Service /Presse /Pressemitteilungen

Pressemitteilung

Monika Plura, »Cuba Libre« (AT), 2013, Dokumentarfilm, 90 Min., Filmstill

Inna Knaus, »Is This The Real Life?« 2013, Autobiografischer Dokumentarfilm, 20 Min., Filmstill

Bernhard Hetzenauer, »Und in der Mitte der Erde war Feuer«, 2013, Dokumentarfilm, 80 Min., Filmstill

Juha Hansen, »Der Pfützenträumer«, Kurzspielfilm, 15 Min., Filmstill


08.03.2013

»Final Cut 2013« Screening der HFBK-Abschlussfilme und Nachwuchsfilmpreis

24. April 2013 | Eröffnung um 19 Uhr | Preisverleihung  gegen 21.30 Uhr | im Metropolis Kino Hamburg, Kleine Theaterstraße 10

Zum dritten Mal in Folge findet am 24. April 2013 unter dem Titel Final Cut ein öffentliches Screening aller Abschlussfilme  der Hochschule für bildende Künste Hamburg aus dem Studienjahr 2012/13 im Metropolis Kino statt. Ob nun Spiel- oder Dokumentarfilm, im Kurz- oder Langfilmformat – Final Cut ist eine einmalige Gelegenheit, um die vielfältige Bandbreite der bei so namhaften Professor/innen wie Pepe Danquart, Angela Schanelec oder Wim Wenders entstandenen Diplom-, Master- und Bachelor-Filme eines Jahrgangs auf großer Leinwand zu erleben. Den interessierten Cineasten erwarten neun Filmexperimente abseits des Mainstreams, die mit der Unterstützung der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein entstanden sind.

Der überzeugendste Film wird am selben Abend durch eine Fachjury mit dem HFBK-Filmpreis in Höhe von 5.000 Euro prämiert. Das Preisgeld wird zum zweiten Mal von der Hamburgischen Kulturstiftung zur Verfügung gestellt und soll dem oder der Jungregisseur/in den Übergang in die Selbstständigkeit erleichtern, die Planung des nächsten Filmprojekts ermöglichen und die Aufmerksamkeit der Filmbranche auf den Nachwuchs lenken. Die Preisverleihung findet im Anschluss an das Screening gegen 22 Uhr statt.

Programm Final Cut 2013:

Gonzalo Barahona | Die Fliege, 2012, Animationsfilm, 9:40 Min.
Christoph-Mert Hagen | nach Tokio, D 2011-12, Kurzspielfilm, 22 Min.
Juha Hansen | Der Pfützenträumer, Kurzspielfilm, 15 Min.
Bernhard Hetzenauer | Und in der Mitte der Erde war Feuer, 2013, Dokumentarfilm, 80 Min.
Benjamin Jakobs | Kollision, 2013, Kurzfilm, ca. 16 Min.
Il Kang | Seme – Schlage nicht, um zu gewinnen. Gewinne, dann schlage, 2013, Spielfilm, 90 Min.
Inna Knaus | Is This The Real Life?, 2013, Dokumentarfilm, 20 Min.
Monika Plura | Cuba Libre (AT), 2013, Dokumentarfilm, 90 Min.
Martin Prinoth | Le creature del Vesuvio, 2013, Dokumentarfilm, 28 Min.

Zur Eröffnung von Final Cut sprechen die Geschäftsführerin der Filmförderung Hamburg | Schleswig-Holstein Eva Hubert und der Präsident der HFBK Martin Köttering.

Kurzbeschreibungen der Filme:

Gonzalo Barahona Die Fliege, 2012, Animationsfilm, Deutschland, 9:40 Min.
Wie dreht sich eine Fliege in der Luft um? Der pseudowissenschaftliche Animationsfilm von Gonzalo Barahona bedient sich Erklärungsmuster und -bilder aus der Physik, Mathematik und Biologie, um diese Frage in vielerlei Anläufen nicht zu beantworten. Denn bei dem Versuch einer Beantwortung wurden die sich einstellenden Probleme und Erklärungen immer komplexer und schließlich ergaben sich mehr Fragen als Antworten. Eine spielerische Einkreisung der Eintagsfliege also, die sich nicht auf die Schliche kommen lassen will.

Christoph-Mert Hagen nach Tokio, D 2011-12, Kurzspielfilm, 22 Min.
Ein Mann, der in seiner kargen Wohnung seltsam lange auf die vor ihm stehenden Schuhe starrt, eine im Wohnwagen lebende Frau, die genervt einen Job ablehnt, obwohl sie weder Geld noch Essen hat. Kurz: Zwei Menschen, bei denen es nicht so läuft – mitten in der Krise, mitten im Stillstand. Doch es kommt ein wenig Bewegung in die ganze Sache. Und so führt eins zum anderen und schließlich zu einer recht „ungewollten“ Begegnung, zum Beisammensein am nächtlichen Freihafen und zu der Frage: Was hat das alles nur mit „Tokio“ zu tun?

Juha Hansen Der Pfützenträumer (AT), 2013, Kurzspielfilm, 15 Min.
Eugene kann sich an nichts erinnern. Alles was ihm bleibt sind seine Träume. Die Kamera verfolgt ihn bei seiner Suche mit offenen Ausgang.

