
Victor Orozco Ramirez, »Reality 2.0«, Deutschland/Mexiko 2011, Doku-Animationsfilm, Farbe, 16:9, Stereo, 10:30 Min., Filmstill

Victor Orozco Ramirez, »Reality 2.0«, Deutschland/Mexiko 2011, Doku-Animationsfilm, Farbe, 16:9, Stereo, 10:30 Min., Filmstill

Victor Orozco Ramirez, »Reality 2.0«, Deutschland/Mexiko 2011, Doku-Animationsfilm, Farbe, 16:9, Stereo, 10:30 Min., Filmstill

Victor Orozco Ramirez, »Reality 2.0«, Deutschland/Mexiko 2011, Doku-Animationsfilm, Farbe, 16:9, Stereo, 10:30 Min., Filmstill
Nachwuchsfilmemacher Victor Orozco erhält HFBK-Filmpreis der Hamburgischen Kulturstiftung
Der aus Mexiko stammende HFBK-Absolvent Victor Orozco Ramirez wurde für seinen Animationsfilm »Reality 2.0« mit dem erstmals verliehenen HFBK-Filmpreis der Hamburgischen Kulturstiftung ausgezeichnet. Die Verleihung des Nachwuchsförderpreises in Höhe von 5.000 Euro fand am 26. April 2012 im Rahmen des Filmscreenings »Final Cut« der Hochschule für bildende Künste Hamburg im Metropolis Kino statt.
Der von der Hamburgischen Kulturstiftung bereit gestellte Preis soll den jungen Filmemachern nach Abschluss des Studiums den Übergang in die Selbstständigkeit erleichtern, die Planung des nächsten Filmprojekts ermöglichen und die Aufmerksamkeit der Filmbranche auf den Nachwuchs lenken.
Über die Vergabe des HFBK-Filmpreises entschied eine externe Fachjury, der Gesa Engelschall (Geschäftsführender Vorstand Hamburgische Kulturstiftung/beratend), Michael Girke (Freier Filmkritiker und -kurator, Herford), Birgit Glombitza (Leitung Internationales KurzFilmFestival Hamburg), Reinhard Hinrichs (bis Okt 2011 Filmförderung Hamburg‐Schleswig‐Holstein) und Jana Schulz (Schauspielerin) angehörten. Nach der eingehenden Sichtung der 13 Abschlussfilme und einer vehement geführten Diskussion entschieden sich die Juroren für den Animationsfilm von Victor Orozco, der mit seiner besonderen künstlerischen Qualität und Ausdruckskraft berührte.
In »Reality 2.0« wirft Victor Orozco einen existentiellen Blick zurück auf seine Heimat Mexiko, der zwischen Sehnsucht und Schrecken schwankt. Die nahezu poetischen Bilder der Gewaltexzesse einer von Drogenkriegen erschütterten Gesellschaft verhalten sich bewusst anachronistisch und gegensätzlich zur globalen Bildproduktion der elektronischen Medien. Über die animierten Zeichnungen von realen Begebenheiten wird eine ästhetische Distanz erzeugt, die eine emotionale Annäherung jenseits von Schock und Zynismus möglich macht. So appellieren die filmischen Bilder an eine Menschlichkeit, die der kühl analysierende Kommentar längst aufgegeben hat. Victor Orozco schloss 2011 sein Film-Studium an der HFBK mit dem Master of Fine Arts (M.F.A.) bei Professor Pepe Danquart ab.
Das öffentliche Screening der HFBK-Abschlussfilme, die mit der Unterstützung der Filmförderung Hamburg | Schleswig-Holstein entstanden sind, findet jedes Jahr zu Beginn des Sommersemesters im Beisein der Jungregisseure sowie der betreuenden Professoren – Robert Bramkamp, Pepe Danquart, Udo Engel, Ingo Haeb, Angela Schanelec und Wim Wenders – im Metropolis Kino Hamburg statt. Zu den 13 AbsolventInnen 2011/12 des HFBK-Filmbereichs gehören: Irina Alexandrova mit »Der schwarze Mann«, Ionas Amelung mit »Haurup Hoffnung«, Luise Donschen mit »Macht, dass mir inne wird, was ich durch Euch verloren habe!«, Monika Farukuoye mit »Henna«, Louis Fried mit »Malo«, Estela Garcia mit »El tiempo de Clara«, Janine Jembere mit »Oben im Eck - Holger Hiller«, Vera Müller mit »Amor und Psyche«, Viktor Orozco mit »Reality 2.0«, Helena Ratka mit »Die alte Welt ist abgedreht«, Therese Schneider mit »Ich sehe was, was Du nicht siehst...«, Hristina Vardeva mit »Mitten in der Wüste«, Knut Weber mit »Rewind«.
Pressekontakt:
Sabine Boshamer, Tel. 040.428989.205, presse@hfbk.hamburg.de
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