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Bachelor > Zeitbezogene Medien

Der Studienschwerpunkt »Zeitbezogene Medien« nimmt die (raum)zeitlichen Dimensionen medialer Formungsprozesse in den Fokus und entwickelt entsprechende künstlerische Dramaturgien. Er konzentriert sich auf die Arbeit mit neuen technischen Medien, schließt aber die traditionellen nicht aus.

Studienziel im Schwerpunkt »Zeitbezogene Medien« ist die Entwicklung von eigenständigen künstlerischen Artikulationen in den genannten Medien, einschließlich der Fähigkeit diese zu reflektieren und zu verorten. Dabei wird das Lernen und Forschen der Studierenden durch das eigene künstlerische Entwicklungsvorhaben strukturiert und der individuelle Ansatz im Wechselspiel zwischen praktischem und konzeptuellem Arbeiten entwickelt. Damit einher geht die Beschäftigung mit aktuellen Diskursen der Medienästhetik und der historischen und zeitgenössischen Beschreibungssprachen (Bild/Ton/Zeichen), sodass die Studierenden die eigenen Positionen mit historischen und aktuellen künstlerischen und kulturellen Entwicklungen in Beziehung setzen können.

Die Studierenden erproben und erlernen in Labor- und Werkstattkursen, der Videowerkstatt, dem Akustiklabor, der Mixed Media Werkstatt, der Computerei oder der Elektronischen Bildverarbeitung und anderen die Techniken verschiedener Medien. Die Kenntnisse von deren Anwendung und Umsetzung erwerben sie in Lehrveranstaltungen, die sich den unterschiedlichen Verfahren und Konzepten und der Kunstproduktion in diesen Medien widmen. Die in diesen Medien gebotenen Möglichkeiten hinsichtlich Konstruktion und Komposition, Form, Fläche und Raum, Virtualität und Konkretion, Geräusch und Klang, Bild und Bildausschnitt, Objekt und Umgebung, Zeit und Dauer loten sie gemäß ihren künstlerischen Vorstellungen aus.

Neben der Realisierung künstlerischer Arbeiten geht es darüber hinaus auch um deren Präsentation und Vermittlung im Kontext der diversen institutionell und gesellschaftlich gebotenen Felder des Kunstbetriebs. So bietet neben den Jahresausstellungen auch die hochschuleigene Galerie die Möglichkeit, Fragen der Bild-/Kunstpräsentation und -rezeption zu erproben und zu diskutieren.

Die begleitende wissenschaftliche Ausbildung in Kunstgeschichte, Kunsttheorie, Ästhetik und Gender vertieft die künstlerischen Fragestellungen und Erfahrungen und stellt historisches und theoretisches Wissen sowie methodische Kenntnisse bereit, die dazu beitragen, das künstlerische Selbst- und Geschichtsverständnis zu vertiefen.


 

Claudia Apel, »Cocaine Blues«, 2013, Konzertperformance, ca. 30 min, Foto: A. Meinert
Claudia Apel, »Cocaine Blues«, 2013, Konzertperformance, ca. 30 min, Foto: A. Meinert