Bernhard Hetzenauer Und in der Mitte der Erde war Feuer, 2013, Dokumentarfilm, 80 Min.
Die 1912 in Prag geborene deutschsprachige Jüdin Vera Kohn floh nach der Besetzung der Tschechoslowakei 1939 nach Südamerika, wo sie sich in Ecuador eine neue Existenz aufbauen konnte. Nach einer mehrjährigen Schauspiellaufbahn in Quito wurden ihre psychischen Krisen unhaltbar. Auf der Suche nach Heilung kehrte sie nach Europa zurück und begab sich im Therapiezentrum des deutschen Gestalttherapeuten und Zen-Buddhisten Karlfried Graf Dürckheim im Schwarzwald in psychotherapeutische Behandlung. Sie erlernte dort seine "Initiatische Therapie" und kehrte nach drei Jahren geheilt nach Ecuador zurück. In Quito studierte sie anschließend Psychologie, wo sie als über 57-Jährige promovierte. Mehr als 40 Jahre lang arbeitete Vera Kohn als Psychotherapeutin und unterrichtete Zen-Meditation. Sie leistete in Ecuador Pionierarbeit auf dem Gebiet der klinischen Psychologie. In essayistischer Weise erzählt Bernhard Hetzenauer von mehreren Begegnungen mit der fast 100-jährigen Psychologin, in denen sie aus ihrem bewegten Leben erzählt und bei ihrer Arbeit begleitet wird.

Benjamin Jakobs Kollision, 2013, Kurzfilm, ca. 16 Min.
Ein Mann wird während des nächtlichen Joggens Zeuge einer brutalen Gewalttat, die durch eine Gruppe Jugendlicher aus seinem Stadtteil verübt wird. Trotz seiner Zeugenaussage werden die Täter am nächsten Tag auf freien Fuß gesetzt. Während der Haupttäter durch Gespräche mit einem Gerichtshelfer beginnt selbst die Konequenzen seiner Tat zu reflektieren, entwickelt der Zeuge durch seine wachsende Paranoia eine eigene Gewaltbereitschaft. Diese führt ihn dazu, den Täter zu konfrontieren.

Il Kang Seme – Schlage nicht, um zu gewinnen. Gewinne, dann schlage, 2013, Spielfilm, 90 Min.
Ein koreanisches Restaurant irgendwo in Deutschland, Vater und Sohn, über die Art und Weise des Schneidens von Gemüse bricht sich ein unausgesprochener Konflikt Bahn. Sohn und Freundin, zwei Leben in der deutschen Gegenwart, sie übt sich im Falten von Papierobjekten und Bogenschießen, er bereitet sich auf einen Wettkampf in Kendo, einem asiatischen Schwertkampf, vor, der Dialog zwischen beiden misslingt.

Inna Knaus Is This The Real Life?, 2013, Autobiografischer Dokumentarfilm, 20 Min.
In einer filmischen Kollage erzählt die Filmemacherin Inna Knaus von ihrem Kampf gegen die kreative Blockade, die ausgerechnet vor dem Beenden des Filmstudiums einsetzt.

Monika Plura Cuba Libre (AT), 2013, Dokumentarfilm, 90 Min.
Eine Heavy Metal-Band, 15 Hippies und ein Rapper, der mit Pflanzen spricht - das sind die Protagonisten des Films, den Monika Plura zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Martina Plura im Sommer 2012 in Kuba drehte. Eine Reise durch ein Havanna, das man so noch nicht gesehen hat. Zwei Monate tauchten die beiden Filmemacherinnen in die Underground-Musik-Szene Havannas ein und begleiteten den Alltag dreier Gruppen, die unterschiedlicher nicht sein können: HIPNOSIS, eine 7-köpfige Heavy Metal-Band, deren Frontfrau Karatemeisterin ist, BREBAJE MAN, ein Rapper, der gefährlich aussieht, aber jeden Tag mit Meditation beginnt und mit der Natur und Pflanzen spricht. COCO SOLO SOCIAL CLUB, eine 15-köpfige verrückte Hippie Band, die das absolute Gegenteil der kubanischen Norm sind, Festivals im eigenen Garten veranstalten, überall Musik machen und es lieben, sich zu verkleiden.

Martin Prinoth Le creature del Vesuvio, 2013, Dokumentarfilm, 28 Min.
Das Trabantenviertel Scampia im Norden von Neapel, Hoheitsgebiet der Camorra, in dem Drogen und Tod den Alltag bestimmen. Martin Prinoth begleitet mit seiner Kamera die Kinder des Viertels und fängt ein Bild von Neapel ein, das fern der Touristenklischees sowohl die Beklemmung und Schockstarre eines ganzen Viertels als auch die Augenblicke vollkommenen Glücks, wie sie nur Kinder erleben können, transportiert.

www.hfbk-hamburg.de

Pressekontakt:

Hochschule für bildende Künste Hamburg
Sabine Boshamer
Tel +49.40.428989.205
mobil +49.160.90120998
e-Mail: presse@hfbk.hamburg.de