren spontan entstandenen Dokumentarfilm »Stuttgart 21 - Denk mal!« in der Reihe »Perspektive Deutsches Kino« zu präsentieren. Die drei sehr unterschiedlichen Filme spiegeln sowohl die Vielfalt als auch den experimentellen Charakter der Filmausbildung an der HFBK Hamburg wider.

»Pina« ist ein abendfüllender Tanzfilm von Prof. Wim Wenders für und über Pina Bausch, der im Berlinale Wettbewerb außer Konkurrenz gezeigt wird. Gedreht in 3D mit dem Ensemble des »Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch«, handelt PINA von der mitreißenden und einzigartigen Kunst der im Sommer 2009 verstorbenen Choreografin. Der Film lädt die Zuschauer ein auf eine sinnliche und bildgewaltige Entdeckungsreise in eine neue Dimension: mitten hinein auf die Bühne des legendären Ensembles und mit den Tänzern hinaus aus dem Theater in die Stadt und das Umland von Wuppertal – dem Ort, der mehr als 35 Jahre lang für Pina Bausch Heimat und Zentrum ihres kreativen Schaffens war. »Pina« entstand vor dem Hintergrund einer langjährigen Freundschaft zwischen Wim Wenders und Pina Bausch. So wurde denn auch die Auswahl der Tanz-Stücke für das Filmprojekt 2008 noch gemeinsam von beiden getroffen.

Vorführungstermine auf der Berlinale:
So 13.02. 19:30 Berlinale Palast (D) 
Mo 14.02. 14:30 Urania (E) 
Mo 14.02. 22:00 Urania (D) 
Fr 18.02. 17:30 Urania (D) 

Ulrich Köhler, der 1998 sein Studium an der HFBK Hamburg abschloss, begleitet in seinem Wettbewerbsbeitrag »Schlafkrankheit« den Entwicklungshelfer Ebbo Velten, der nach mehr als 20 Jahren in Afrika sich selbst, seine deutsche Heimat und den Boden unter den Füßen verloren zu haben scheint. Seine Frau Vera kehrt aus Sehnsucht zur 14-jährigen Tochter Helen nach Deutschland zurück. Ebbo bleibt in Afrika, um ein Projekt zur Bekämpfung der Schlafkrankheit in Kamerun zu leiten. Als Jahre später ein junger französischer Mediziner mit afrikanischen Wurzeln Ebbos Projekt begutachten soll, trifft er auf einen gebrochenen Mann, der nur noch wie ein Schatten seiner selbst wirkt. »Schlafkrankheit« ist nach Köhlers ersten beiden Langfilmen »Bungalow« und »Montag kommen die Fenster« der dritte Film, der mit Mitteln der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein realisiert wurde.

Vorführungstermine auf der Berlinale:
Sa 12.02. 16:30 Berlinale Palast (D, F)
So 13.02. 09:30 Friedrichstadtpalast (E)
So 13.02. 17:30 Urania (D, F)
So 13.02. 22:30 International (E)

Der 75-minütige Dokumentarfilm »Stuttgart 21 - Denk mal!« von Lisa Sperling, den sie gemeinsam mit Florian Kläger von der Filmakademie Baden-Württemberg seit Beginn der Proteste gegen den Bahnhofsneubau gedreht hat, wird als Gastfilm in der Sektion »Perspektive deutsches Kino« seine Uraufführung feiern. In diesem Rahmen werden jedes Jahr etwa 12 neue deutsche Nachwuchsproduktionen vorgestellt. Der Film »Stuttgart 21 - Denk mal!« beschreibt, was sich in Stuttgart entwickelt hat – eine Bewegung, die neu ist für die Stadt Stuttgart und eine der größten Bürgerinitiativen in Deutschland seit langem. So emotional, intuitiv und fragmentarisch wie die Bewegung selbst beschreiben die Protagonisten diese neuen Denkanstöße und Vorgänge in Stuttgart. Sperling und Kläger interessieren sich gerade für die Menschen, die nicht zum üblichen Demonstrationspublikum zählen und den Protest so besonders und erzählenswert machen. Die 24-jährige Lisa Sperling studiert an der HFBK Hamburg bei Prof. Ingo Haeb.

Sondervorführung auf der Berlinale:
Fr 18.02. 16:30 CinemaxX 3


61. Internationale Filmfestspiele Berlin
10. – 20. Februar 2011
www.berlinale.de

Pressekontakt HFBK Hamburg
Sabine Boshamer, Tel. +49 (0) 40 428 989-205, sabine.boshamer@hfbk.hamburg.de