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Pressemitteilung

HFBK-Projekt »Enframing Home«: ein Beniner Maler bringt anhand einer Beschreibung seine Vorstellung von einem deutschen Musterhaus zu Papier. Foto: Martin Prinoth

HFBK-Projekt »Enframing Home«: HFBK-Studentinnen vor einem Musterhaus-Schild in Benin. Foto: Martin Prinoth

HFBK-Projekt »Chez Nous«: HFBK-Student Bernhard Hetzenauer während der Diskussion nach der Performance.

Das Team der Biennale Regard Benin trifft sich auf dem Campus in Cotonou, um ein Symposium mit den Hamburger Studierenden und die Platzierung mehrerer Arbeiten vorzubereiten. Foto: Stefan Köhler


07.11.2012

»L’Artiste Citoyen«: Eröffnung der Biennale »Regard Benin« mit Studierenden der HFBK Hamburg

14 Studierende der Hochschule für bildende Künste Hamburg sind mit insgesamt fünf künstlerischen Projekten zur Teilnahme an der internationalen Kunstschau »Regard Benin 2012« eingeladen. Die dreimonatige Biennale findet in dem westafrikanischen Land nunmehr zum zweiten Mal statt und wird morgen am 8. November 2012 eröffnet, mit künstlerischen Aktionen und Ausstellungen verteilt über den gesamten südlichen Landesteil.

Bereits seit dem 23. Oktober arbeiten und leben die Hamburger Kunststudenten im Benin, denn ihre Projekte sind im Grundsatz prozessual angelegt, entstehen also in Auseinandersetzung mit den Anwohnern und Gegebenheiten vor Ort: sei es nun auf einer quirligen Verkehrsinsel im Stadtteil Houenossou in Cotonou, inmitten von Fischern und Marktfrauen am dörflich geprägten Strand von Togbin Plage oder in unmittelbarer Nachbarschaft zur ehemaligen, im Bauhaus-Stil errichteten Nationaldruckerei der Hauptstadt Porto Novo. Bei der Organisation werden sie von zehn Kunstgeschichtsstudenten der Universität von Cotonou unterstützt, wobei der Austausch über künstlerische Fragestellungen und Herangehensweisen eine wichtige Rolle spielt.

Im Konzept der Biennale sind sie alle Teil des Projekts »Take, Take, Take and..?« des Kulturforums Süd-Nord, das von dem in Benin lebenden Hamburger Stephan Köhler verantwortet wird. Dem Kurator geht es darum, durchdachte künstlerische Positionen zur (Über-)Nutzung von natürlichen Ressourcen zu präsentieren – unter Vermeidung augenscheinlicher Klischees und platter Polemiken. Dabei ist die Erschließung kunstfremder Räumlichkeiten für die Biennale Teil des künstlerischen Konzepts: Relevante Themen der Gegenwart sollen in interaktiven künstlerischen Arbeiten diskutiert und inmitten des Stadt- und Regionallebens in den Alltag eingebracht werden, statt fernab in einem White Cube nur für eine kleine Elite zugänglich zu sein.

Vom 8. bis zum 10. November 2012 wird die Eröffnung der Ausstellungen und Projekte im öffentlichen Raum in Cotonou, Porto Novo, Togbin Plage, Ouidah und Abomey gefeiert. 19 der insgesamt 51 eingeladenen Künstlerinnen und Künstler kommen aus verschiedenen Ländern Afrikas, 28 von anderen Kontinenten, darunter so renommierte wie Georges Adéagbo, Lois Weinberger, Alfredo Jaar, Isaac Julien, José Bento und Zon Sakai. Aus Deutschland nehmen neben den 14 Studierenden der HFBK Hamburg u.a. Harun Farocki, Andreas Siekmann und Alice Creischer an der Biennale teil.

www.regardbenin.net

Pressekontakt und weiteres Bildmaterial: 

Sabine Boshamer
Hochschule für bildende Künste
Pressesprecherin
 
Tel +49.40.428989.205
mobil +49.160.90120998
sabine.boshamer@hfbk.hamburg.de

www.hfbk-hamburg.de